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In der ehemaligen Bank wird heute angestoßen

db; 14. Sep 2011, 12:17 Uhr
Bilder: Daniel Beer --- Rechts neben dem Eingang hängt die „Historische Tafel“. Klaus Graumann (rechts) wohnte als Chef der Landeszentralbank im ersten Stock. Heute fließt das Bier im Brauhaus von Geschäftsführer Andreas Linneboden (2.von rechts).
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In der ehemaligen Bank wird heute angestoßen

db; 14. Sep 2011, 12:17 Uhr
Gummersbach – Eine neue Hinweistafel informiert über die Geschichte des heutigen Brauhauses in der Hindenburgstraße.
  Der Bürgerverein Gummersbach hat seit 1978 bereits 36 sogenannte „Historische Tafeln“ an Gebäuden und anderen markanten Punkten angebracht. Zu lesen sind Hintergründe zur Geschichte der Örtlichkeiten und die Bedeutung für die Stadt. Gestern wurde Tafel Nummer 37 am Brauhaus festgeschraubt. Das Gebäude wurde 1905 durch die Reichsbank erbaut und fungierte als Nebenstelle. Man hatte sich bewusst für den Platz an der Promenade „Unter den Linden“ (seit 1917 Hindenburgstraße) entschieden, die sich nach dem Bau des Bahnhofs 1893 zur Geschäftsstraße entwickelt hatte, wie Stadthistoriker Jürgen Woelke zu berichten wusste.

Das Gebäude war von 1948 bis 1987 Filiale der neuen Landeszentralbank NRW. Deren damaliger Chef Klaus Graumann konnte sich noch genau erinnern: „Im ersten Stock war meine Dienstwohnung.“ Nach Zwischennutzung durch den Oberbergischen Kreis wurde das denkmalgeschützte Gebäude von der Entwicklungsgesellschaft der Stadt übernommen. 2002 eröffnete dann das Brauhaus.



„Im nächsten Jahr feiern wir groß unser zehnjähriges Jubiläum“, versprach Geschäftsführer Andreas Linneboden. Bürgermeister Frank Helmenstein dankte dem Geschichtsverein für seine Bemühungen: „Hier wird einmal mehr Stadtgeschichte erlebbar gemacht.“ Ideen für weitere Schilder gibt es bereits. So soll die Schützenburg zum 100-jährigen Bestehen im kommenden Jahr eine „Historische Tafel“ bekommen. 

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