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Digitale Vorfahrenforschung im Rathaus

ch; 30. Jun 2011, 16:24 Uhr
Oberberg Aktuell
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Digitale Vorfahrenforschung im Rathaus

ch; 30. Jun 2011, 16:24 Uhr
Lindlar – In mühsamer Kleinarbeit wurden sämtliche Geburts-, Heirats,- und Sterbeurkunden im Gemeindegebiet seit 1810 eingescannt, um die Originale zu schonen und schneller wichtige Informationen zu erhalten.
Bürgermeister Dr. Hermann-Josef Tebroke hat einen ungewöhnlichen Trend ausgemacht: „Die Menschen interessieren sich immer mehr für Informationen zu ihren Vorfahren. Doch die Suche danach erscheint angesichts der Vielzahl an Büchern manchmal aussichtslos.“ Aus diesem Grund wurden nun an acht Wochenenden über 20.000 Seiten aus Geburts-, Heirats-, und Sterbeurkunden abfotografiert und digitalisiert. „Im Anschluss konnten wir alles in eine große Exceldatei packen, sodass jetzt jeder, der den Namen seiner Vorfahren kennt, in kürzester Zeit auf die entsprechende Urkunde zugreifen kann“, führt Archivar Stefan Blumberg aus, der diese Arbeit ehrenamtlich im Rathaus nun fortführt.

Möglich wurde dieser aufwendige Prozess nur dank der Unterstützung des Bergischen Geschichtsvereins, der mit mehreren Leuten sich die historischen Dokumente seit 1810 vorgenommen hat. Auf einer 80GB großen Festplatte sind diese jetzt gespeichert und jederzeit greifbar. „An vielen Originaldokumenten nagt mittlerweile der Zahn der Zeit. Die Erhaltung ist jetzt wesentlich leichter, da man nur noch in Ausnahmefällen auf die Bücher zugreifen muss“, berichtet der Leiter der Ahnenforschung, Wolfgang Aretz. Jeden Dienstag und Donnerstag haben nun die Bürger die Möglichkeit, im Rathaus bei Blumberg eine Reise in die Vergangenheit zu wagen.
  
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