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Mit einem Stipendium zur Karriere in der Heimat

nh; 30. Jun 2011, 08:45 Uhr
Bild: Nils Hühn --- Der Stiftungsvorstand: Werner Becker-Blonigen, Andreas Blum, Melanie Fehrler, Christoph Penz und Gerd Böhner (v.l.).
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Mit einem Stipendium zur Karriere in der Heimat

nh; 30. Jun 2011, 08:45 Uhr
Wiehl - Die Zukunftsstiftung Wiehl möchte junge Leistungsträger in der Ausbildung unterstützen und dadurch die Bindung an die Stadt Wiehl verstärken.
Viele junge Wiehler Abiturienten zieht es nach den bestandenen Prüfungen in Universitätsstädte wie Aachen, Münster oder Berlin. Oft kommen sie nach dem abgeschlossenen Studium nicht zurück. Um dieses Abwandern der klügsten Köpfe zu unterbinden, möchte die Zukunftsstiftung Wiehl diese Auszubildenden intensiv unterstützen und so an die Heimat binden. Die Idee kam Prof. Dr. Andreas Blum von der DHPG im Frühjahr vergangenen Jahres. Gemeinsam mit Wiehls Bürgermeister Werner Becker-Blonigen wuchs die Idee zu einem Gesamtkonzept. Seit dem 22. Juni ist die Stiftung von der Bezirksregierung offiziell anerkannt. Elf Stifter haben ein Anfangsvermögen von 63.000 Euro sichergestellt, wobei Blum betonte, dass es sich nur um einen Anfangsbetrag handelt.

In den kommenden Sitzungen muss die Stiftung eruieren, wie die Unterstützung genau aussehen soll und wer überhaupt gefördert wird. Der Abiturjahrgang 2012 ist die Zielgruppe, die als Erste angesprochen werden soll. Erste positive Gespräche mit dem Schulleiter des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, Dieter Klaas, gab es bereits. Andreas Blum erhofft sich, aus diesem Jahrgang fünf bis zehn Abiturienten mit einem Stipendium ausstatten zu können. Die Stipendiaten können sich dann unter anderem über Büchergeld und Kurse über Rhetorik und Präsentationen freuen. Zudem soll jeder von ihnen einen Paten bekommen. „Während des Studiums soll der Pate zur Seite stehen und zum Beispiel andere Wege aufzeigen“, so Blum.

Diese Erfahrung hat Blum während seines Studiums selbst gemacht und ist daher von dem Modell überzeugt. Zuerst profitiert der junge Wiehler, später dann die Unternehmen der Region - so der Plan. „Nach dem Studium sollen die Studenten an die Region gebunden sein“, hofft Blum, aber „zwingen können und werden wir natürlich niemanden.“ Auch Bürgermeister Werner Becker-Blonigen setzt auf diesen Effekt. „Wir brauchen Rückkehrwillige aus der Heimat“, erklärte er. „Sie sind unser ´Humankapital´ für die Zukunft.“

Vorstand
Werner Becker-Blonigen
Andreas Blum
Gerd Böhner
Melanie Fehrler
Christoph Penz

Stiftungsrat
Michael Eiteneuer
Rolf Hartmann
Thorsten Kranenberg
Stephan Neu
Stefan Theis
Renate Wigger.
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