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Der Mix macht es zum richtigen Zeitpunkt

Red; 4. Jun 2011, 17:31 Uhr
Bild: privat --- „Das Podium (v.l.): Rainer Deppe, MdL, Monika Lichtinghagen-Wirths, Geschäftsführerin BAV, Alexander Felsch, JU NRW; Michael Gerhards, Vorstand Nabu Oberberg, Sascha Samadi, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Thomas Mock, Leiter Public Affairs der Hydro Aluminium Deutschland und Herbert Reul, MdEP.
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Der Mix macht es zum richtigen Zeitpunkt

Red; 4. Jun 2011, 17:31 Uhr
Nümbrecht – Die Junge Union Oberberg diskutierte mit Experten über die Energiepolitik.
Während die Bundesregierung in Berlin eine neue Richtung ihrer Energiepolitik diskutierte und festlegte, informierte sich die Junge Union Oberberg vor kurzem über den aktuellen Stand der deutschen Energieversorgung. Über 30 Interessierte waren der Einladung ins Nümbrechter Schulzentrum gefolgt und hörten zunächst eine Einführung ins breite Themenfeld von Sascha Samadi. Der Experte vom Wuppertaler „Institut für Klima, Umwelt, Energie“ zeigte viele Szenarien und stellte die nötigen Maßnahmen zur Einhaltung der Klimaschutzziele dar.

Danach ging es in drei verschiedene Workshops: Marion Wallerus, Geschäftsführerin der Gemeindewerke Nümbrecht diskutierte zum Themenkomplex „Solar, Wind & Wasser – Energiegewinnung der Zukunft?“, Werksstudent Christian Wagner zeigte verschiedene Möglichkeiten der Energiespeicherung sowie Voraussetzungen und Maßnahmen zur sicheren Energieversorgung und im Bereich „Emissionshandel – ein Beitrag zum Klimaschutz?“ erklärte Thomas Mock, Leiter Public Affairs der Hydro Aluminium Deutschland, die Schwierigkeiten der deutschen und europäischen Vorreiterrolle im internationalen Wettbewerb.

Die verschiedenen Standpunkte in der Energiedebatte kamen in der anschließenden Podiumsdiskussion besonders zum Vorschein. MdEP Herbert Reul machte deutlich, dass auf europäischer Ebene die Kernkraft noch lange eine Rolle spielen wird, Mock forderte immer wieder ein klares Bekenntnis der Politik zur energieintensiven Industrie. Samadi legte anhand von Forschungsergebnissen und Berechnungen dar, dass jetzt die Zeit zum Handeln sei, um den weltweiten Temperaturanstieg unter zwei Grad zu halten und somit das uns bekannte Klima zu erhalten. Dem konnte Michael Gerhard vom NABU Oberberg und Klimabündnis Oberberg nur zustimmen. Der NABU Oberberg werde sich nicht gegen das Aufstellen von Windrädern im Oberbergischen stellen.

Monika Lichtinghagen-Wirths forderte ein vernünftiges Vorgehen und keinen Aktionismus. Die Geschäftsführerin des BAV stellte die Forschungsprojekte im Rahmen von :metabolon auf der Leppe-Deponie vor. Rainer Deppe, Landtagsabgeordneter aus dem Rheinisch- Bergischen Kreis, wünschte sich eine gerechte Einbindung der Stadt- und Landbevölkerung beim Energiewandel. Durch die angeregte Podiumsdiskussion führte Alexander Felsch, Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstands der JU NRW.
  
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