Bilder: Daniel Beer.
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Ein ungewöhnlicher Karnevalszug wird 30
Reichshof Der Jecke Treck zog heute traditionell von Alpe über Hunsheim nach Berghausen.
Nanu? Ein Karnevalsumzug und kaum Menschen am Straßenrand? So sah es heute zum mittlerweile 30. Mal in Reichshof aus. Denn beim Jecken Treck sind die Zuschauer gleichzeitig auch die Akteure. Die Kamelle wird auf dem Weg von Alpe über Hunsheim nach Berghausen auch passender Weise noch hinten nach vorne und umgekehrt geschmissen. Entstanden ist diese ungewöhnliche Idee 1981, als Karl-Willi-Hackländer mit einer Handvoll Alpern nebst Einachser und Anhänger zum 40. Geburtstag von Eberhard Felix zog. In den Folgejahren vergrößerte sich die Teilnehmerzahl und der Zoch wurde ein fester Termin zur fünften Jahreszeit.
[Bauer Tadeus (v.l.), Prinz Jörg, Jungfrau Mathilda.]
Die ersten Mottowagen entwarfen der Alper-Karnevals-Verein und der Dorner Karnevalsclub. Seit 2003 organisieren Bürger aus Alpe, Berghausen, Dorn und Hunsheim den Zug und ziehen mit geschmückten Handkarren, Bollerwagen und Kinderwagen durch die Dörfer. Jetzt zum Jubiläum gönnten sich die Treckkis erstmals ein Dreigestirn - Prinz Jörg, Jungfrau Mathilda und Bauer Tadeus. Dieser Zug ist von Familien für Familien, meinte der Prinz. Im Dorfhaus in Berghausen gab es dann den Lohn für die Mühen in Form von Orden für die schönsten Kostüme. Als Gast war die Kindertanzgruppe Fünkchen aus Bergneustadt gekommen.
