Archiv

„Gemeinnützigkeit weg, Totenhemd an“

fn; 27. Feb 2011, 18:12 Uhr
Oberberg Aktuell
ARCHIV

„Gemeinnützigkeit weg, Totenhemd an“

fn; 27. Feb 2011, 18:12 Uhr
Nümbrecht – Im Rahmen des Neujahrsempfangs der SPD sammelte der Bürgerbusverein Nümbrecht Unterschriften zum Bestand des gemeinnützigen Unternehmens – Bürgerbus auch Thema am Rednerpult der Sozialdemokraten.
Mit dem Slogan „Gemeinnützigkeit weg = Totenhemd an“ präsentierte sich heute im Rahmen des Neujahrsempfang der SPD der örtliche Bürgerbusverein vor der Mensa des Homburgischen Gymnasiums und sammelte Unterschriften für den Erhalt des gemeinnützigen Projekts. Hintergrund für die Aktion war die in der vergangenen Woche aufgekommene Diskussion um den Aspekt der Gemeinnützigkeit von Bürgerbusvereinen.


Die Oberfinanzdirektion Rheinland plant rückwirkend zum 1. Januar 2011 den Bürgerbusvereinen die Gemeinnützigkeit abzusprechen. Laut Fabian Scheske, Vorsitzender der SPD Nümbrecht, argumentiert man an dieser Stelle damit, dass Personenbeförderung an sich eine gewinnbringende Wirtschaftsleistung darstellt.

In seinen einleitenden Worten auf dem Neujahrsempfang der Sozialdemokraten beschäftigte sich Scheske vornehmlich mit dieser Thematik, die bereits dazu geführt hat, dass die Gemeinde Nümbrecht eine Resolution verfasst hat. „Die Leute, die diesen Bürgerbus nutzen, sind Leute ohne Auto, also unsere Kinder und Senioren“, erklärte Scheske und verwies darauf, dass in ländlichen Gegenden eine flexiblere Transportmöglichkeit gegeben sein muss. „Handelt ein Bürgerbusverein wie hier in Nümbrecht nicht aus eigenwirtschaftlichen Interessen, darf ihm nicht die Gemeinnützigkeit abgesprochen werden“, verkündete der SPD-Vorsitzende und erhielt dafür von allen Seiten deutlichen Zuspruch.

Siehe: Gemeinden gehen auf die Barrikaden
  
WERBUNG