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Einzugsbereit: Erste „Senioren-WG“ in Hückeswagen

Red; 22. Dec 2010, 14:00 Uhr
Bilder: privat --- Das ehemalige Marienhospitals wurde zu einer 'Senioren-WG' umgebaut.
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Einzugsbereit: Erste „Senioren-WG“ in Hückeswagen

Red; 22. Dec 2010, 14:00 Uhr
Hückeswagen – Haus Marienbrunnen bietet Platz für 16 Bewohner - Bürgermeister Ufer hofft auf gute Annahme des für die Stadt einmaligen Projekts.
Alle Schalter stehen auf Start: In zweckbestimmt renovierten Räumlichkeiten des ehemaligen Marienhospitals wird ein für die Stadt bislang einmaliges Angebot angeboten – eine Wohngemeinschaft für pflege- beziehungsweise betreuungsbedürftige Senioren. Das Projekt für ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben im Alter ist zunächst auf 16 Personen in zwei Wohngruppen beschränkt.

Der Projektbetreiber hatte bereits vor einem Vierteljahr zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. „Wir hatten erfreulich viele Besucher,“ erinnert sich Birgit Hillebrand. „Nicht nur Senioren und Angehörige, sondern auch andere Interessenten aus dem geriatrischen Umfeld waren begeistert von unserem Konzept und den Räumlichkeiten,“ so die geschäftsführende ABC-Gesellschafterin. Es gebe bereits eine Reihe konkreter Interessenten für die zur Verfügung stehenden Plätze. Bürgermeister Uwe Ufer würde sich darüber freuen, wenn die Einrichtung von den Hückeswagener Senioren gut angenommen wird. „Ganz sicher gibt es einen Bedarf für ein derartiges Angebot in unserer Stadt,“ so Ufer, der sich nach einem Rundgang durch das Gebäude an der Goethestraße positiv beeindruckt zeigte.

Zu den wichtigen Argumenten für die Senioren-WG zählt insbesondere der Charakter des selbstbestimmten, unabhängigen Wohnens. So werden etwa die Mietverträge nicht mit dem Wuppertaler ABC Pflegeversorgungszentrum, sondern mit dem Inhaber geschlossen. Die Mitarbeiter stehen als festes Pflege- und Betreuungsteam rund um die Uhr als Begleiter im Alltag zur Verfügung. Die Tagesstruktur soll von ihnen nicht vorgegeben, sondern sich aus dem gelebten Alltag unter Einbeziehung des Lebenshintergrundes jedes einzelnen WG-Mitglieds ergeben.

Im Vordergrund steht dabei die Organisation des Haushaltes, in den die Mieter nach ihren Wünschen, Bedürfnissen und Möglichkeiten eingebunden werden sollen. Miete, Pflege- und Betreuungskosten werden mit der Stadt verhandelt, die (wie bei der Altenheimfinanzierung) einspringt, wenn Eigenleistungen nicht ausreichen.
 

„Wir wollen Menschen mit Pflege- oder Betreuungsbedarf ein Lebensumfeld ermöglichen, in dem die jeweils individuellen und universellen Bedürfnisse bzw. Fähigkeiten nachhaltig befriedigt und erhalten werden können“, unterstreicht Birgit Hillebrand. Ziel ist, bis spätestens März 2011 die erste Wohngruppe im Haus Marienbrunnen komplettiert zu haben. Das bereits eingestellte Fachpersonal steht ab dem 1. Januar 2011 als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung unter Tel.: vorerst noch 0202/47 86 50 und hält Info-Material bereit. Auch Besichtigungen sind möglich.
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