Bild: Archiv --- Deutet sich mit einem neuen Investor eine bessere Zukunft für den Ladenbauer Otto Kind AG an?
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Otto Kind AG: Investor im Anflug und ein Abgang
Gummersbach Wechsel in der Geschäftsführung: Frank Domeyer hat Unternehmen verlassen Gespräche mit Kaufinteressenten vor baldigem Abschluss.
Von Bernd VorländerUnsicherheit herrscht nach wie vor bei vielen Beschäftigten der Otto Kind AG in Gummersbach und Marienheide. Die ist nach der Horror-Meldung von Anfang September, als bekannt wurde, dass fast 100 Mitarbeiter bei dem insolventen Unternehmen zum Jahresende gehen müssen, auch jetzt noch nicht gewichen. Die geschäftliche Situation ist nach wie vor angespannt. Ja, die Lage ist ernst, aber bei weitem nicht hoffnungslos, bestätigt Kind-Vorstand Tillmann J. Peters. Das Unternehmen, das die Insolvenz in Eigenregie betreibt, befinde sich derzeit in einer schwierigen Übergangsphase.
Die Zahlen seien zurzeit nicht befriedigend, was viele Mitarbeiter angesichts immer neuer Erfolgsmeldungen aus der deutschen Wirtschaft nur schwer nachvollziehen könnten. Doch gibt es nach Peters Worten Hoffnung. Wir sind in aussichtsreichen Gesprächen mit zumindest einer Handvoll teils namhafter Interessenten, die an einem Kauf der Kind AG interessiert sind, sieht der Vorstand eine gute Chance dafür, dass die Traditionsfirma schon bald wieder in ruhigeres Fahrwasser kommt. Die Verhandlungen seien inzwischen schon weit fortgeschritten, und man rechne noch in diesem Jahr mit einer Entscheidung, welches Unternehmen den Zuschlag erhalte.
Deutliches Zeichen dafür, dass die Gespräche Fortschritte gebracht haben, ist eine Personalentscheidung aus dieser Woche. Der erst zu Beginn des vergangenen Jahres installierte Finanz- und Vertriebs-Vorstand Frank Domeyer hat die Otto Kind AG verlassen. Seine Aufgaben werden jetzt übergangsweise von Rüdiger Siepmann wahrgenommen. Es sei durchaus üblich, dass ein neuer Investor personell auch in der Führungsebene seinen Einfluss geltend machen wolle, erklärte Vorstand Tillmann J. Peters.