Bild: OBK --- Manfred Schneider (v.l.), Birgit Steuer, Rosely Schweizer, Patricia Bäumer-Aiello, Birgit Hähn, Anke Vetter, Lisa Blum, Landrat Hagen Jobi, Gitta Quercia-Naumann und Ingo Stockhausen.
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Oetkertochter zu Gast bei der formel f Wirtschaftslounge
Oberberg - Rosely Schweizer besuchte Oberbergische Unternehmerinnen.
Landrat Hagen Jobi war begeistert von der Ausstrahlung und dem Elan der ältesten Oetkertochter. Formel f Vorsitzende Birgit Steuer freute sich die Volkswirtin, Politikerin und erfolgreiche Unternehmerin Rosely Schweizer im Kreis der selbständigen Damen Oberbergs begrüßen zu können.
[Bild: Christian Melzer --- Oetker-Tochter Rosely Schweizer begeisterte als Referentin.]
"Als ich aufwuchs warb Oetker noch mit den zwei Lebensfragen einer Frau: Was soll ich anziehen, was soll ich kochen? Kein Wunder also, dass Frauen damals nicht in erster Linie wirtschaftlich dachten", berichtete Schweizer den Damen der formel f Wirtschaftslounge im Forum der Wiehler Volksbank. Schweizer ging auf die Problematik der Vereinbarkeit von Kindern und Beruf ein, machte aber auch deutlich, dass falsche Bescheidenheit insbesondere von Frauen im Geschäftsleben, häufig als Schwäche ausgelegt wird und deshalb nicht angebracht wäre. "Meine Großmutter sagte zu mir: Ach weißt Du Kind, ob mir ein Mann in der Straßenbahn seinen Platz anbietet, ist mir ganz egal, er soll mir einen Sitz in seinem Aufsichtsrat anbieten!"
So forderte die CDU Politikerin Schweizer auch eine Quotenregelung. Grundlage wirtschaftlichen Erfolges sei nach wie vor eine fundierte Ausbildung. Schweizers Lehrmeisterin und Mentorin war ihre Großmutter Käte Ahlmann. "Sie diskutierte mit mir, sie schenkte mir ein Aktienpaket und brachte mich dazu, die Zusammenhänge von Politik und Wirtschaft zu verfolgen und zu verstehen", so Schweizer. Ahlmann gründete 1956 den Verband von Unternehmerinnen. Eine Pionier-Leistung, die den Unternehmerinnen von heute den Weg geebnet hat", sagte Schweizer.
Diese Solidarität und der Beratene Moment haben später auch zur Gründung einer Käte Ahlmann Stiftung geführt. Die Stiftung unterstützt junge Unternehmer mit einem Mentorin Programm in der Selbstständigkeit. "Dabei ersetzen wir weder Steuerberater noch Anwalt, sondern wollen im Gespräch Impulse geben und vielleicht einmal eine andere Sichtweise auf Probleme aufzeigen."
Erfahrungen, die Sie als selbständige Unternehmerin, Leiterin der Sektkellerei Henkel oder in Ihrer Beiratstätigkeit im Oetkerkonzern gesammelt hat, gibt Schweizer heute als Mentorin weiter. "Wir möchten Sie ermutigen eigene Entscheidungen zu treffen", appelliert sie an die unternehmerische Damenwelt. "Die Wirtschaft braucht uns. Teams aus Frauen und Männern sind besser und effektiver, das hat auch die Wirtschaft gemerkt", macht die Volkswirtin auf die weiblichen Qualitäten nachdrücklichaufmerksam. "Wir sind so was von im Trend", ist Schweizer überzeugt. "Ich bin begeistert, von dem Enthusiasmus und nehme manche Anregung mit nach Hause", sagte Steuer von der Wirtschaftsförderung. Brigitte Quercia Naumann, selbst Teilnehmerin des Mentoringprogramms wirbt um Unterstützung des Freundeskreises der Stiftung: "Mentoring hat mich unternehmerisch gestärkt und ich werbe für ein erfolgreiches Modell der Solidarität. Hier sollte jede Unternehmerin Mitglied werden, die Idee unterstützen."
