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VfL B-Jugend nur noch mit geringen Chancen
Gummersbach Bundesliga-Nachwuchs muss beim 29:35 (11:19) die Überlegenheit des Gegners anerkennen.
VfL Gummersbach SG Spandau/Füchse Berlin 29:35 (11:19).Mit einem deutlichen 29:35 wurden die B-Junioren der SG Spandau/Füchse Berlin ihrer Favoritenrolle im Spiel gegen den VfL Gummersbach gerecht. Das Viertelfinalhinspiel um die deutsche Meisterschaft war von Anfang an eine klare Sache für die Gäste von der Spree. Bis zum 3:3 (5. Minute) konnte der VfL Paroli bieten, doch dann legten die jungen Füchse einen Gang zu und erzielten drei Tore in Folge. Gummersbachs Trainer Stefan Neff zog die grüne Karte (8.) und versuchte so wieder Ruhe ins Spiel seiner Mannschaft zu bringen. Doch Berlin zog weiter unbeirrt davon. Bereits nach 13 Minuten lag der VfL mit fünf Treffern (5:10) hinten. Und als die Anzeigetafel in der Haas-Halle gar auf 8:18 (22.) stand, drohten die Gummersbacher völlig unter die Räder zu kommen. Doch die Mannschaft zeigte erneut, dass sie kämpfen kann.
[Auch diese schöne Einzelleistung änderte nichts an der deutlichen VfL-Niederlage.]
Leider setzte sich dieser Trend zu Beginn der zweiten Hälfte nicht fort. Gummersbach kam nicht ins Spiel. Beim 20:30 (37.) zog Neff erneut die grüne Karte. Und diesmal schien es so, als sei in Ruck durch die Mannschaft gegangen. Vor allem Paul Drux sorgte dafür, dass seine Mannschaft wieder in Reichweite der Füchse kam. Und als es kurz vor Ende der Partie 29:34 stand, hatte der VfL es in der Hand, auf 30:34 heran zu kommen. Doch Gummersbach leistete sich abermals einen technischen Fehler und Berlin machte das Tor zum 29:35-Endstand.
[Marco Wyss, der in die Schweiz wechselt, wurde von Axel Renner verabschiedet.]
Sechs Tore Rückstand für das am kommenden Sonntag in Berlin stattfindende Rückspiel sei noch keine sichere Bank, betonte Füchse-Trainer Bob Hanning. Der VfL habe gezeigt, dass er kämpfen könne. Den Füchsen sei es gelungen, das Tempo in der ersten Hälfte sehr hoch zu halten. Das sei das beste Spiel gewesen, was seine Mannschaft in den letzten Wochen und Monaten geboten habe. Gummersbachs Trainer Neff sagte nach der Partie, er werde in den kommenden Tagen beim Training darauf aufbauen, dass die Mannschaft die zweite Hälfte klar für sich entschieden habe. Und so werde man sicherlich nicht nach Berlin fahren, um dort abgeschlachtet zu werden. Dort werden wir noch einmal alles geben und von Beginn an angreifen.
Der VfL habe die erste Hälfte total verschlafen, sagte Axel Renner, Leiter der VfL-Handballakademie. Und in der zweiten Hälfte haben wir das Spiel von zwei gleichwertigen Mannschaften gesehen. Dass er die Berliner als Favorit gesehen habe, sei im Vorfeld belächelt worden, doch gerade die erste Hälfte habe gezeigt, wie stark die Mannschaft sei. Mit einer konsequenteren Abwehr und mehr Geduld beim Abschluss werde der VfL den Vorsprung im Rückspiel sicherlich noch aufholen können. Doch es wird sehr, sehr schwer.
VfL: Paul Drux (10), David Wiencek (7), Andreas Heyme (3), Lukas Zwaka, Thorben Kirsch, Philipp Jaeger (je 2), Dustin Baltres, Michael Romanov und Jo-Gerrit Genz (je 1)