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Mit Fremdenführer Karthaus hoch in den Weinberg

ch; 24. May 2010, 17:09 Uhr
Bilder: Christian Herse, Biologische Station Oberberg (2) --- Direkt in Kontakt kamen die Besucher beim internationalen Tag der Vielfalt mit den heimischen Tieren.
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Mit Fremdenführer Karthaus hoch in den Weinberg

ch; 24. May 2010, 17:09 Uhr
Engelskirchen – Am internationalen Tag der Vielfalt konnten die Besucher im Ründerother Kurpark und am Weinberg zahlreiche versteckte Details aus der Bergischen Natur entdecken.
Ganz im Zeichen der Vielfalt stand an diesem Samstag der Ründerother Kurpark. Ob Schafe, Kälber, Pferde oder Lama s– sowohl bekannte als auch vielleicht etwas fremde Tiere konnten gestreichelt und genauer betrachtet werden. „Das Bergische Land ist eine besonders vielfältige Region, was besonders heute erkennbar werden soll“, fand auch der Geschäftsführer des Naturparks Bergisches Land, Theo Boxberg. Der Schutz dieser Rassen- und Sortenvielfalt müsse dabei im Zentrum der Bemühungen stehen.

[Direkt aus erster Hand erfuhr die Staatssekretärin Heinen-Esser etwas über Nisthilfen für Vögel.]

Wie sowas gelingen kann, zeigten unter anderem der NABU Oberberg oder die Biologische Station Oberberg, die nicht nur vieles zum Entdecken mitbrachten, sondern auch einfache Tipps zur Stärkung des ökologischen Systems parat hatten. Davon überzeugte sich auch die parlamentarische Staatssekretärin des Umweltministeriums, Ursula Heinen-Esser, die samt Gatte und Tochter nach Ründeroth gekommen war, um sich vor Ort über die Vielfalt des Bergischen Landes zu informieren. Dabei ließ sie sich nicht nur die Nisthilfen für Schwalbe oder Baumläufer erklären, sondern erfuhr auch aus erster Hand, dass die Schafzucht heutzutage längst nicht mehr nur mit der Wolle profitabel ist. Besonders interessant für Allergiker sind die Curly Horses, die keine Allergien auslösen. „Allein dieses Beispiel dokumentiert eindrucksvoll, wie wichtig Rassenvielfalt ist. Jede Rasse hat spezifische Eigenschaften, die heute oder zukünftig genutzt werden können“, so Boxberg.


[Ursula Heinen-Esser, Theo Boxberg und Dr. Gero Karthaus vor der neuen Schatztafel am Haldy-Turm.]

Ein Fremdenführer der besonderen Art erwartete die Wanderer am Nachmittag. Bürgermeister Dr. Gero Karthaus zeigte der Gruppe auf dem Weg hoch zum Weinberg allerhand Details aus der Umgebung, die vielen Besuchern bislang unentdeckt geblieben sind. „Im Jahr 1805 hat sich hier eine Winzerfamilie angesiedelt, die Weinstöcke aus der Moselregion mitbrachte. Auch wenn der gute Tropfen eher sauer schmeckte, siedelten sich dabei zahlreiche Pflanzen an, die nur hier existieren“, veranschaulichte Karthaus. Als ein Zeichen für die Vielfalt wurde eine entsprechende „Schatzkarte“ von Esser-Heinen am Haldy-Turm enthült, auf der der „Reichtum“ des Bergischen Land veranschaulicht wird.