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HSG muss in die Relegation - TVS hat Angst vor der eigenen Courage

pn; 9. May 2010, 15:10 Uhr
Oberberg Aktuell
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HSG muss in die Relegation - TVS hat Angst vor der eigenen Courage

pn; 9. May 2010, 15:10 Uhr
Oberberg - Marienheide/Müllenbach trotzt dem Aufsteiger einen Zähler ab, muss nun aber auf den Mittelrheinmeister hoffen - Strombach verspielt alle Aufstiegschancen - SSV besiegt TVW - Aufatmen in Oberwiehl
  TV Strombach – TV Jahn Köln-Wahn 28:30 (12:18).

Alles hoffen und bangen gen Marienheide erwies sich heute morgen in Strombach als sinnlos. Denn mit einem hypernervösen Auftritt machte sich die Mannschaft von Oliver Meyer und Kai Stübben selbst einen Strich durch die Rechnung und verspielte einen möglichen Aufstieg. Einzig Stefan Hildebrandt und Tino Steuck zeigten Normalform, während der Rest sich mit katastrophalen Fehlern in der Offensive überbot und die Gäste nach der Pause zeitweise sogar auf acht Tore davonziehen lassen musste. Erst Ralf Börner sorgte im zweiten Durchgang mit mehreren Paraden dafür, dass der TVS den Rückstand sukzessive verkürzen konnte. Doch der Anschlusstreffer blieb den Strombachern dank einiger Pfostentreffer verwehrt. „Wir waren gerade im ersten Durchgang immer einen Schritt langsamer und hatten Angst vor der eigenen Courage“, musste Stübben den Gästen daher auch zu einem verdienten Sieg gratulieren.

[Marc Lietzke wechselt nach Strombach.]

„Das ist natürlich ein bitterer Saisonabschluss, aber im nächsten Jahr greifen wir wieder an“, zeigt sich der Coach bereits jetzt angriffslustig. Mit einer dann um ein Jahr gereiften Mannschaft soll der Aufstieg kommende Saison nachgeholt werden. Dabei wird der Großteil des Teams zusammenbleiben. Gordon Weuste und Lars Jakubowski werden ein Jahr nach Australien und Neuseeland gehen, dafür hat aber Fabian Hamacher seine Zusage für die kommende Saison gegeben und aus Wallefeld wird Linkshänder Marc Lietzke zum Kader hinzustoßen.

Tore TV Strombach: Fabian Hamacher (8/6), Gordon Weuste (6/2),Tino Steuck (4), Fabian Peters (2), Robert Fischer (2), Stefan Hildebrandt (2), Arthur Kunkel (2/2), Tim Sauermann (1), Dominik Wellhäuser (1).


HSG Marienheide/Müllenbach II – TuS Königsdorf 28:28 (14:13).

Die HSG-Reserve schaffte tatsächlich das nicht für möglich Gehaltene und brachte den vor dem Spiel designierten Aufsteiger aus Königsdorf an den Rand einer Niederlage. Von Anfang an entwickelte sich ein enges Spiel, in dem die Gastgeber kurz vor der Pause sogar mit 14:10 führten, ehe man in Unterzahl noch drei Treffer kassierte. „Man hatte nie das Gefühl, dass wir eine Klatsche kassieren könnten“, freute sich Horst Dinspel über einen äußerst engagierten Auftritt seines Teams, das sich mit Tom Peters verstärkt hatte. Als dieser jedoch zehn Minuten vor Schluss nach der dritten Zeitstrafe des Feldes verwiesen wurde, wendete sich das Blatt und Königsdorf ging mit zwei Treffern in Führung. Christian Peters erzielte per Siebenmeter aber schließlich doch noch den verdienten Ausgleich.

„Mit der gezeigten Leistung können wir zufrieden sein. Immerhin haben wir dem Landesligameister noch einen Punkt abgeknüpft“, wusste Dinspel, dass ein Sieg auch nicht geholfen hätte, da sowohl Leichlingen als auch Oberwiehl gewonnen hatten. Ein Sonderlob verdienten sich die beiden Torhüter Jens Haarhaus und Mike Hinze. Ob es zu einer Relegation gegen den Drittletzten der A-Gruppe, das Team aus Eschweiler, kommt, ist dagegen noch fraglich. Die ursprünglich für die kommenden beiden Wochenenden angesetzte Relegation wird wohl um zwei Wochen verschoben, so dass zunächst die Aufstiegsspiele des TV Weiden gegen den TV Aldekerk abgewartet werden können. Sollte Weiden hier unterliegen, wären die HSG und die ESG beide abgestiegen. „Wir drücken Weiden natürlich die Daumen, denn Eschweiler halte ich für durchaus schlagbar“, so Dinspel.

Tore HSG Marienheide/Müllenbach II: Tom Peters (6), Martin Wiertz (5), Kai Wernscheid (4), Christian Peters (4/4), Tobias Wernscheid (3), Danny Küsters (3), Willi Derksen (1), Tobias Wohlfromm (2).


CVJM Oberwiehl II – Longericher SC II 24:17 (10:6).

Tiefes Durchatmen in Oberwiehl. Nach einer katastrophalen Rückrunde hat die Mannschaft von Jürgen Pohl wie schon letztes Jahr den Klassenerhalt erst am letzten Spieltag perfekt gemacht. Fels in der Brandung war dabei erneut Torhüter Timo Pötzsch. „Timo war heute nicht ganz schlecht. Man könnte auch sagen, es stand eine Legende im Tor“, lobte Pohl seinen Torhüter überschwänglich. Mit seinen Paraden gab er der ohnehin gut stehenden Deckung weitere Sicherheit, so dass der ersatzgeschwächte Gegner nie sein Tempospiel aufziehen konnte. Eigentlich hätte der CVJM sogar noch deutlicher gewinnen müssen, doch eine katastrophalen Chancenverwertung verhinderten einen höheren Sieg. „Nach dem Schlusspfiff konnten wir aufatmen“, wusste Pohl nach dem Spiel, bei wem er sich zu bedanken hatte: „Ein großes Danke an Helge Janeck und die Spieler der ersten Mannschaft, die mitgezogen haben und uns damit gerettet haben.“

Tore CVJM Oberwiehl II: Stefan Ufer (7), Peter Madel (4/1), Fabian Mathies (3), Mathias Ullenboom (3), Nils Hühn (2), Alexander Baldamus (2), Marc Krüger (1), Bastian Schneider (1), Sven Barf (1).


SSV Nümbrecht II – TV Wallefeld 26:25 (9:10).

Ohne große Aufreger ging das letzte oberbergische Derby der Saison über die Bühne. Nümbrechts Betreuer Markus Ohrendorf, der den verhinderten Markus Dormagen vertrat, wechselte munter durch, so dass Wallefeld die meiste Zeit des Spiels in Führung lag. In der Schlussphase wendete sich aber das Blatt und Nümbrecht holte schließlich doch noch einen nicht unverdienten Heimerfolg. „Es war wie so oft diese Saison. Wir haben zu viele Chancen ausgelassen, den Sack nicht zugemacht und am Ende verdient verloren“, so Hassingers Schlussfazit. Ohrendorf sprach derweil ebenfalls von einem verdienten Sieg in einem ausgeglichenen Spiel. Die Bestnoten verdienten sich Patrick Seebaum und Marcel Canisius.

Tore SSV Nümbrecht II: Patrick Seebaum (12/5), Mathias Wetzler (3), Jan Färber (3), Marcus Schwemke (2), Christian Heß (2), Marcel Samel (2), Michael Heß (1), Stephan Bitzer (1).

Tore TV Wallefeld: Marcel Canisius (7/3), Marc Lietzke (6/2), Markus Deubel (3), Wolfgang Barth (2), Dirk Deubel (2/1), Karsten Zirkel (2), Manuel Kreter (2), Stefan Breitenfeld (1).
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