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Baier bleibt FVM-Schiri-Chef

Red; 26. Apr 2010, 12:09 Uhr
Bild: FVM --- Der Schiedsrichterausschuss des FVM (v.l.): Heinz Wendeler, Hans-Willi Ronig, Stephan Weirich, Hans-Jürgen Baier, Bernd Peters, Peter Oprei, Michael Beitzel; es fehlt: Markus Müller.
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Baier bleibt FVM-Schiri-Chef

Red; 26. Apr 2010, 12:09 Uhr
Oberberg - Beim Verbandsschiedsrichtertag wurde der Vorsitzende im Amt bestätigt – Stephan Weirich und Heinz Wendeler sitzen als bergische Vertreter im Ausschuss.
Hans-Jürgen Baier ist alter und neuer Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschusses (VSA) des Fußball-Verbandes Mittelrhein. Am vergangenen Samstag wählten die 71 Delegierten aus den neun Fußballkreisen in der Sportschule Hennef den 61-jährigen früheren Zweitliga-Schiedsrichter bei einer Enthaltung in seine dritte Amtszeit. Im Anschluss wurde Michael Beitzel (Kreis Sieg) einstimmig im Amt des Verbandslehrwartes bestätigt. Ebenfalls einstimmig fiel die Wahl des Vertreters der jungen Generation auf Stephan Weirich (Kreis Berg): Der 20-jährige Landesliga-Schiedsrichter folgt Christoph Merkert nach, der aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidierte.

Als Beisitzer des Verbandsschiedsrichterausschusses wählten die Delegierten in geheimer Abstimmung (alphabetische Reihenfolge) Markus Müller (Kreis Köln), Peter Oprei (Kreis Aachen), Bernd Peters (Kreis Köln), Hans-Willi Ronig (Kreis Düren) und Heinz Wendeler (Kreis Berg) in den VSA. Peters ersetzt Markus Kuhl (Kreis Bonn), der ebenfalls aus beruflichen Gründen nicht zur Wiederwahl stand.

Neben den Personalentscheidungen gab es auch strukturelle Neuerungen zu verkünden, die sich aus den jüngsten Veränderungen im Schiedsrichterwesen des Deutschen Fußball-Bundes ergeben. Demnach wird der FVM die vom DFB angekündigten gelockerten Bestimmungen bezüglich der Altersgrenze für Aufstiege in die höheren Spielklassen nutzen. Künftig können sich über den Kreis des bisherigen FVM-Perspektivkaders, der die Altersgrenze von 27 Jahren vorsieht, hinaus auch ältere Unparteiische bei entsprechender Leistung für Aufstiege empfehlen.

„Wir begrüßen diese Entscheidung des DFB, denn so haben auch Schiedsrichter, die sich beispielsweise mit Anfang 30 durch hervorragende Leistungen hervortun, die Chance, über die Verbandsebene hinaus Spiele zu leiten“, so Hans-Jürgen Baier. Dass der FVM bezüglich der auf dem außerordentlichen Bundestag beschlossenen personellen Trennung von Schiedsrichteransetzung, Beobachtungsansetzung und Beobachtung bereits auf dem Laufenden ist, bestätigte FVM-Präsident Alfred Vianden: „Das ist bei uns seit Jahrzehnten gängige und erfolgreiche Praxis. Da sind wir dem DFB voraus.“

Eine wichtige Aufgabe ist für den Verbandsschiedsrichterausschuss die Schiedsrichtergewinnung und deren -erhalt. „Wir sind gerade in den unteren Klassen und im Jugendbereich nicht in der Lage, alle Spiele mit Schiedsrichtern zu besetzen“, erklärte Baier. „Für einen funktionierenden Spielbetrieb sind ausgebildete Schiedsrichter aber unerlässlich. Daher werden wir gemeinsam mit unseren Kollegen in den Kreisen verstärkt darauf hinarbeiten, Interessierte für diese wichtige Aufgabe zu begeistern.“

Nach 2004 und 2007 war dies der dritte Verbandsschiedsrichtertag in der Geschichte des FVM – zuvor war der Schiedsrichterausschuss im Rahmen des Verbandstages von den Vertretern der Vereine gewählt worden.
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