Bilder: Christian Herse --- In Kleingruppen arbeiteten die Jugendlichen gemeinsam an einem Wörterbuch zur 'Umwelt'.
ARCHIV
Europäisches Umweltbewusstsein im Teamwork stärken
Lindlar Fünf Schulen aus der EU nehmen derzeit an einem zweijährigen Projekt zum Thema Umwelt teil. Derzeit sind die Jugendlichen in Lindlar zu Gast und tauschen ihre bisherigen Ergebnisse aus.
Ein wildes Gewusel herrschte heute Morgen im Computerraum des Lindlarer Gymnasiums. In kleinen Gruppen unterhielten sich die Schüler in verschiedenen Sprachen, sodass es schwer fiel, irgend etwas davon zu verstehen. Den Durchblick behielten die Jugendlichen aus Griechenland, Italien, Portugal und Spanien sowie Deutschland dennoch. Angeregt tauschten sie sich aus und erstellten gemeinsam in ihren Sprachen ein Wörterbuch zum Thema Umwelt.
[Angeregt tauschten die Jugendlichen sich aus.]Denn darum dreht sich alles in dem, auf zwei Jahre angelegten, Comenius-Projekt, das von der Europäischen Union gefördert und betrieben wird. Im November letzten Jahres waren wir mit einer Delegation in Italien, Ende April geht es ins spanische Málaga, dann nach Portugal und 2011 enden wir in Griechenland, berichtet die Koordinatorin in Lindlar, Katrin Kroll. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Bettina Küllmer und der Gesamtleiterin Anna Iuso begleitet sie das Projekt in diesen Tagen, das allerdings größtenteils in Schülerhand bleibt: Zuletzt wurde ein Fragebogen entwickelt, der das Umweltbewusstsein der Jugendlichen, beispielsweise zum Thema Energiesparen, erfassen sollte.
Die Ergebnisse wurden am Montag in großer Runde vorgestellt und verglichen. Seit Herbst haben sich die Schüler, die vorwiegend aus der neunten bis elften Klasse kommen, in Arbeitsgemeinschaften vorbereitet. Unterhalten wird sich bei den Zusammentreffen stets auf Französisch, was allerdings keine Hürde für die Jugendlichen darstellt, die sich auf sozialen Netzwerken wie Facebook bereits privat vernetzten.
Neben der gemeinsamen Arbeit steht auch ein Kulturprogramm im Mittelpunkt. Ging es am Dienstag nach Bonn in das Haus der Geschichte mit anschließendem Sightseeing, wartete gestern der LVR-Turm in Köln samt Altstadt auf die Besucher. Morgen werden die Schüler in das Ruhrgebiet reisen, ehe der Flieger am Samstag zum Rückflug bereitsteht.