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Bäume knicken unter Schneelast um – Viele Unfälle

ch; 30. Jan 2010, 13:28 Uhr
Bilder: Jan Janitza --- In Marienheide musste ein Lkw freigeschleppt werden. Auch in Waldbröl blieben einige Brummis im Schnee stecken.
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Bäume knicken unter Schneelast um – Viele Unfälle

ch; 30. Jan 2010, 13:28 Uhr
Oberberg – Die Feuerwehr musste heute Morgen über 120 Mal ausrücken, um umgestürzte Bäume von den Straßen zu entfernen. Polizei zählte bislang 50 Verkehrsunfälle. Schrankenanlage in Kotthausen blieb über drei Stunden geschlossen.
 Mit großen Augen dürften vor allem die Jüngsten heute Morgen am Fenster gestanden haben, als sie sahen, was ihnen Frau Holle über Nacht beschert hatte. Sind am gestrigen Freitag alleine 25 Zentimeter gefallen, kamen in den vergangenen Stunden weitere 15 Zentimeter dazu. Während Rodelberge und oberbergischen Skigebiete heute gut besucht sein dürften, haben andere jede Menge zu tun.

[Nachdem Bäume auf die Schienen gefallen waren, weigerten sich die Schranken wieder hochzufahren.]

So zählte die Polizei zwischen Freitagmorgen bis heute Mittag 50 witterungsbedingte Einsätze. Darunter fallen insgesamt 42 Verkehrsunfälle, die glücklicherweise allesamt glimpflich endeten. Mit dem Zählen nicht mehr hinterher kommt die Feuerwehr. Viele Bäume knicken mittlerweile unter der Schneelast ein und stürzen auf die Straße. Rund 120 Mal mussten deswegen die Kameraden im ganzen Kreis mit der Kettensäge ausrücken. Mittlerweile arbeiten die einzelnen Ortsfeuerwehren die Einsätze in Eigenregie ab, da besonders in den Morgenstunden sich die Notrufe häuften. "Als die Menschen heute Morgen aufwachten, sahen sie das Ungemach und riefen die Feuerwehr zur Hilfe", berichtete die Feuerwehrleitstelle in Kotthausen. Auch das THW Waldbröl musste heute Früh vereinzelnd festgefahrene Lkw freischleppen.

[Der Winter hat auch seine schönen Seiten: Wie in dicke Watte eingepackt präsentiert sich das Oberbergische, wie dieses Bild von Ulrich Lange in Reichshof-Sinspert zeigt.]

Als besonders langwierig erwies sich ein Einsatz in Marienheide-Kotthausen. Ein querstehender Lkw wurde, nachdem er über eine Stunde den fließenden Verkehr in Höhe Bahnhof störte, mit einem Traktor aus seiner misslichen Lage befreit. Geraume Zeit später kam es jedoch aufgrund umgestürzter Bäume auf den Schienen der Eisenbahn zu einem größeren Problem. Beide Schrankenanlagen blieben geschlossen und gaben mit Rotlicht dem Verkehr keine Freigabe zum Passieren. Erst  drei Stunden später konnte der Schaden behoben werden. Zwischenzeitlich sicherten Polizeibeamte den Verkehr, der langsam an den geschlossenen Schranken vorbeigeführt wurde. Gute Nachrichten gibt es bezüglich Straßensperrungen. So sind alle Strecken mittlerweile wieder passierbar. Lediglich der Sülzer-Berg von Lindlar-Schmitzhöhe nach Welzen bleibt für den Verkehr gesperrt, da selbst Räumfahrzeuge die Straße nicht hochkommen.

Bereits gestern hatte das Winterwetter für Chaos auf den oberbergischen Straßen gesorgt.


[Derzeit unterscheidet sich die Region nicht wesentlich vom tiefen Bayrischen Wald, wie OA-Mitarbeiter Daniel Beer auf dem Steinberg zeigt.]
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