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Hallen-Kreispokal: Mini-Aufgebot erkämpft den Titel

lo; 24. Jan 2010, 20:10 Uhr
Bilder: MIchael Kleinjung, Björn Loos (1) --- Jubel beim VfR Wipperfürth: Der Bezirksligist sicherte sich den bergischen Hallentitel.
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Hallen-Kreispokal: Mini-Aufgebot erkämpft den Titel

lo; 24. Jan 2010, 20:10 Uhr
Oberberg – Der VfR Wipperfürth hat den Hallen-Kreispokal gewonnen – Dümmlinghausen vor Bergneustadt auf Platz drei – Enttäuschende Zuschauerresonanz (AKTUALISIERT).

Als sich auf der einen Platzhälfte in der Overather Sporthalle bereits die Jugend-Handballerinnen vom SSV Overath und von Blau-Weiß Hand auf ihr Spiel vorbereiteten, jubelten auf der Gegenseite die Fußballer des VfR Wipperfürth über den Gewinn des Hallen-Kreispokals. Der Bezirksligist hatte soeben das Endspiel gegen den SV Altenberg (Kreisliga A) mit 4:1 gewonnen. Matchwinner war Jan Schmitz, dem im Endspiel gleich drei Treffer gelangen. Das vierte VfR-Tor besorgte Christopher Fliegel. „Wir haben im gesamten Turnierverlauf kein Spiel verloren. Das spricht für sich“, sagte Trainer Norbert Scheider, der mit einem Mini-Aufgebot von sechs Feldspielern, die teilweise noch an den Nachwirkungen der gestrigen Karnevalssitzung in Lindlar zu knabbern hatten, angereist war. 500 € Siegprämie gab’s für Wipperfürth, Altenberg durfte sich mit 300 € trösten.


[Für Salih Tatar (re.) und Baris Spor Hackenberg war im Viertelfinale Schluss.]

Ungeachtet dessen erwiesen sich die Wipperfürther in den K.O.-Spielen als Stehaufmännchen: Im Viertelfinale gegen Bergisch Gladbach II lag man bereits mit 0:2 hinten, doch Jan Schmitz (2), Erkan Yorganci und Tim Kappe drehten den Rückstand noch um. Und auch im Halbfinale gegen Dümmlinghausen hatte zunächst Bujar Krasniqi geknipst, ehe Kappe und Yorganci dem VfR noch den Endspieleinzug sicherten. „Wir hatten die Chancen, um das Spiel frühzeitig zu unseren Gunsten zu entscheiden“, sah Dümmlinghausens Leo Geusa zwei Aluminiumtreffer seiner Akteure sowie mehrere starke Paraden von VfR-Keeper Jan Becker. Altenberg hatte sich durch ein 2:1 gegen Bergneustadt, das mit einem durch die Celik-Brüder verstärkten Reserveteam antrat, für das Finale qualifiziert.


[Überraschend setzte sich Elsenroth (blau-weiß) gegen Refrath durch.]

Da der Spielplan wegen der späteren Hallenbelegung durch die Handballerinnen auf Kante genäht war, einigten sich Bergneustadt und Dümmlinghausen darauf, den Turnierdritten im Achtmeterschießen zu ermitteln. Die Geusa-Schützlinge behielten das bessere Ende für sich und sicherten sich 200 €. SSV-Trainer Frank Baxmeier war mit dem Abschneiden seiner Mannschaft dennoch zufrieden. „Einige haben bereits gestern bei einem Hallenturnier in Meinerzhagen gespielt und sind deshalb zum Schluss auf dem Zahnfleisch gegangen.“ Mit dem FV Wiehl und Baris Spor Hackenberg standen zwei weitere oberbergische Teams im Viertelfinale. Wiehl unterlag Bergneustadt mit 1:3 nach Achtmeterschießen und Baris Spor zog gegen Dümmlinghausen den Kürzeren. Für die anderen hiesigen Klubs war bereits nach Vorrunde Endstation. Vorjahressieger Nümbrecht scheiterte knapp in der „Todesgruppe“ C, genauso wie der TuS Lindlar. Morsbach, Elsenroth und Reichshof mussten ebenfalls frühzeitig die Segel streichen.


[Sowohl der TuS Lindlar (weiß) als auch der SSV Homburg-Nümbrecht mussten nach der Vorrunde die Segel streichen.]

Während es in sportlicher Hinsicht ein größtenteils annehmbares Turnier war, war die Besucherzahl alles andere als befriedigend. Maximal 100 Zuschauer fanden sich in der Overather Halle ein, besonders nach der Abreise der in der Vorrunde ausgeschiedenen Mannschaften taten sich auf der Tribüne große Lücken auf. Damit kann der Fußballkreis nicht zufrieden sein, zumal der Wettbewerb bei vielen Vereinen keinen großen Stellenwert besitzt. „Vielleicht müssen wir noch einmal darüber nachdenken, für die Endrunde in eine andere Halle zu gehen“, sagte der Vorsitzende des Fußballkreises, Rolf Müller, der bezüglich dieses Themas mit seinen Vorstandskollegen in Klausur gehen will. Immerhin: Da man die Partien im Eiltempo durchzog, wurde der Zeitplan eingehalten, so dass die Nachwuchsspielerinnen pünktlich loslegen konnten.

Tribünensplitter


- Michael Loch, der den SSV Homburg-Nümbrecht in der Winterpause verlassen hat, kehrt zu den Sportfreunden Siegtal-Oppertsau zurück, wo er bereits vor seiner Stippvisite beim SSV gespielt hat

- Die Schiedsrichter Ignaz Klein, Dominik Jolk und Stephan Weirich erwiesen sich als sichere Spielleiter und erstickten jedes kleine Aufkommen von Hektik im Keim. Bis auf einige wenige Zeitstrafen mussten sich keine persönlichen Strafen aussprechen

- Der TuS Untereschbach zeichnete für die Ausrichtung des Finalturniers verantwortlich und konnte dabei erneut überzeugen.     

- Alle Vorrundenergebnisse sind hier abrufbar.   


[Der Wiehler Anton Zeka mit vollem Körpereinsatz.]

Gruppen- und Spielplan Endrunde

Gruppe A
1. SSV Bergneustadt  6:4 Tore 6 Punkte
2. Heiligenhauser SV 5:3 T. 4 P.
3. SV Refrath 4:6 T. 4 P.
4. TuS Elsenroth 6:9 T. 3 P.

Elsenroth – Bergneustadt 2:4
Heiligenhaus – Refrath 1:1
Bergneustadt – Heiligenhaus 1:0
Refrath – Elsenroth 1:4
Bergneustadt – Refrath 1:2
Heiligenhaus – Elsenroth 4:1

Gruppe B
1. SV Altenberg 10:2 T.  9 P.
2. FV Wiehl 9:3 T.  6 P.
3. TuS Reichshof  4:10 T.  3 P.
4. TuS Untereschbach  3:11 T.  0 P.

Wiehl – Reichshof  4:1
Altenberg – Untereschbach 4:1
Reichshof – Altenberg 1:5
Untereschbach – Wiehl 1:5
Reichshof – Untereschbach 2:1
Altenberg - Wiehl 1:0

Gruppe C
1. Baris Spor Hackenberg 4:3 T.  5 P.
2. SV 09 Bergisch Gladbach  3:2 T.  5 P.
3. SSV Homburg-Nümbrecht  4:5 T.  3 P.
4. TuS Lindlar  4:5 T.  2 P.

Nümbrecht – Hackenberg  1:2
Bergisch Gladbach – Lindlar 1:1
Bergisch Gladbach – Hackenberg  1:1
Lindlar – Nümbrecht 2:3
Lindlar – Hackenberg 1:1
Bergisch Gladbach - Nümbrecht 1:0

Gruppe D
1. VfR Wipperfürth 7:3 T.  9 P.
2.Spvg. Dümmlinghausen  8:5 T.  6 P.
3. Gencler Birligi Bergisch Gladbach 7:4 T. 3 P.
4. SV Morsbach 2:12 T. 0 P.

Morsbach – Dümmlinghausen 0:4
Gencler – Wipperfürth 0:1
Dümmlinghausen – Gencler 3:2
Wipperfürth – Morsbach 3:2
Dümmlimghausen – Wipperfürth  1:3
Gencler – Morsbach 5:0


[Dümmlinghausen mit Bujar Krasniqi (re.) sicherte sich den dritten Platz.]

Viertelfinale
Bergneustadt – Wiehl 3:1 nach Achtmeterschießen
Altenberg - Heiligenhaus  5:4 nach Achmeterschießen
Hackenberg - Dümmlinghausen 0:2
Wipperfürth - Bergisch Gladbach 4:2

Halbfinale
Bergneustadt - Altenberg 1:2
Dümmlinghausen - Wipperfürth 1:2

Achmeterschießen um Platz drei
Bergneustadt – Dümmlinghausen 2:3

Finale
Altenberg - Wipperfürth 1:4

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