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Führungskräfte im Sportverein sichern

Red; 15. Mar 2008, 00:00 Uhr
Oberberg Aktuell
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Führungskräfte im Sportverein sichern

Red; 15. Mar 2008, 00:00 Uhr
(Red./29.2.2008-9:35) Oberberg - Der Turnverband Aggertal-Oberberg veranstaltete am vergangenen Freitag einen Workshop zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Verbands- und Vereinsmanagement.
[Bild: privat --- Die Teilnehmer des Workshops "Führungsnachfolge im Sportverein".]

Die Veranstaltung fand in der Turnhalle des Gastgebers TV Osberghausen statt. Das Schreckgespenst „Vereine ohne Mitarbeiter“ geht um, sobald es um Arbeit und Verantwortung geht, winken viele Vereinsmitglieder ab. Es mangelt an Führungsnachwuchs. Josef Quester vom Rheinischen Turnerbund (Rösrath) bot in einem vierstündigen „Kurz & Gut“-Seminar einen Überblick, welche Problemlösungen, Strategien und Instrumente von Nöten sind, um rechtzeitig die wesentlichen und wirksamen Weichen für Kontinuität in der Vereinsführung stellen zu können. In dieser Form und zu dieser Thematik das erste Seminar überhaupt im Oberbergischen.

Referent Quester erläutere, wie auch im Sportverein Personalentwicklung betrieben werden kann und was Ehrenamler für den Verein bewirken und sicherstellen. In einer Gruppenarbeit wurden verschiedene Fragen zur Standortbestimmung und zur Stellenbeschreibung einer Führungskraft bearbeitet und anschließend mit Josef Quester besprochen. Denn nur wer weiß für welche Tätigkeiten er mit welchen Kenntnissen, Fähigkeiten, Talenten, Anforderungen und Kompetenzen ausgestattet sein muss, welchen Zeitaufwand er einplanen muss und welche Ziele seinen Aufgaben zugrunde liegen, bei dem wird auch seriöses Interesse an einer Führungsnachfolge geweckt werden können.

Es gibt Leute die sich engagieren möchten „wie Sand am Meer“, aber wo findet man die? Nachfolger suchen und finden, da sind kreative, verrückte Strategien gefragt; die Teilnehmer sammelten engagiert und fleißig Ideen in einer Gruppenarbeit. Referent Quester ging auch auf die Übergabe vom alten zum neuen Stelleninhaber ein. Diese sollte geplant und nicht dem Zufall überlassen werden, dabei tauchen dann Fragen auf wie „Welche Aufgaben können sofort delegiert werden?“ oder „Wie soll die Kommunikation nach innen und außen gestaltet werden?“. Annerkennung und Respekt sollten bei der Beendigung der Führungsaufgabe durch „Abschied nehmen“ zum Ausdruck kommen; das richtige, angemessene Ritual gilt es abzusprechen und zu gestalten.

Josef Quester steuerte die Seminarteilnehmer beharrlich, mit vielen Erfahrungsbeispielen und mit lebendigem Gedankenaustausch durch die Thematik und entließ sie aus dem Workshop im Bewusstsein, rechtzeitig und Schritt für Schritt diesem Problem näher kommen zu können.

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