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Wie sieht die Wiehler Kirche in Zukunft aus?

nh; 11. Dec 2013, 10:35 Uhr
Bilder: Nils Hühn --- Die evangelische Kirche in Wiehl prägt das Stadtbild wie kaum ein zweites Gebäude. Nun muss die Gemeinde viel Geld in die Hand nehmen, um Kirchenschiff und Turm aufwendig zu sanieren.
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Wie sieht die Wiehler Kirche in Zukunft aus?

nh; 11. Dec 2013, 10:35 Uhr
Wiehl - Seit über 50 Jahren ist das Schiff der evangelischen Kirche im Wiehler Stadtzentrum Gelb und der Turm Weiß verputzt, doch ab 2014 könnte das Gotteshaus wieder seine ursprüngliche Bruchsteinfassade erhalten.
Von Nils Hühn

Anfang des Jahres beschloss das Presbyterium, dass der Kirchensockel saniert werden muss. Als im September damit begonnen wurde, den Sockel trocken zu legen, stellte sich schnell heraus, dass noch größere Investitionen nötig sind, um den Blickfang im Wiehler Zentrum in Schuss zu halten. Finanzkirchmeister Hans Sommer, Baukirchmeister Karl Christian Lück und Küsterin Ute Schell informierten nun über den Sachstand und die Perspektiven für die Sanierung der evangelischen Kirche.


[Im Jahre 1841 wurde das Kirchenschiff errichtet.]

1956 wurde die Kirche aufwendig umgestaltet und das Kirchenschiff Gelb und der Turm Weiß verputzt. Allerdings wurde vergessen, den Kirchensockel zu isolieren, weshalb Feuchtigkeit ins Mauerwerk eindrang und über die Jahre aufstieg. Eigentlich sollte nach den Sockelarbeiten ein einfacher Anstrich folgen, den letzten gab es vor 14 Jahren, aber der Schaden am Mauerwerk ist so groß, dass auch hier saniert werden muss. Also muss der gelbe Putz runter, und die ursprüngliche Bruchsteinfassade des Gebäudes aus dem Jahre 1841 kommt zum Vorschein. Das Presbyterium kann sich vorstellen, die Fassade des Kirchenschiffes anschließend nicht mehr zu verputzen und im ursprünglichen Zustand zu belassen. 


Die Steine im 700 Jahre älteren Turm sind allerdings deutlich mitgenommener. Ob hier das Mauerwerk so saniert werden kann, dass man anschließend auf Putz verzichten kann, ist noch fraglich. Die Kosten für die Sanierung des Turmes werden derzeit ermittelt. Finanzkirchmeister Hans Sommer rechnet damit, dass die Fassadensanierung des Kirchenschiffes alleine zwischen 350.000 € und 400.000 € kostet. Hinzukommen noch 70.000 €, die im Fundament verbaut werden. Sommer deutete an, dass die Finanzierung ausschließlich aus Kirchenmitteln nicht möglich sei. Spenden sind erforderlich und auch eine Bausteine-Aktion ist geplant. Zudem hofft die Gemeinde auf Zuschüsse des Landes. Wie es mit dem "Hingucker" weitergeht, wird sich Anfang Januar entscheiden.



[Unter Leitung von Architekt Volker Howad begann die Firma Berster in Kooperation mit der Firma Schürholz Anfang September mit der Sanierung des Kirchsockels.]
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