Bild: Katharina Stahl --- Peter Lenz, Eva Schute, Detlev Schuster, Jonathan Lessing, Tobias Uelpenich, Daniel Kohlhaag (v.l.n.r.).
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Medienprophylaxe von Schülern für Schüler
Gummersbach - Nach einer erfolgreichen Bewerbung des Kreises für die Teilnahme an dem Projekt Medienscouts NRW der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), startete nun Einführungsveranstaltung am Berufskolleg in Dieringhausen.
Von Katharina StahlÜber 24 Millionen Nutzer sind in Deutschland bei der Internetplattform Facebook registriert. Nicht nur, dass die Anmeldungen stetig steigen, die Nutzer werden auch zunehmend jünger. Gerade für junge Menschen bietet das viele Möglichkeiten, aber ebenso viele Gefahren lauern in der Netzwelt. Cybermobbing oder illegale Mediennutzung sind keine Seltenheiten mehr. Da die Mediennutzung einen immer größeren Teil in unserem Alltag einnimmt, sei es im Klassenzimmer, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit, ist es zwingend notwendig, Aufklärung zu leisten.
Daher hat der Schulpsychologische Dienst des Oberbergischen Kreises bei Schulen in der Region für das Projekt Medienscouts NRW geworben. Unverzüglich erklärten sich neun oberbergische Schulen bereit, an der Ausbildung zum Medienscout teilzunehmen. Es beteiligen sich die Gesamtschulen Reichshof-Eckenhagen, Gummersbach-Derschlag und Waldbröl. Auch die Gemeinschaftshauptschule Bergneustadt, die Realschule Wiehl sowie das Grotenbach-, Dietrich-Bonhoeffer-, Sankt-Angela- und Engelbert-von-Berg-Gymnasium sind im Projekt involviert. Nach der Zusage der neun Schulen aus dem Kreis bewarb sich die Kommune erfolgreich für das Projekt bei der LfM. Somit ist der Oberbergische Kreis eine von zehn Gebietskörperschaften, die in Nordrhein-Westfalen mit der Ausbildung zum Medienscout nachhaltig Medienprophylaxe für Schüler betreiben kann.
Bei der Ausbildung sollen Schüler sowie Lehrer ihre Kompetenz im Umgang mit Medien erweitern und vertiefen. Pro Schule werden vier Schüler der siebten bis neunten Klasse und zwei Lehrkräfte in vier Workshops geschult, die von dem Medienpädagogen Tobias Schmölders im Berufskolleg Dieringhausen geleitet werden. Die ausgebildeten Schüler sollen ständiger Ansprechpartner in medienspezifischen Fragen und Problemen sein und langfristig gesehen ihre Mitschüler wiederum zu Medienscouts ausbilden. Wichtig hierbei ist die Vermittlung von Schüler zu Schüler. Die Medienscouts können sich besser in die Befindlichkeiten und Probleme der Mitschüler hineinversetzten, als das beispielsweise ein Lehrkörper könnte.
Die Koordination der Ausbildung übernimmt der Psychologische Dienst des Kreises. Mein Wunsch ist es, dass sich die Schulen gegenseitig austauschen und eine nachhaltige Verbreitung innerhalb der Schulen stattfindet, so Eva Schute vom Psychologischen Dienst über die Absichten des Projektes. Zudem wird dieses, neben der kostenlosen Bereitstellung des ausbildenden Referenten Tobias Schmölders durch die LfM, finanziell durch Fördergelder der AggerEnergie unterstützt. Natürlich sieht sich AggerEnergie als großer Arbeitgeber in der sozialen Verantwortung, solch wichtigen Projekte zu unterstützen, betonte Peter Lenz, Leiter der Unternehmenskommunikation, das besondere Anliegen des Unternehmens an dem Projekt Medienscouts.

