Bilder: Michael Kleinjung --- Einen Ohrenschmaus der besonderen Art boten die hervorragenden Musiker des Orchesters.
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Alte Freunde zu Besuch
Gummersbach Bereits zum 33. Mal gastierte das Musikkorps der Bundeswehr in Gummersbach beim Hexenbuschverein.
Es war wieder so, als wenn alte Freunde zu Besuch gekommen wären. Das Musikkorps der Bundeswehr hat im Kalender vieler oberbergischer Blasmusikfreunde einen festen Platz. Es ist mittlerweile schon eine lieb gewonnene Tradition, dass das Orchester einmal im Jahr in Gummersbach gastiert. Zu Gast ist man dann beim Hexenbuschverein, der sich um den einzigen Park in der Innenstadt kümmert und mit dem Wohltätigkeitskonzert einen nicht unerheblichen Teil seiner Arbeit finanziert.
[Der neue Dirigent und Leiter des Musikkorps: Christoph Scheibling.]
Bereits zum 33. Mal kam das musikalische Aushängeschild der Bundeswehr in die Kreisstadt und wusste erneut das proppevolle Bühnenhaus zu begeistern. Dass das internationale Renommee des Musikkorps nicht von ungefähr kommt, davon konnten sich die Besucher überzeugen. Viele Orchester besitzen ausgezeichnete Musiker, doch nur wenige schaffen es wie das Musikkorps, Brillanz der Einzel-Musiker und Intonation der Stücke auf eine einzigartige Weise zu verbinden.
Seit 1957 besteht das Orchester, das vor zwölf Jahren vom Stabmusikkorps in Musikkorps der Bundeswehr umbenannt wurde. Und seit vergangenem Monat steht den rund 50 Musikern ein gebürtiger Oberberger vor. Oberstleutnant Christoph Scheibling wurde 1969 in Wipperfürth geboren. Zuletzt war Scheibling stellvertretender Leiter des Militärmusikdienstes der Bundeswehr in Bonn, bevor er Chef des Musikkorps der Bundeswehr in Siegburg wurde.
Insofern war der Auftritt in Gummersbach für den neuen Dirigenten ein Heimspiel. Und mit Scheibling wird auch die Tradition der wohltätigen Auftritte fortgesetzt. In den vergangenen Jahrzehnten hat das Orchester einen Reinerlös von über vier Millionen Euro eingespielt, die für gemeinschaftliche und karitative Zwecke verwandt wurden.
