HüCKESWAGEN
Unerwartete Funde bei Schlossumbau
Hückeswagen – Im Bereich des Schlosses sind historische Pflasterflächen und Knochen entdeckt worden – Nun soll das Alter der Funde überprüft werden.
Beim Umbau und der Generalsanierung des Schlosses Hückeswagen wird in Bereiche vorgestoßen, die seit vielen Jahren kein Tageslicht mehr gesehen haben. Bei den Arbeiten im Bereich des Schlosssaals sind die Bauarbeiter jetzt auf unerwartete Artefakte gestoßen. Zunächst wurde im Untergrund ein vermutlich historisches Pflaster entdeckt. Auf einer Fläche von circa zwei Quadratmetern sind verlegte Natursteine gefunden worden, deren Alter jetzt überprüft werden soll.
Bei weiteren Arbeiten in diesem Bereich sind die Arbeiter außerdem auf Knochen gestoßen. Es handelt sich um menschliche Knochen, die offensichtlich zumindest zu zwei Personen gehören. Aktuell wird forensisch überprüft, wie alt diese Knochen sind, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Knochen wurden in einer Anordnung gefunden, die nicht den Eindruck einer Grabstätte hinterlassen. Bestattungen im Bereich eines Schlosses oder Schlosshofes sind in früheren Jahrhunderten nicht unüblich gewesen, so dass es sich möglicherweise um solche Reste handeln könnte.
Aktuell wird unter Beteiligung des Amtes für Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbandes Rheinland geprüft, welche Bedeutung diese Funde haben und wie das weitere Vorgehen aussehen kann. Die Bodenarbeiten im Bereich des Schlosses wurden vorübergehend ausgesetzt.