HANDBALL

Oberbergische Teams überwintern am Tabellenende

pn; 15.12.2019, 20:35 Uhr
HANDBALL

Oberbergische Teams überwintern am Tabellenende

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pn; 15.12.2019, 20:35 Uhr
Oberberg - Oberwiehl II, Marienheide/Müllenbach und Gelpe/Strombach II kehren mit Auswärtsniederlagen zurück - TVB bleibt Letzter - Die Handball-Landesliga wird präsentiert von 'Opel Ley' (AKTUALISIERT).

TV Jahn Köln-Wahn II – CVJM Oberwiehl II 34:29 (17:15).

 

Auch beim starken Aufsteiger aus Köln-Wahn gelang es der Oberwiehler Reserve nicht, ihre miserable Auswärtsbilanz aufzuhübschen: Zum sechsten Mal in dieser Saison hieß es, sich mit leeren Händen auf die Rückreise zu machen. Mit dem Auftritt beim Tabellendritten und Aufstiegsanwärter konnte CVJM-Coach André Heinrich aber durchaus leben. „Mit ein wenig Glück, hätten wir etwas mitnehmen können“, sah er eine lange Zeit ausgeglichene Partie. Das Flughafenteam erwischte zwar den etwas besseren Start, über 7:5 (13.) und 13:12 (24.) ließen sich die Gäste aber zu keinem Zeitpunkt abschütteln.

 

Und auch nach dem Seitenwechsel blieben die Oberberger ein unangenehmer, weil hartnäckiger, Gegner: Beim 20:20 (38.) fiel der Ausgleich und die Partie blieb bis zum 28:27 (53.) in die Crunchtime hinein offen. In der Schlussphase fehlte dem CVJM aber das Quäntchen Glück – sei es bei Abprallern, im Wurf oder bei knappen Schiedsrichterentscheidungen. Wahn agierte den Ticken abgeklärter und entschied die Partie beim 31:27 (56.) doch frühzeitig. Insgesamt machte Heinrich der Auftritt aber Mut für das kommende Jahr: „Die Einstellung stimmte, so müssen wir immer auftreten.“ Aus einer mannschaftlich geschlossenen Leistung hob er A-Jugend-Torhüter Frederic Noss hervor, der unter anderem zwei Siebenmeter entschärfte.

 

Oberwiehl: Jan Jäckel (5), Patrik Latzke (5/3), Johannes Schneevogt, Daniel Rischikov (je 4), Lennart Frielingsdorf (3), Jens Barf, Phil Nückel, Christian Schüttenhelm (je 2), Lars Arenz, Raphael Kraus (je 1).

 

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HSG Euskirchen – HC Gelpe/Strombach 31:28 (15:12).

 

Wie so häufig diese Saison, musste Eduard Debnar mit einem Rumpfkader in die Fremde reisen, konnte dadurch den Überraschungserfolg vom Mittwoch gegen Polizei Köln nicht weiter vergolden. Lediglich sieben Feldspieler traten die Reise nach Euskirchen an – diese verkauften ihre Haut allerdings teuer. Besonders Torhüter Marvin Röttel zeigte sich mit seinen 15 Paraden durchaus gewillt, für einen weiteren Überraschungscoup zu sorgen. Seine Vorderleute machten in der Endabrechnung aber schlicht zu viele Fehler. Von Anfang an rannten die Oberberger einem knappen Rückstand hinterher, konnten zwar immer wieder verkürzen, der Ausgleich wollte aber nie fallen.

 

Defensiv verloren die Gäste gerade auf den Halbpositionen zu viele Zweikämpfe, offensiv fehlte der letzte Druck in die Tiefe. „Ich kann der Mannschaft aber keinen Vorwurf machen. Sie hat alles getan, was möglich war“, meinte der HC-Coach nach der Partie. Über 11:10 (24.), 20:16 (39.) und 24:23 (47.) blieb das Duell lange offen, in der Schlussphase nutzen die Hausherren aber die breitere Bank gnadenlos aus. „Auch ohne Unterstützung aus dem Oberligakader fehlte uns nicht viel, am Ende war es trotzdem eine Qualitätsfrage“, so Debnar, der trotzdem optimistisch ins neue Jahr blickt: „Wir werden ab Anfang Januar sofort wieder ins Training einsteigen und haben gegen Geislar-Oberkassel dann ein enorm wichtiges Spiel.“

 

Gelpe/Strombach: Jan Höfer (9), Tom Bonfiglio (7/1), Yannic Thues (5), Michael Deaconescu, Thomas Anstötz (je 3), Christian Mayer (1).

 

 

ASV SR Aachen II – HSG Marienheide/Müllenbach 24:21 (10:12).

 

Auch nach seinem dritten Spiel als HSG-Trainer wartet Pasqualino Gallina weiter auf seinen ersten Sieg. Beim Mitaufsteiger aus Aachen zeigte sich die oberbergische Spielgemeinschaft zwar stark verbessert, musste die Heimreise aber trotzdem ohne Zählbares antreten. Gleich zwei Knackpunkte hatte die Partie: Zum einen die Phase zwischen der 49. und der 54. Minute, in der Aachen gleich drei Zeitstrafen abbrummen musste, die 20:19-Führung (48.) aber relativ unbeschadet zum 22:21 (56.) verteidigte. Noch schmerzhafter aus HSG-Sicht waren aber die Schlussminuten, in denen die Kaiserstädter sogar in doppelter Unterzahl agieren mussten, die Gäste aber erneut kein Kapital daraus schlagen konnten.

 

„Kämpferisch kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben von der ersten bis zur letzten Sekunde alles gegeben und es war nicht mit unseren letzten beiden Auftritten zu vergleichen“, meinte Gallina nach dem Abpfiff. Zuvor war sein Team zunächst einem knappen 4:6-Rückstand (17.) hinterhergelaufen, drehte die Partie aber noch vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Marienheide/Müllenbach sogar auf 10:13 (32.), spannend blieb es trotzdem, auch weil die HSG ihre Überzahlphasen nicht nutzte. „Das Spiel hätte auch anders ausgehen können, aber jetzt müssen wir halt nach der Winterpause nachlegen“, so Gallina.

 

Marienheide/Müllenbach: Philip Ginczek (8/3), Oliver Schuldt (4), Sven Höttgen (3), Lutz Lichtinghagen, Marc Hochsattel (je 2), Maurice Ginczek (1), Leon Hagen (1/1).

 

 

TV Bergneustadt – TV Palmersheim 21:25 (14:12).

 

Der TV Bergneustadt überwintert als Tabellenschlusslicht. Gegen Spitzenreiter Palmersheim zeigte das Uding-Team zwar eine engagierte Leistung, mehr als Komplimente gab es nach dem Schlusspfiff allerdings nicht. „Punkte wären mir lieber gewesen“, meinte der Bergneustädter Trainer. Nach dem schwachen Auftritt im Derby in Oberwiehl zeigte sich seine Mannschaft in eigener Halle wie verwandelt und ließ sich auch nicht von einer frühen Roten Karte (5.) aus dem Konzept bringen. Moritz Rabach musste bei seinem ersten Einsatz von Beginn an nach einem Gesichtstreffer früh zum Duschen. Der TVB reagierte aber nicht geschockt, sondern diktierte überraschend das spielerische Geschehen auf dem Feld. Auf der Anzeigentafel machte sich das allerdings erst bemerkbar, nachdem Uding Torhüter Jens Rothe für den glücklosen Kevin Neese nach 20 Minuten einwechselte.

 

„Bis zur Pause haben wir uns taktisch äußerst diszipliniert verhalten, zudem war unsere Wurfquote nahezu bei 100 Prozent“, analysierte Uding, „man sah nie, dass hier der Tabellenletzte gegen den Tabellenersten spielt.“ Dass der TVB dieses Niveau nicht halten können würde, war fast schon klar. Zwar agierten die Gastgeber auch nach den Seitenwechsel nahezu ebenbürtig, leisteten sich aber zwischen der 35. und der 45. eine längere Schwächeperiode, die Palmersheim eiskalt zum 16:19 nutzte – zumal auch Jürgen Baltres mit der dritten Zeitstrafe disqualifiziert wurde. Trotzdem hatte der TVB nach dem 19:21 (54.) immer noch alle Möglichkeiten, „aber der Gegner war einfach abgezockter“, so Uding, der sich von der Tabelle aber nicht aus der Ruhe bringen lässt: „Ich habe im Sommer gesagt, dass wir die Hinrunde benötigen werden. Das hat sich bewahrheitet. Natürlich ist niemand gerne Tabellenletzter, aber in der Liga ist alles immer noch nah beisammen.“

 

Bergneustadt: Lukas Flick, Philip Sauer (je 5), Marcel Neese (4/1), Marco Rubel (3), Nils Meier (2),  Holger Magdzack, Jürgen Baltres (je 1).

 

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