HANDBALL

Waldbröl erleidet Schiffbruch in Nümbrecht

pn; 05.09.2021, 20:15 Uhr
Fotos: Thomas Wirczikowski --- Nicht nur Daniel Funk war meist einen Schritt schneller als die Gäste.
HANDBALL

Waldbröl erleidet Schiffbruch in Nümbrecht

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pn; 05.09.2021, 20:15 Uhr
Oberberg - Die nächste CVJM-Packung hinterlässt einen ratlosen Trainer - Bergneustadt scheitert im Derby an Gelpe/Strombachs Defensive - 22 katastrophale Oberwiehler Minuten (AKTUALISIERT).

SSV Nümbrecht II – CVJM Waldbröl 35:13 (16:8).

 

Bereits zum zweiten Mal in der noch jungen Saison blieb der CVJM Waldbröl seine Ligatautglichkeit schuldig. Im Derby beim SSV Nümbrecht II war die Mannschaft von Markus Deubel erneut hoffnungslos unterlegen. „Das war ein kollektives Versagen“, suchte der CVJM-Coach auch am Morgen nach der Partie noch nach Erklärungen für den Blackout seines Teams nach einer Viertelstunde. Bis zum 6:5 (14.) sah die Waldbröler Welt noch gut aus, anschließend übernahmen lauffreudige Hausherren das Kommando in der GWN-Arena. „Unser Matchplan ist vollkommen aufgegangen und wir wollten zeigen, dass wir eben nicht auf einem Level mit Waldbröl stehen“, meinte SSV-Trainer Manuel Seinsche, dessen Team die Führung über 12:7 (22.) bis zur Pause in die Höhe schraubte.

 

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[Torben Lang konnte nur selten gestoppt werden.]

 

Die Nümbrechter Defensive gewann zahlreiche Bälle, die schnellen Außen dankten es mit einfachen Toren. Aber auch aus dem gebundenen Spiel fanden Benedikt Opitz und Torben Lang immer wieder Lücken in der sich auflösenden Waldbröler Defensive. „Wenn ich heute irgendetwas bemängeln müsste, dann dass wir noch zu viele klare Chancen liegen lassen haben. Aber das ist Meckern auf ganz hohem Niveau“, konnte sich Seinsche frühzeitig zurücklehnen. Über 23:10 (40.) und 25:13 (49.) geriet die Schlussphase endgültig zum CVJM-Desaster: Mit 0:10 gingen die Schlussminuten verloren. „Wir haben nach dem 6:5 das Handballspielen eingestellt und sind aufgetreten wie eine Schülermannschaft“, grämte Deubel besonders die Schlussphase. „Da waren wir nur noch körperlich anwesend und hätten wahrscheinlich gegen jede B-Jugend verloren.“

 

Nümbrecht: Daniel Funk (9/5), Markus Bitzer (7), Benedikt Opitz, Torben Lang (je 6), Marcel Miebach (3), Stephan Bitzer (2), Mario Jatzke, Tim Lefherz (je 1).

 

Waldbröl: Lukas Leidig (3), Tobias Mertens (3/1), Enzo Souliman, Sebastian Hein, Sebastian Klein (je 2), Lars Gustke (1).

 

[Für SSV-Coach Manuel Seinsche war ein entspannter Nachmittag.]

 

HC Gelpe/Strombach II – TV Bergneustadt 23:18 (12:7).

 

Überraschung in der Eugen-Haas-Halle: Titelkandidat Bergneustadt stolpert beim HC Gelpe/Strombach II – und das verdient. „Heute hatte niemand eine zündende Idee, wie wir die gegnerische Deckung geknackt kriegen. Unsere individuellen Fehler haben klar überwogen“, analysierte TVB-Trainer Holger Magdzack unmittelbar nach Abpfiff zutreffend. Das Rodriguez-Team präsentierte sich defensiv giftig und störte immer wieder früh die Achse Schneider/Welke beim TVB, auch Malte Müller strahlte kaum Torgefahr aus. „Unser Plan ist damit vollständig aufgegangen“, meinte HC-Coach Daniel Rodriguez. Bis zum 4:4 (10.) war es ein intensives Abtasten beider Teams, anschließend rührten die Gastgeber Beton an und konnten sich zudem auf einen starken Torhüter Philipp Gosens verlassen. Über 10:4 (22.) blieben die Gäste über 13 Minuten ohne eigenes Tor. Holger Magdzack drehte zwar an verschiedenen Stellschrauben, helfen wollte aber kaum etwas.

 

[Waldbröls Trainer Markus Deubel hatte erneut mit der fehlenden Tiefe seines Kaders zu kämpfen.]

 

Durch die Umstellung auf die 5:1-Defensive kamen wir zwar hinten endlich wieder ins Spiel, vorne hat uns das aber natürlich geholfen“, sah er sein Team auch nach dem Wiederanpfiff der zweiten Hälfte durch die souveränen Schiedsrichter lange Zeit dem Rückstand hinterherlaufen. Zwei verworfene Siebenmeter, unzählige Fahrkarten und technische Fehler: Chancen zu verkürzen hatte Bergneustadt genügend, sie blieben aber durchweg ungenutzt. Dennis Hermann hatte fünf Minuten vor Ende das mögliche 19:17 auf der Hand, sein Heber landete aber butterweich an der Latte, im Gegenzug erlöste Maurice Ginczek wackelnde Gelpe/Strombacher. „Wir sind nie wirklich ins Spiel gekommen“, so Magdzack. Rodriguez freute sich derweil über nicht eingeplante Bonuspunkte, „gegen einen Gegner, der den Anspruch hat, oben mitzuspielen.“ Offensiv müsse sein Team zwar noch cleverer werden, aber besonders für seine Deckung hatte der HC-Coach nur lobende Worte übrig: „Bergneustadt fehlten gegen uns einfach die Mittel.“

 

Gelpe/Strombach: Paul Roth (5), Marvin Scholz, Jan Höfer (je 4), Tom Bonfiglio (4/2), Maurice Ginczek (3), Philipe Ginczek, Julian Kolken, Lars Rostalski (je 1).

 

Bergneustadt: Thorben Schneider (4), Dennis Hermann, Michel Töpfer (je 3), Marcel Neese, Lukas Flick (je 2), Nils Meier (2/2), Marco Rubel, Nils Welke (je 1).

 

[Lukas Leidig wird von Nümbrechts Defensive gestoppt.]

 

HSV Troisdorf – CVJM Oberwiehl II 21:15 (13:3).

 

Katastrophale 22 Anfangsminuten sorgten für die zweite Oberwiehler Saisonniederlage. „Troisdorf musste bis zur Pause eigentlich nichts machen außer Gegenstöße zu laufen. Unser Offensivspiel war einfach nur schlecht“, ärgerte sich CVJM-Coach Carsten Mundhenk. 6:0 (7.) und 11:1 (22.) waren die Zwischenstände, die Gäste brauchten lange, um sich an den harzfreien Ball zu gewöhnen. Umso erstaunlicher, dass die Partie mit dem Seitenwechsel sogar kippte. Oberwiehl fand zunehmend besser ins Spiel und sendete beim 15:8 (41.) ein erstes Lebenszeichen, zumal auch Torhüter Frederik Noss den Gastgebern zunehmend den Zahn zog. „Insgesamt blieb die Fehlerquote aber einfach viel zu hoch“, notierte Mundhenk unter anderem drei ausgelassene Siebenmeter. Über 17:11 (55.) sollte der Troisdorfer Sieg nicht mehr in Gefahr geraten.

 

Oberwiehl: Julian Klein, Maurice Heuser (je 3), Marvin Klein, Jens Barf (je 2), Sean Bockhacker (2/1), Lennart Firelingsdorf, Christian Schüttenhelm, Torben Weisskopf (je 1).

 

Ergebnisse und Tabelle

BILDERGALERIE

KOMMENTARE

1

Klasse Leistung der HCGS! Verdienter Derbysieger. Seit langem nicht so ein gutes Derby gesehen.

Grüße aus Oberwiehl!

Peter , 06.09.2021, 15:37 Uhr
2

Bergneustadt muss dringend den Angriff verbessern. Abwehr und Torhüter waren sie deutlich besser als der HCGS. Aber geht ja alles nächstes Jahr nach Derschlag

HandbaLLOpa, 07.09.2021, 16:31 Uhr
3

HCGS war taktisch gut vorbereitet. Und bei so einer jungen Mannschaft. „Hut ab Herr Rodriguez!“ Grad in Hälfte eins hat die HCGS mit Bergneustadt „Katz und Maus“ gespielt! - bin jedoch gespannt, ob die jungen Spieler auch konstant sein können. Schönes Derby!

Sauerborn Chris, 08.09.2021, 16:51 Uhr
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