HANDBALL

Miro Schluroff rettet dem VfL noch einen Punkt

uk; 30.04.2026, 23:25 Uhr
Fotos: Thomas Wirczikowski ---- Miro Schluroff erzielte fünf Sekunden vor dem Ende den glücklichen Ausgleich für den VfL Gummersbach gegen FRISCH AUF! Göppingen.
HANDBALL

Miro Schluroff rettet dem VfL noch einen Punkt

  • 0
uk; 30.04.2026, 23:25 Uhr
Gummersbach - Nach deutlichem Pausenrückstand gelingt dem VfL Gummersbach in der zweiten Hälfte ein starkes Comeback – 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.

Von Uli Klein

 

VfL Gummersbach - Frisch Auf Göppingen 29:29 (12:19).

 

Der Rausch schien endgültig verflogen zu sein. Nachdem die Gummersbacher Handballer nach einer fulminanten Siegesserie von elf Siegen in Folge zuletzt beim Deutschen Meister, den Füchsen Berlin, erstmals wieder verloren hatten, drohte den Oberbergern am Donnerstagabend die zweite Nullnummer in Serie. Doch nach einem veritablen Sieben-Tore-Rückstand zur Pause (12:19) erinnerte man sich bei den Hausherren an das blauweiße Kämpfer-Gen, fightete mit Hingabe und schaffte tatsächlich noch den 29:29-Ausgleichstreffer.

 

WERBUNG

[Ludvig Hallbäck blieb gegen seinen Ex-Verein eher blass.]

 

Der war angesichts des Spielverlaufs wahrlich nicht zu erwarten, denn die Hausherren präsentierten sich gerade in Halbzeit eins über weite Strecken des Traditionsduells ungewohnt fahrig und fehlerhaft. In der Defensive bekam man keinen rechten Zugriff auf die Schwaben und vorne summierten sich technische Fehler, Fehlpässe sowie Fehlwürfe zu einer erheblichen Mängelliste.

 

Dabei hatte das Team von Coach Gudjon Valur Sigurdsson schon in der Anfangsphase unerwartete Schwierigkeiten mit FRISCH AUF!. Zudem zog sich VfL-Scharfschütze Miro Schluroff zeitig (8.) beim Stand von 2:4 eine Handverletzung zu, was die Gummersbacher zusätzlich verunsicherte. Die zuletzt so formstarken Göppinger nutzten dies geschickt und hatten ihr Polster nach einer einer Viertelstunde bis auf vier Treffer ausgebaut (5:9/16.).

 

Sigurdsson bat die Seinen in Folge zu einer ersten Teambesprechung, die jedoch zunächst ohne den gewünschten Effekt blieb. Hinzu kam, dass auch Ellidi Snaer Vidarsson in dieser Phase eine Blessur erlitt und in der Kabine behandelt werden musste. Die irritierten Hausherren waren nun mental angeknockt, hatten bereits ein halbes Dutzend leichte Fehler auf dem Negativkonto und sahen sich bald darauf mit einem 6:12-Zwischenstand konfrontiert, der sich zu einem 12:19-Halbzeitregebnis auswuchs.

 

[Ellidi Vidarsson musste nach einem Zusammenprall in der ersten Hälfte in der Kabine im Gesicht genäht werden.]

 

Allerdings mussten die Süddeutschen den zweiten Spielabschnitt in Unterzahl beginnen, weil ihnen mit der Pausensirene noch ein Wechselfehler unterlaufen war. Gummersbach setzte nun insbesondere auf Kompaktheit in der Defensive und konnte über die resolute Abwehrarbeit tatsächlich Tor um Tor verkürzen. Auch weil Keeper Dominik Kuzmanovic neben einem Schiller-Strafwurf noch weitere FA-Chancen vereitelte.

 

[Gummersbachs Defensive kam erst nach der Pause auf Betriebstemperatur.]

 

Göppingen wollte den sich abzeichnenden Gummersbacher Aufwärtstrend natürlich noch stoppen, doch der VfL-Express hatte inzwischen Fahrt angenommen. Neudeck konnte seine Farben zwar noch einmal mit vier Toren in die Vorhand bringen (18:22/45.), doch das viel zitierte Momentum war plötzlich futsch. Und weil auf Seiten der Oberbergischen Miro Schluroff trotz erlittener Fingerverletzung plötzlich zur gewohnten Abschlussstärke fand, gelang dem VfL nicht nur der Anschlusstreffer, sondern Sekunden vor Ladenschluss durch Schluroff - wem sonst? - sogar noch der 29:29-Ausgleich.

 

Gummersbach: Dominik Kuzmanović (7/1 Paraden), Bertram Obling (1 P); Ludvig Hallbäck (1), Kay Smits(1), Miro Schluroff (9), Ellidi Snaer Vidarsson (2), Milos Vujovic (8/7), Lukas Blohme, Mathis Häseler (2), Tilen Kodrin (2), Teitur Einarsson (2), Kentin Mahé (1), Kristjan Horzen (1), Stepan Zeman.

 

Göppingen: Sarveras (3 P), Buchele (4 P); Neudeck (2), ten Velde (3), Klöve (4), Goßner, Persson (6), Pregler, Schiller (2/2), Aström (1), Sunnefeldt (5), Lastro (1), Gislason, Newel (5), Hanne, Schmid.

 

Schiedsrichter

Konrad Gimmler/Jannick Rips (Magdeburg/Setendahl)

 

Strafminuten 2 - 10

 

Zuschauer 4.132 (ausverkauft)

 

BILDERGALERIE

KOMMENTARE

0 von 800 Zeichen
Jeder Nutzer dieser Kommentar-Funktion darf seine Meinung frei äußern, solange er niemanden beleidigt oder beschimpft. Sachlichkeit ist das Gebot. Wenn Sie auf Meinungen treffen, die Ihren Ansichten nicht entsprechen, sehen Sie von persönlichen Angriffen ab. Die Einstellung folgender Inhalte ist nicht zulässig: Inhalte, die vorsätzlich unsachlich oder unwahr sind, Urheberrechte oder sonstige Rechte Dritter verletzen oder verletzen könnten, pornographische, sittenwidrige oder sonstige anstößige Elemente sowie Beschimpfungen, Beleidigungen, die illegale und ethisch-moralisch problematische Inhalte enthalten, Jugendliche gefährden, beeinträchtigen oder nachhaltig schädigen könnten, strafbarer oder verleumderischer Art sind, verfassungsfeindlich oder extremistisch sind oder von verbotenen Gruppierungen stammen.
Links zu fremden Internetseiten werden nicht veröffentlicht. Die Verantwortung für die eingestellten Inhalte sowie mögliche Konsequenzen tragen die User bzw. deren gesetzliche Vertreter selbst. OA kann nicht für den Inhalt der jeweiligen Beiträge verantwortlich gemacht werden. Wir behalten uns vor, Beiträge zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen.
WERBUNG