HANDBALL
Trotz Köster-Schock: Gummersbach weiter unaufhaltsam
Gummersbach – Der VfL Gummersbach gewinnt sein Heimspiel gegen die HSG Wetzlar – 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.
Von Daniel Beer
Die Erfolgsserie des VfL Gummersbach geht weiter: In der zum 44. Mal hintereinander ausverkauften SCHWALBE arena bezwang die Mannschaft von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson die Kellerkinder aus Wetzlar deutlich und feierte den zehnten Sieg in Folge. Das hatte es zuletzt in der Saison 1977/78 gegeben. Bereits zur Halbzeit führten die Oberberger mit neun Toren Vorsprung und ließen auch im zweiten Durchgang nichts mehr anbrennen.
VfL Gummersbach – HSG Wetzlar 32:24 (17:8).
„Ich bin heute sehr glücklich und froh, wie wir das Spiel heute gewonnen haben“, sagte Sigurdsson und lobte vor allem die starke Deckung und die erneut sehr gute Torhüterleistung von Dominik Kuzmanović. Froh über den deutlichen Sieg war der VfL-Trainer auch deshalb, weil die Spielvorbereitung „abenteuerlich war“. Nach ein paar freien Tagen fehlten im Training plötzlich einige Spieler krankheitsbedingt.
Besonders bitter: Julian Köster stand aufgrund eines Meniskusrisses nicht zur Verfügung und wird am Montag operiert. Wie lange der Kapitän ausfallen wird, wollte Sigurdsson nicht mutmaßen. Miro Schluroff (Foto) ging gegen Ende des Spiels vorsorglich von der Platte: „Er hat etwas in der Schulter gespürt, aber ich glaube nicht, dass es etwas Schlimmeres ist“, so Sigurdsson.
Mit neun Toren war Winter-Neuzugang Ludvig Hallbäck bester Werfer beim VfL. Sigurdsson: „Er hat in den vergangenen beiden Spielen seine Qualitäten gezeigt.“ Einzig die zehn technischen Fehler seiner Mannschaft, davon die meisten in der zweiten Halbzeit, gefielen dem Isländer nicht.
Von der ersten Minute an ließen die Gummersbacher keinen Zweifel daran, dass auch das heutige Heimspiel ein erfolgreiches werden würde. Miro Schluroff und Kay Smits sorgten für die ersten beiden VfL-Tore. Nach acht Minuten hatten sich die Hausherren bereits einen 6:3-Vorsprung herausgespielt. Beim 9:4 Mitte der ersten Halbzeit nahm Wetzlars Trainer Rúnar Sigtryggsson die erste Auszeit.
[Die VfL-Fans hatten einen entspannten Handball-Abend.]
Kurz danach geriet die VfL-Offensive tatsächlich etwas ins Stocken. Zwischen der 15. und 22. Spielminute gelang nur ein Treffer. Allerdings konnten die Gäste nur wenig Kapital aus dieser Schwächephase ziehen, auch weil VfL-Keeper Dominik Kuzmanović einige starke Paraden zeigte. In der Schlussphase des ersten Durchgangs zogen die Blau-Weißen das Tempo wieder an und bauten den Vorsprung weiter aus. In die Pause ging es mit einem deutlichen 17:8.
In der zweiten Halbzeit kontrollierte Gummersbach das Tempo und konnte mit fortschreitender Spieldauer durchwechseln. Dennoch blieb es zu jeder Zeit ein souveräner Auftritt. Zwischenzeitlich führte die Mannschaft mit zehn Toren. Erst in den Schlussminuten konnten die Gäste noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, während auf den Rängen bereits der Heimsieg gefeiert wurde und der VfL spürbar ein paar Gänge zurückschaltete.
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[Mit der Abwehr- und Torhüterleistung war der VfL-Trainer besonders zufrieden.]
Gäste-Trainer Sigtryggsson resümierte: „Glückwunsch zum Sieg an den VfL Gummersbach. Wir wollten uns heute anders präsentieren. Wir wussten, dass Gummersbach einen sehr guten Lauf hat. Wir wollten verhindern, dass der VfL das Spiel früh entscheidet. Das ist uns nicht gelungen.“
Gummersbach: Kuzmanović (11 Paraden), Obling (2 Paraden); Hallbäck (9), Smits (6), Schluroff (5), Vidarsson (3), Vujovic (2/2), Blohme (2), Kodrin (1), Einarsson (1), Mahé (1), Horzen (1), Zeman (1).
Wetzlar: Palicka (9 Paraden); Mappes (5/3), Nafea (5), Cavor (3), Vistorop (2), Kirschner (2/1), Theiß (2), Akakpo. (2), Palicka (1), Ahouansou (1), Müller (1).
Schiedsrichter: Leon Bärmann/Nico Bärmann
Siebenmeter: 2/3 – 4/5 (Vujovic und Kirschner vergeben einmal)
Zeitstrafen: 4:10 (Vidarsson, Zeman – Schoch (2), Nafea (2), Simic)
Zuschauer: 4.132 (ausverkauft).
Spielfilm: 1. Hz 2:0, 5:2, 9:4, 10:6, 15:7, 17:8 2. Hz. 18:8, 21:11, 24:14, 27:19, 30:23, 32:24.
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