HANDBALL
Lockerer Gummersbacher Erfolg im Derby beim BHC
Gummersbach – Die VfL-Handballer landeten mit dem souveränen 39:30-Sieg beim Bergischen HC den neunten Sieg hintereinander – 'RPP – Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.
Von Uli Klein
Bergischer HC – VfL Gummersbach 30:39 (15:19)
VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson hatte mahnend den Zeigefinger gehoben, die Seinen an das magere Remis im Hinspiel erinnert und nachdrücklich vor dem bergischen Nachbarn gewarnt.
Doch dass der Bergische HC im Saisonverlauf deutlich an Stabilität und damit Qualität gewonnen hat, konnte der Tabellen-15. der deutschen Eliteliga am Donnerstagabend nicht wirklich nachweisen.
Vielmehr landeten die Gummersbacher Handballer mit dem souveränen 39:30-Sieg beim Bergischen HC den neunten Bundesligaerfolg hintereinander.
So richtig eng wurde es eigentlich nie für die mintfarbene Trikots gekleideten Gäste. Gerade fünf Minuten waren absolviert, da hatte der VfL bereits einen Drei-Treffer-Bonus (1:4) erwirtschaftet. Und das durchaus spektakulär. Julian Kösters Auftakttor nach 81 Sekunden erinnerte beispielsweise stark an den viel bestaunten Treffer von Mitspieler Miro Schluroff am vergangenen Wochenende gegen Hannover.
Der VfL-Kapitän traf präzise in den Knick und holte wenige Sekunden später einen Strafwurf für seine Farben heraus, den Vujovic zum 0:2 versenkte, und sollte auch in der Folge zum herausragenden Akteur seines Teams werden. Köster stand am Ende des Matches mit einer Bilanz von satten acht Feldtoren aus zehn Versuchen in den Statistiken.
Der VfL blieb auch anschließend auf Kurs und dominierte das Geschehen in der Anfangsviertelstunde ohne größere Scherereien: Das 7:11 (16.) war die logische Konsequenz.
Die hochmotiviert angetretenen Hausherren fingen sich erst nach gut 20 Minuten und profitierten dabei unter anderem vom Comeback des lange verletzten Elia Scholtes. Der Juniorennationalspieler brachte seine Mannschaft jedenfalls per Doppelschlag auf 13:16 (25.) heran.
Zu mehr reichte es für die Gastgeber allerdings nicht, weil VfL-Keeper Dominik Kuzmanovic erneut einen Premiumtag erwischt hatte und manch veritable Gelegenheit der Wuppertaler vereitelte.
Weitere Torerfolge des schwer bremsbaren Köster bedeuteten in Summe schließlich eine komfortable Vier-Tore-Führung (15:19) der Gäste beim Gang in die Halbzeitpause. Und die deutliche Überlegenheit der inzwischen neunmal in Serie siegreichen Gummersbacher sollte sich auch gleich nach Wiederanwurf fortsetzen.
Der VfL kontrollierte die Partie beinahe stresslos den Spielfilm und agierte insbesondere beim Abschluss wesentlich konsequenter und damit effektiver als die Wuppertaler. Beim 17:25 (27.) waren die Würfel auf jeden Fall längst zugunsten des Sigurdsson-Teams gefallen. BHC-Kreisläufer Seesing konnte den VfL zu Beginn des Schlussdrittels der Begegnung mit seinem 18:27 (42.) auch nur mäßig beeindrucken. Der Isländer nahm beim 24:31 (48.) eine letzte Auszeit. Seine Handballer spielten das denkbar einseitig verlaufene Derby aber auch ohne weitere taktische Anweisungen souverän zu Ende.
Als besonders verhaltensauffällig neben Köster präsentierte sich bei den Siegern der wuselige Neuzugang Ludvik Hallbäck, der stattliche sechs Tore aufs persönliche Erfolgskonto buchen konnte. Bemerkenswert auch, dass der in der jüngeren Vergangenheit kaum zum Einsatz gekommene Lukas Blohme sein Comeback feiern durfte und sich ebenfalls in die Torschützenliste eintrug.
BHC: Rudeck (5 Paraden), Diedrich (4 Paraden); Beyer (6/3), Scholtes (2), Becher, Hangstein, Babarskas, Kooij, Babak, Voss-Fels (5), Thiele, Morante Maldonado (7), Fuchs (2), Seesing (5), Steinhaus (3), Wasielewski.
VfL: Dominik Kuzmanovic (11 Paraden), Bertram Obling (2 Paraden); Ellidi Snaer Vidarsson (3), Tilen Kodrin, Milos Vujovic (8/6), Julian Köster (8), Lukas Blohme (1), Mathis Häseler, Teitur Einarsson (1), Miro Schluroff (4), Ludvik Hallbäck (6), Kentin Mahe, Kristjan Horzen, Tom Kiesler, Kay Smits (7), Stepan Zeman (1).
Schiedsrichter
Jannik Otto/Raphael Piper (Nienburg/Altenholz)
Zuschauer
7.000 (Mitsubishi-Electric-Halle, Düsseldorf)
Strafen
2:4 Minuten
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