HANDBALL

TVB und HSG taumeln der Kreisliga entgegen

pn; 01.03.2020, 21:00 Uhr
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TVB und HSG taumeln der Kreisliga entgegen

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pn; 01.03.2020, 21:00 Uhr
Oberberg – Die Luft wird für Bergneustadt und Marienheide/Müllenbach dünner – SSV II, CVJM II und HC II komplettieren oberbergisches Null-Punkte-Wochenende - Die Handball-Landesliga wird präsentiert von 'Opel Ley' (AKTUALISIERT).

TuS Niederpleis – HSG Marienheide/Müllenbach 25:23 (9:10).

 

Den nächsten Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt kassierte die HSG beim Abstiegskonkurrenten aus Niederpleis. Dabei war der Befreiungsschlag nach drei sieglosen Monaten eigentlich schon mit Händen greifbar: Zwölf Minuten vor dem Ende führte die Mannschaft von Pasqualino Gallina beim 16:20 mit vier Toren, brachte aber das Kunststück fertig, diesen Vorsprung noch zu verspielen. „Wir sind völlig in Hektik verfallen, hatten unnötige Ballverluste und haben uns schlechte Würfe genommen“, fasste der HSG-Coach das Dilemma zusammen. Statt aber zumindest einen Punkt noch über die Ziellinie zu retten, erlaubten die Oberberger den Gastgebern nicht nur den 22:22-Ausgleich (56.), sondern mit passiver Deckungsarbeit sogar noch die Wende.

 

„Diese Niederlage müssen wir uns selbst ankreiden“, meinte Gallina nach der Partie. Denn bereits in der Anfangsphase hatte sein Team viele Chancen liegen lassen, hätte zur Pause eigentlich bereits deutlich führen können. „Wir sind in vielen Phasen leider zu grün hinter den Ohren“, so der Coach weiter, der im Abstiegskampf trotz der Niederlage und dem Abrutschen auf den vorletzten Platz die Flinte aber nicht ins Korn werfen will: „Es sind immer noch viele Punkte zu vergeben, auch wenn die Situation natürlich nicht einfacher wird.“

 

Marienheide/Müllenbach: Johannes Theunissen (8), Oliver Schuldt (6), Philipe Ginczek (4/1), Lutz Lichtinghagen (2), Jan-Hendik van Münster, Maurice Ginczek, Amaru Butenberg (je 1).

 

 

HSG Geislar-Oberkassel – TV Bergneustadt 29:21 (18:11).

 

Frustriert kehrten Bergneustadts Handballer von ihrer Reise aus Bonn zurück. Nach der Niederlage bei der ebenfalls abstiegsgefährdeten HSG Geislar-Oberkassel steht der Mannschaft von Tobias Uding das Wasser weiter bis zum Hals. „Wir waren tatsächlich chancenlos. Es ist atemberaubend, was wir an Chancen liegen lassen“, grübelte der TVB-Coach auch lange nach dem Abpfiff noch über die Chancenverwertung seiner Mannschaft. „Geislars Trainer hat leider recht, wenn er nach der Partie sagt, dass wir noch zwei Stunden spielen hätten können und trotzdem nichts geholt hätten. Diese Realitäten müssen wir anerkennen“, so Uding weiter. Bergneustadt fehlt momentan schlicht die Qualität, um vom Ligaverbleib träumen zu dürfen.

 

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Nach einer Viertelstunde hatten die Gäste bereits sieben klarste Chancen liegen lassen und waren mit 6:12 im Rückstand, mussten fortan außerdem auf Stephan Kakuschki mit Wadenproblemen verzichten. Mit Axel Pohnke, den es beruflich von Nettelstedt nach Bergneustadt gezogen hat, hatte man zwar einen soliden Ersatz, aber auch der Kreisläufer konnte nicht verhindern, dass der Sieg der Hausherren über 21:14 (41.) und 26:17 (52.) zu keinem Zeitpunkt in Gefahr geriet.  „Wir sollten aufhören, auf die Tabelle zu gucken und uns mit irgendwelchen Szenarien zu beschäftigen, wann es noch reichen könnte. Wir brauchen zunächst einmal endlich wieder ein Erfolgserlebnis, aber dafür müssen wir auch die nötige Leidenschaft zeigen“, so Uding abschließend.

 

Bergneustadt: Axel Pohnke (6), Holger Magdzack (4), Nils Meier (3/1), Marcel Neese, Philip Losch, Stephan Kakuschki (je 2), Philip Sauer, Jürgen Baltres (je 1).

 

 

Polizei SV Köln – SSV Nümbrecht II 35:26 (18:11).

 

Nichts zu holen gab es für Nümbrechts Reserve beim Tabellenführer aus der Kölner Domstadt. SSV-Trainer Manuel Seinsche erkannte die Überlegenheit der Hausherren neidlos an: „Man muss realistisch bleiben. Der Aufstieg wird diese Saison nur über Polizei Köln gehen.“ Ärgern wollte man den Spitzenreiter trotzdem möglichst lange – über 24 Minuten gelang es den Gästen auch. Bis zum 13:11 (24.) ging der taktische Plan noch vollkommen auf, anschließend bestraften die Gastgeber mit ihrem gefürchteten Run and Gun Spiel aber jeden der vielen Nümbrechter Fehler.

 

„Mit der Phase bis zur Pause war ich auch nicht wirklich einverstanden, aber man muss auch sehen, dass Köln das wirklich abgeklärt macht“, so Seinsche weiter. Trotz des Halbzeitrückstandes gaben sich die Gäste zwar nicht auf, Köln ließ aber auch nichts mehr anbrennen. Über 24:16 (40.) und 31:23 (53.) blieb der SSV-Rückstand stets konstant. „Gegen so ein starkes Team zu spielen, macht trotzdem Spaß, auch wenn wir Grenzen aufgezeigt bekommen haben“, meinte Seinsche.

 

Nümbrecht: Markus Schwemke (7/3), Marcel Miebach (5), Lucas Söntgerath, Lucas Witthaut (je 4), Benedikt Opitz, Torben Lang, Joel Bourbones (je 2).

 

 

HC Gelpe/Strombach II – TV Palmersheim 33:37 (16:19).

 

„Meine Mannschaft hatte heute eine Immunität zu Deckungsarbeit“, war HC-Coach Eduard Debnar nach der Niederlage gegen Aufsteiger Palmersheim alles andere als gut zu sprechen auf sein Team, „ich werde ein paar Tage benötigen, diesen Auftritt zu verdauen.“ Denn mit Unterstützungen aus dem Oberligakader hatten sich die abstiegsbedrohten Oberberger durchaus etwas gegen den Tabellendritten ausgerechnet, liefen aber von Anfang an über 3:6 (10.) einem Rückstand hinterher. Die einzige gute Phase hatte Gelpe/Strombach nachdem der Palmersheimer Stephan Sodies (20.) nach einer kleinen Rempler im Gegenstoß disqualifiziert wurde (Debnar: „Das war eine zu harte Entscheidung.“) und sich TVP-Trainer Peter Trimborn derart echauffierte, dass die Schiedsrichter eine weitere Zeitstrafe aussprachen.

 

Nur 100 Sekunden später wurde zudem Gästekeeper Nico Trimborn nach einem Foul im Gegenstoß zum Duschen geschickt. Da Palmersheim ohne zweiten Torhüter angereist war, musste fortan ein Feldspieler zwischen die Pfosten. Gelpe/Strombach machte aus einem 10:11-Rückstand zwar eine 14:12-Führung (24.), schlief defensiv anschließend aber munter weiter. „Ich habe mich gefühlt wie im falschen Film. Ich konnte mein Team über 60 Minuten nie überzeugen, dass eine gute Deckung unsere Basis sein muss“, so Debnar. Über 21:26 (40.) und 25:31 (50.) geriet der Erfolg der Euskirchener nie in Gefahr. „Das waren heute zwei verlorene Punkte“, ärgerte sich der HC-Coach.

 

Gelpe/Strombach: Nico Blech (12), Ole-Gunnar Steinhagen (8), Julian Kolken (5), Lukas Altjohann (5/4), Timo Biesenbach, Michiel Lochtenbergh, Marco Köster (je 1).

 

 

TuS Königsdorf – CVJM Oberwiehl II 31:22 (16:11).

 

Ohne Punkte kehrte Oberwiehls Reserve aus Königsdorf ins Oberbergische zurück. Das Spiel beim Tabellenvierten hatte CVJM-Coach Carsten Mundhenk bereits im Vorfeld als „Bonusspiel“ eingestuft, am Ende ärgerte eer sich dennoch über eine unnötig hohe Packung. „Aber wenn man solch einen Tag wie wir erwischt, kann das passieren“, urteilte der frühere Torhüter. Dabei hatte die Partie noch verheißungsvoll begonnen. Zwei schnelle Treffer von Daniel Rischikov und Johannes Schneevogt sorgten für eine frühe 2:0-Führung. Anschließend bissen sich die Oberberger aber immer wieder an der variablen und aggressiven TuS-Deckung die Zähne aus. Über 7:4 (11.) und 11:10 (24.) blieb Oberwiehl dank einiger Paraden von Jannis Schoger zunächst aber noch in der Partie.

 

Anschließend übernahm das Team von Franziskus Bleck mit seiner emotionalen Spielweise aber die Kontrolle und bestrafte die vielen CVJM-Fehler gnadenlos mit Gegenstößen. „Unsere Fehlerquote war schlicht zu hoch“, meinte Mundhenk – vor allem die vielen freien Chancen entnervten den Coach. Besserung trat auch nach dem Seitenwechsel nicht ein: Zwar erzielten die Gäste erneut zwei schnelle Treffer zum 17:13 (32.) und hatten sogar die Chance noch weiter zu verkürzen, die Gastgeber machten aber weiter weniger Fehler und ließ sich auch von der roten Karte gegen Ole Romberg beim 24:19 (49.) nicht aus der Bahn werfen - da halfen auch die vielen Paraden des eingewechselten Philip Gläser nichts. „Man muss Königdorf auch einfach Respekt zollen. Das war bislang die stärkste Teamleistung, die ich diese Saison gesehen habe“, so Mundhenk.

 

Oberwiehl: Daniel Rischikov (8/1), Phil Nückel, Dominik Krieg (je 3), Patrik Latzke, Lars Arenz, Jan Jäckel, Johannes Schneevogt (je 2).

 

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