HANDBALL
Auswärtssieg: VfL zeigt starke Reaktion in Mannheim
Gummersbach – Der VfL Gummersbach gewinnt bei den Rhein-Neckar Löwen – 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.
Die Handballer des VfL Gummersbach haben die richtige Reaktion auf die Heimniederlage zum Auftakt gezeigt. In der Mannheimer SAP-Arena schlug die Mannschaft von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson am Abend in einer umkämpften Partie die Rhein-Neckar Löwen. Neben Torhüter Bertram Obling, der in der ersten Halbzeit und in den entscheidenden Momenten der zweiten Halbzeit zur Stelle war, zeigte vor allem Toptalent Nikola Roganovic eine starke Reaktion auf sein unglückliches Debüt am vergangenen Sonntag. Mit neun Toren war der Schwede gemeinsam mit Miro Schluroff bester Werfer des Spiels.
Rhein-Neckar Löwen – VfL Gummersbach 26:31 (12:14).
Für die Gummersbacher war es erst der dritte Auswärtserfolg in der Bundesliga bei den Rhein-Neckar Löwen, die ihrerseits jetzt mit zwei Niederlagen dastehen. „Die ersten Punkte tun richtig gut“, freute sich Obling nach Spielschluss am DYN-Mikrofon und lobte seine Vordermänner: „Die Jungs haben heute eine Bombenabwehr gestellt.“
Der VfL ging erneut ohne die verletzten Teitur Einarsson und Alex Dujshebaev ins Spiel und musste kurzfristig auch noch auf Tom Kiesler verzichten, der sich im Training eine Knieverletzung zuzog (OA berichtete).
Nach munterem Beginn und den ersten beiden VfL-Toren durch Kay Smits und Roganovic übernahmen zunächst die Hausherren das Kommando. Beim Spielstand von 7:5 nach 15 Minuten nahm Sigurdsson die erste Auszeit und forderte mehr Zweikampfhärte von seiner Mannschaft.
Dies beherzigten die VfL-Spieler und attackierten die Löwen fortan deutlich robuster. Nach dem Geschmack der Heimfans zu robust. Die beiden Schiedsrichter wurden folglich mit einem Pfeifkonzert in die Halbzeitpause verabschiedet, denn Gummersbach hatte das Spiel zwischenzeitlich gedreht und ging mit einer Zwei-Tore-Führung in die Kabine. Danach hatte es zunächst nicht ausgesehen.
Nach dem Seitenwechsel legte Smits direkt das 12:15 für seine Mannschaft nach. Bei den Hausherren kam Ex-VfLer Kentin Mahé, der mit nur zwei Toren aber blass blieb. Gummersbach verteidigte die Führung und setzte nach vorne immer wieder Nadelstiche, dennoch blieb es insgesamt knapp. In die Schlussviertelstunde ging es mit 20:22 für die Oberberger.
Beim 22:23-Anschlusstor der Löwen keimte neue Hoffnung beim Großteil der Zuschauer auf den Rängen auf – auch weil kurz darauf VfL-Kapitän Ellidi Vidarsson nach Ansicht der Videobilder die Rote Karte für einen Ellenbogentreffer sah.
Obling, der in der zweiten Halbzeit nicht ganz an die gute Leistung des ersten Durchgangs anknüpfen konnte, parierte aber den anschließenden Siebenmeter und hielt so die Zwei-Tore-Führung fest.
Mit schwindender Spielzeit mussten die Gastgeber mehr riskieren. Gummersbach wusste dies für sich zu nutzen und spielte am Ende noch einen relativ deutlichen Auswärtserfolg mit fünf Toren Vorsprung heraus.
„Der Sieg gibt uns Selbstvertrauen“, sagte Kay Smits. „Nach der guten Leistung im ersten Spiel wollten wir nicht mit vier Minuspunkten in die Saison starten. Die zwei Punkte waren wichtig für die Tabelle und für das gute Gefühl bei uns.“
Weiter geht es für den VfL Gummersbach am kommenden Samstag um 20 Uhr in der heimischen SCHWALBE arena gegen die MT Melsungen.
Gummersbach: Obling (14 Paraden, 1 Tor); Roganovic (9), Schluroff (9), Smits (5), Horzen (4), Vidarsson (1), Blohme (1), Hallbäck(1).
Spielfilm: 1. Hz 0:2, 2:3, 4:3, 5:5, 8:5, 10:8, 11:11, 12:14 2. Hz. 12:15, 14:17, 17:20, 22:23, 26:31.
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