HANDBALL

Torreicher Jahresausklang in Derschlag

pn; 15.12.2019, 01:15 Uhr
Fotos: Josef Zarbl.
HANDBALL

Torreicher Jahresausklang in Derschlag

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pn; 15.12.2019, 01:15 Uhr
Oberberg - Während der TuS ein Schützenfest feiert, muss sich Nümbrecht mit einem Remis begnügen - HCGS rumpelt zum Sieg - Die Handball-Oberliga wird präsentiert von ‚Sportsbar Lutter‘.

TuS Derschlag – BTB Aachen II 36:21 (18:8).

 

[Axel Sierau musste nur selten hinter sich greifen.]

 

Eigentlich hätten die Schiedsrichter die Partie bereits nach zwölf Minuten abpfeifen können. Nils Welke vollstreckte humorlos zum 9:0, eine jederzeit einseitige Partie war frühzeitig entschieden. Da störte es Ralph Weinheimer auch nicht, dass sein Team anschließend zwei Gänge zurückschaltete und sich einige Unkonzentriertheiten erlaubte. „Die Jungs haben das trotzdem bis zur letzten Minute seriös herunter gespielt“, meinte der TuS-Coach. Die restlichen 48 Minuten mussten nun einmal noch ausgetragen werden. Über 12:5 (19.) und 25:12 (39.) kontrollierten die Gastgeber Ball und Gegner in jeder Phase des Spiels. Einziger Aufreger des Duells blieb sechs Minuten vor dem Abpfiff die Rote Karte gegen Gästetrainer Zbigniew Krzyskow.

„Man muss ehrlich sein - das war der richtige Gegner, zum richtigen Zeitpunkt, aber auch die richtige Reaktion auf unsere zwei schwierigen Wochen“, so Weinheimer, der zur Winterpause auf eine bislang mehr als gelungene Hinrunde zurückblickt. „Hätte man mir zum Ende der Vorbereitung gesagt, dass wir im Dezember im DHB-Amateurpokal stehen und 15:7 Punkte haben, hätte ich das niemals geglaubt“, hatte beim TuS-Team ohnehin nie jemand mit dem Aufstieg kokettiert. Für das kommende Jahr hat der Tabellenfünfte aber auch wieder ehrgeizige Ziele: „Wir wollen oben dran bleiben und den einen oder anderen ärgern.“

 

Derschlag: Norman Krause (7/4), Nils Welke, Paul Borisch (je 5), Mario Weissner, Michael Romanov (je 4), Thorben Schneider, Matias Cabrales (je 3), Yuri Pishchukhin, Timo Bay (je 2), Philipp Krefting (1).

 

[Norman Krause verwandelte sämtliche Siebenmeter.]

 

SSV Nümbrecht – HC Weiden II 27:27 (14:12).

 

In der Beurteilung, ob es nun ein gewonnener oder ein verlorener Punkt war, kamen Dirk Heppe und seine Mannschaft nicht auf denselben Nenner. Während das SSV-Team enttäuscht in die Kabine schlich, konnte sich der Trainer durchaus mit dem Remis anfreunden: „Wenn der Gegner, den letzten Wurf hat, darf man wohl von einem gewonnenen Punkt sprechen.“ Die Wahrheit dürfte in der Mitte liegen, denn Nümbrecht haderte – wie schon in Birkesdorf – mit der Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse. 20 Fehlwürfe, dazu zwei ausgelassene Siebenmeter sorgten dafür, dass der Aufsteiger nicht ganz unverdient einen Punkt entführte. Die Hausherren legten zwar zum 5:1 (11.) vor, verpassten es aber, die Partie frühzeitig in ruhige Gewässer zu bringen.

 

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Die Gäste kämpften sich zurück, hatten mit ihren beiden Kreisläufer-Hünen zudem zwei Spieler, welche die SSV-Defensive nie in den Griff bekam. „Dazu haperte es auch an unserem Rückzugsverhalten“, nervten Heppe die schnellen Mitten der Weidener. Beim 15:16 (37.) ging das Havers-Team erstmals in Führung, fortan entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Führung mehrfach wechselte. „Spielerisch waren wir nach der Pause besser, aber der Ertrag stimmte nicht“, so Heppe weiter. Die letzten 25 Sekunden gehörten den Gästen – der letzte Freiwurf verendete aber im SSV-Block. In Nümbrecht freut man sich nun auf die anstehende Winterpause. „Viele Spieler sind körperlich derzeit am Limit und uns fehlt ein wenig die Frische und Unbekümmertheit der ersten Spieltage“, hofft Heppe, dass sein Team über die Feiertage ein wenig regenerieren kann.

 

Nümbrecht: Dominik Donath, Simon Schanz, Jannik Lang (je 5), Marius Euteneuer (3), Johannes Urbach (3/1), Jan Kaminski (2), Jens Frey (2/1), Nils Schwabroh (1), Sebastian Deilmann (1/1).

 

 

TK Nippes – HC Gelpe/Strombach 19:24 (8:14).

 

Sicherlich, die Pflichtaufgabe beim sieglosen Tabellenschlusslicht hat der HC Gelpe/Strombach erledigt, wirklich zufrieden reisten die Oberberger allerdings nicht aus der Kölner Domstadt ab. „Wir haben unseren eigenen Anspruch zur Pause in der Kabine liegen lassen“, taten Michiel Lochtenbergh die Zuschauer nach dem Seitenwechsel fast schon ein wenig leid. Man durfte fast meinen, die HC-Spieler hätten sich bereits 30 Minuten zu früh in die Winterpause verabschiedet. In Gefahr geriet der Auswärtssieg zwar zu keiner Zeit, die zahlreichen liegen gelassenen Chancen seiner Spieler wurmten Lochtenbergh aber trotzdem.

 

 

Dabei hatte die Partie vielversprechend begonnen. Ohne die geschonten Lukas Bader und Christopher Suhr benötigten die Gäste bis zum 4:4 (10.) zwar ein wenig Anlaufzeit, gegen technisch limitierte Hausherren spulten die Oberberger ihr Programm anschließend aber souverän herunter. Der Niederländer nutzte die Partie, um viel zu wechseln und den Spielern aus der zweiten Reihe viel Spielzeit zu geben. Über 13:20 (40.) und 16:23 (50.) plätscherte das Spiel ereignisarm dem Abpfiff entgegen. „Am Ende sind es zwar auch nur zwei Punkte, aber wir haben es verpasst, ein wenig für unser Torverhältnis zu tun“, so Lochtenbergh, der mit seinem Team zumindest bis Sonntagmittag die Tabellenspitze übernommen hat.

 

Gelpe/Strombach: Julian Mayer (8/2), Ole-Gunnar Steinhagen (5), Sebastian Panske (4), Florian Panske (3), Marco Köster, Robin John (je 2).

 

Ergebnisse und Tabelle

 

 

 

 

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