Gummersbach – Nach dem Abschied von Ilja Schattner hat der HC Gelpe/Strombach einen neuen Trainer für seine Oberliga-Reserve gefunden.
Er hat bereits Zweitligisten und Drittligisten sowie kurzzeitig mit Bayer Leverkusen auch einen Frauen-Bundesligisten trainiert. Nun übernimmt Khalid Khan (60) die Oberliga-Handballer des HC Gelpe/Strombach. Der Verein präsentiert den Handball-Fachmann knapp drei Wochen nach dem Saisonende als Nachfolger von Ilja Schattner. „Er ist ein exzellenter Trainer und wir erhoffen uns von ihm, dass er die vorhandenen Konzepte weiterentwickelt, sodass die Mannschaft auch kommende Saison in der Oberliga bestehen kann“, sagt HC-Handballchef Hartmut Markeli.
Khan (Foto: HC Gelpe/Strombach/ Thomas Wirczikowski) ist bereits seit drei Jahren im Verein als Trainer der A-Jugend sowie als Jugendkoordinator tätig und soll nun einen Umbruch beim letztjährigen Aufsteiger einleiten. Konkret soll er die nachrückenden Talente aus der A-Jugend einbauen. „Das wird keine ganz einfache Aufgabe, weil er die Mannschaft durch mehrere Abgänge neu konzipieren muss. Wenn die Mannschaft das annimmt, wird sie sich entwickeln und das Zeug haben, die Liga erneut zu halten. Davon sind wir überzeugt“, so Markeli weiter.
Schon während der Saison verlor die HC-Reserve mit Felix Soldanski, Tobias Müller und Paul Roth drei Leistungsträger an das Regionalliga-Team. Trotz einer daraus resultierenden schwachen Rückrunde wurde der Klassenerhalt vorzeitig geschafft. Im Sommer werden auch Lasse Jürges und Moritz Banaschewitz in den Kader der ersten Mannschaft aufrücken. Ole Windhorst (Longericher SC II) und Marvin Röttel (HBD Löwen Oberberg) haben den Verein verlassen und auch die Ginczek-Brüder werden kommende Saison nicht mehr zur Verfügung stehen.
A-Lizenzinhaber Khan will auf die bisher geleistete Arbeit aufbauen und U19-Team und Oberliga-Reserve miteinander koppeln. Die A-Jugend verpasste vergangenes Wochenende unglücklich den Sprung auf die Verbandsebene, trotzdem ist Khan vom Talent seiner Spieler absolut überzeugt: „Ich würde diesen Job nicht annehmen, wenn ich nicht wüsste, dass die Jungs das großteils packen können. Vom Talent her ist die Mannschaft sehr interessant.“
Viele Spieler gehören zum jüngeren Jahrgang, weshalb sie im athletischen Bereich noch Nachholbedarf haben werden. „Wir werden in der Hinrunde sicherlich Lehrgeld zahlen“, weiß Khan um die Schwierigkeit der Aufgabe. In den kommenden Wochen will er viele Gespräche führen, besonders auch mit den arrivierten Spielern, „die als Korsettstangen wichtig sein werden“, sagt er. Die erste Phase der Vorbereitung soll in 14 Tagen starten. Erst nach der Kennenlernphase will er gemeinsam mit dem Team eine taktische Idee entwickeln. Bis zum Saisonstart am 19. September sind es dreieinhalb Monate. „Wir werden nur als Einheit eine Chance haben. Das wird eine extreme Herausforderung für mich und die Mannschaft, aber ich mag es in der Außenseiterposition zu sein. Ich glaube, dass die jungen Spieler von der anderen Dynamik, Athletik und Energie enorm profitieren werden“, so Khan
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