HANDBALL
Nationaltorhüter David Späth begeistert Handballjugend
Wipperfürth - Rund 400 Zuschauer erlebten in der Voss-Arena echtes Nationalmannschafts-Feeling.
Rund 400 Zuschauer sorgten am Freitagabend in der Voss-Arena für echtes Nationalmannschafts-Flair: Beim "Meet & Greet" mit Handball-Nationaltorhüter David Späth war die Halle fest in der Hand der Handballjugend des SV Wipperfürth und vielen weiteren Gästen. Organisiert wurde der Abend von der Geschäftsstelle der Deutsche Vermögensberatung (DVAG) in Kooperation mit der Jugendabteilung des SV Wipperfürth.
[Mit einem offenen Lächeln richtete sich der Nationaltorhüter an die Gäste und besonders an die zahlreichen Nachwuchshandballer in den ersten Reihen.]
Initiator Torsten Moritz, DVAG-Geschäftsstellenleiter in Radevormwald und seit vielen Jahren Jugendtrainer beim SVW, hatte damit Wort gehalten: „Wir holen das Handball-Nationalteam-Feeling nach Wipperfürth.“ Und dieses Gefühl war spürbar. Zahlreiche Nachwuchshandballer erschienen im Vereinstrikot, saßen in den ersten Reihen und klebten förmlich an den Lippen des 23-jährigen Keepers, der mit seinen zwei Metern Körpergröße und Schuhgröße 50 nicht nur körperlich Eindruck hinterließ. Durch den Abend führte Dirk Hartmann, Hallensprecher des VfL Gummersbach, der immer wieder gezielt den Bezug zur Region und vor allem zur Jugend herstellte.
Späth, Torhüter beim Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen, spannte im Interview den Bogen von seinen Anfängen in der Jugend über den frühen Wechsel ins Nachwuchsleistungszentrum bis hin zu seinem schweren Kreuzbandriss. Offen sprach er über die lange Reha-Phase und auch über mentale Tiefpunkte, die ihn in dieser Zeit begleiteten. „Ich war früher selbst auf der anderen Seite und habe mich gefreut, meinen Vorbildern Fragen zu stellen“, sagte Späth im Gespräch vor Beginn der Veranstaltung. „Deswegen ist es für mich eine Ehre, heute hier zu sein und zu sehen, wie sich die Kids freuen.“
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[Moderator Dirk Hartmann geht ins Publikum und gibt einer Jugendspielerin das Mikrofon für ihre Frage an David Späth.]
Der Standort Oberberg spielte dabei eine besondere Rolle. Schließlich gilt die Region mit dem VfL Gummersbach als „Heimat des Handballs“. Gleich mehrere Nationalspieler stehen aktuell beim Bundesligisten unter Vertrag, darunter Julian Köster, Miro Schluroff, Mathis Häseler und Tom Kiesler. Man kenne und schätze sich aus der Nationalmannschaft, berichtete Späth. „Mit Julian, Miro, Mathis oder Tom habe ich viele Erinnerungen gesammelt. Wenn ich hierherkomme, verbinde ich das immer mit Handball – und ich liebe Handball.“ Auch wenn er in seiner Jugend nie gegen Gummersbach gespielt habe, freue er sich jedes Mal über die besondere Atmosphäre in der Region.
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[Torsten Moritz (li.) richtet das Wort an die Gäste in der Voss-Arena – ein besonderer Abend für die Handballjugend des SVW.]
Im Mittelpunkt des Abends stand jedoch klar die Jugend. Moderator Hartmann erinnerte daran, dass auch Späth „noch gar nicht so lange her“ selbst in einer Jugendmannschaft gespielt habe. Und genau hier setzte Torsten Moritz an. Für ihn sei es „unglaublich“, eine solche Persönlichkeit in Wipperfürth begrüßen zu dürfen. Noch wichtiger aber: „Ich finde es total klasse, wie viele Kinder sich hier eingefunden haben, um sich das anzuschauen und etwas fürs Leben mitzunehmen.“ Werte wie Teamgeist, Disziplin und das Weitergeben von Erfahrungen an die nächste Generation seien zentrale Bausteine der SVW-Jugendarbeit. Aktuell sei man gut aufgestellt und spüre im Verein eine deutliche Aufbruchsstimmung.
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[David Späth mittendrin statt nur dabei: Geduldig schreibt der Nationaltorhüter Autogramme und posiert mit den Jugendlichen für zahlreiche Selfies.]
Dass der Funke übersprang, zeigte sich besonders in der Fragerunde. Die jungen Handballer durften selbst zum Mikrofon greifen – und bewiesen dabei Mut und Humor. Ob nach gebrochenen Nasen („Zum Glück noch nie“), dem größten Lachflash oder der beliebtesten Person in der Nationalmannschaft – Späth antwortete offen und nahbar. Auf die Frage nach seinem Lieblingsmitspieler nannte er unter anderem Juri Knorr und Justus Fischer, betonte aber zugleich den starken Zusammenhalt im gesamten Team. Und als er schließlich seine Schuhgröße verriet, sorgte die „50“ für staunende und lachende Gesichter bis in die hintersten Reihen.
Zum Abschluss nahm sich der Nationalkeeper viel Zeit für Autogramme, Fotos und Selfies. Geduldig schrieb er auf Trikots, Bälle und Autogrammkarten – und erfüllte damit viele kleine Handballträume. So wurde der Abend in der Voss-Arena weit mehr als nur ein Interviewtermin.

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