HANDBALL

Nümbrecht gerät unter die Räder

bv; 07.10.2019, 15:15 Uhr
HANDBALL

Nümbrecht gerät unter die Räder

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bv; 07.10.2019, 15:15 Uhr
Oberberg - SSV führte zur Halbzeit noch, agiert danach aber ohne Einstellung und viel zu fehlerhaft - Gelpe/Strombach II mit schwachen zehn Minuten und deshalb ohne Punkte (AKTUALISIERT).

HV Erftstadt - SSV Nümbrecht 32:21 (10:11).

 

Wäre die Partie nach 30 Minuten abgepfiffen worden, hätte SSV-Trainerin Martina Duckart einen vergnüglichen Abend genießen können und hätte ihre Mannschaft zwar für keine überragende, aber eine solide Leistung beglückwünscht. Doch die zweite Halbzeit im Spiel beim HV Erftstadt verdarb der früheren Spielerin und heutigen sportlich Verantwortlichen mächtig die Laune. "Ich habe erst mal einige Stunden gebraucht, um das zu verdauen." Wie von allen guten Geistern verlassen agierte ihr Team und ging beim sicherlich nicht überragenden Gastgeber am Ende mit 32:21 unter.

 

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Dabei hatte es bis zur Pause eigentlich ganz gut für den SSV ausgesehen. Zwar zogen die Gastgeberinnen bis auf 9:6 (14.) davon, aber Nümbrecht fand immer wieder Lücken und lag zur Halbzeit sogar mit 10:11 vorne. Sabrina Kirchhoff erhöhte nach dem Wechsel sogar auf 10:12. Doch zeigte sich rasch, dass die Pause dem SSV alles andere als gut bekommen war. Plötzlich geriet das SSV-Spiel vorne wie hinten außer Rand und Band. Technische Fehler (am Ende waren es 20), unnötige Würfe, zu langsames Abwehrverhalten und das Fehlen jeglicher Körpersprache kamen zusammen, sodass sich Erftstadt auf 25:15 (48.) absetzte. Am Ende bezog Nümbrecht eine empfindliche Klatsche. "Wir haben einfach aufgehört Handball zu spielen. Natürlich kann man hier verlieren, aber die Art und Weise gefällt mir überhaupt nicht", war Duckart angesäuert. In der spielfreien Zeit gelte es jetzt, an Automatismen zu arbeiten und mehr Konstanz in Angriffs und Abwehr zu bekommen. Ausnehmen von ihrer Kritik wollte Duckart nur die beiden Torhüterinnen Nadine Fischer und Iva Skarica. "Ohne die beiden hätten wir noch wesentlich höher verloren", so Duckart.

 

Nümbrecht: Annalena Bauer (6/2), Julia Alefelder (6/3), Sabrina Kirchhoff (5), Sabrina Heinrichs (2/1), Franziska Weisskopf, Sandra Fischer (je 1)

 

 

HC Gelpe/Strombach – Polizei SV Köln 25:27 (15:14).

 

Und wöchentlich grüßt das Murmeltier. Erneut zeigte das Team von Trainer Daniel Rodriguez über weite Strecken eine ansehnliche Partie, hatte aber einen Einbruch zu verzeichnen und stand am Ende wieder ohne Punkte da. Zwar gab es Lob des Gegners, aber das nervt den Coach zusehends. „Dafür können wir uns nichts kaufen, was zählt, sind Punkte“, so Rodriguez, der vornehmlich in der ersten Hälfte eine gute Vorstellung seiner Mannschaft sah. Nach rund acht Minuten führten die Gastgeberinnen mit 5:3, fielen dann aber in ein kleines Loch und mussten vier Tore der Gäste in Serie hinnehmen. Aber der HC blieb wach und kam in der 27. Minute zum zwischenzeitlichen 14:12. Mit einem knappen Vorsprung wurden die Seiten gewechselt. Bis zum 16:16 (38.) blieben die Rodriguez-Schützlinge im Spiel, danach musste man abreißen lassen. In den folgenden zehn Minuten entschied Köln die Partie, zog auf 18:25 davon. Zum Ende hin verkürzte der HC noch auf 25:27, zu mehr reichte es nicht mehr.

 

„Kämpferisch kann ich meinem Team keinen Vorwurf machen und unsere Abwehr ist zuverlässig, aber gerade nach der Pause bekommen wir regelmäßig die Flatter und verlieren den roten Faden“, ärgerte sich Rodriguez, der zudem eine allenfalls mäßige Torhüterleistung gesehen hatte.

 

HC II: Carina Hilger (6/5), Lisa Bürstinghaus, Louisa Wegner, Katalin Kleinhofer (je 4), Lena Steuck (3), Leonie Hardt, Meike Domnick, Jessica Färber, Carolin Blank (je 1)

 

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