HANDBALL

Lochtenbergh-Team übernimmt Tabellenspitze

pn; 09.02.2020, 05:50 Uhr
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Lochtenbergh-Team übernimmt Tabellenspitze

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pn; 09.02.2020, 05:50 Uhr
Oberberg - Nümbrecht kassiert überraschende Heimniederlage - Derschlag gibt sich beim Ligaschlusslicht keine Blöße - Die Handball-Oberliga wird präsentiert von ‚Sportsbar Lutter‘.

SSV Nümbrecht – MTV Köln 23:24 (11:11).

 

Eine unnötige Niederlage kassierten Nümbrechts Handballer gegen MTV Köln. Unter der Woche hatte Dirk Heppe bereits geahnt, dass sein Team gegen den Tabellenneunten Probleme bekommen könnte – er sollte Recht behalten. „Unsere Chancenverwertung war der Knackpunkt“, haderte der SSV-Coach. Die Domstädter überraschten den SSV zwar zunächst mit einer 4:2-Deckung, anstatt der erwarteten 3:2:1-Variante, trotzdem kamen die Gastgeber immer wieder zu guten Gelegenheiten. Allerdings scheiterten die Oberberger reihenweise am gegnerischen Keeper, verpassten es so immer wieder, das Spiel zu drehen. Defensiv konnte Heppe seinem Team dagegen kaum Vorwürfe machen. Jan Sonka verdiente sich im Innenblock Bestnoten.

 

Über 2:5 (10.) und 6:9 (21.)  lief Nümbrecht trotzdem lange einem Rückstand hinterher. Zum Knackpunkt wurde die 32. Minute, in der Tobias Mlynczak nach einem Gerangel von den Unparteiischen frühzeitig mit der roten Karte zum Duschen geschickt wurde. Aus Heppes Sicht eine strittige Entscheidung. „Wir haben uns aber auch zu lange damit beschäftigt“, lief sein Team plötzlich einem 12:18-Rückstand (41.) hinterher. Obwohl der SSV weiter Chancen für zwei Spiele liegen ließ, startete nach einer Deckungsumstellung die Aufholjagd zum 20:21 (55.), in den Schlussminuten wurde der Ausgleich aber gleich zwei weitere Male verpasst. „Am Ende ist es dann ein Ergebnissport und Köln hat verdient gewonnen“, so Heppe.

 

Nümbrecht: Simon Schanz (5), Johannes Urbach, Jannik Lang, Dominik Donath (je 3), Jens Frey (3/3), Tobias Mlynczak (2), Marcel Samel (2/2), Jan Sonka, Nils Schwabroh (je 1).

 

TK Nippes – TuS Derschlag 29:32 (16:22).

 

Ob es an der schnellen 3:0-Führung (3.) lag? Derschlags Handballer erledigten ihre Pflichtaufgabe beim punktlosen Tabellenschlusslicht zwar letztlich souverän, spielerischen Glanz versprühten die Oberberger dabei allerdings keineswegs. Bis zum 12:14 (16.) verzichteten beide Teams auf Defensivarbeit. „Wir haben uns von der allgemeinen Hektik in der Halle anstecken lassen“, meinte Weinheimer, dessen Team die Partie über 16:20 (25.) aber allmählich in den Griff bekam. Nippes blieb mit seinen wechselnden Deckungsformationen aber auch nach dem Seitenwechsel ein unangenehmer Gegner, während die Gäste früh in den Verwaltungsmodus schalteten.

 

„Wir haben die Partie ein wenig austrudeln lassen, ohne aber dabei in Gefahr zu geraten“, so der TuS-Coach weiter. Nippes verkürzte über 20:24 (38.), 22:29 (46.) und 25:29 (49.) mehrfach, die Gäste ließen aber nichts anbrennen. „Das ist eine Mannschaft, die niemals aufsteckt und alles ausprobiert. Das hat schon Pulheim vor zwei Wochen zu spüren bekommen“, war Weinheimer froh, am Ende die zwei Punkte im Gepäck zu haben. Für kommende Woche fordert er aber eine Leistungssteigerung ein: „Nach Langenfeld wollen wir im DHB-Amateurpokal mit einem guten Gefühl fahren und dafür ist es wichtig, gegen Opladen in einen Flow zu kommen.“

 

Derschlag: Norman Krause (10/5), Michael Romanov, Mario Weissner, Nils Welke (je 5), Thorben Schneider (4), Philipp Krefting (2), Timo Bay (1).

 

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HC Gelpe/Strombach – HC Weiden II 34:24 (15:12).

 

Klarer Heimsieg, Tabellenführung übernommen: Man sollte meinen, es war ein gelungenes Wochenende für den HC Gelpe/Strombach. Doch Trainer Michiel Lochtenbergh grantelte nach dem Abpfiff: „Bis auf die letzte Viertelstunde war das alles, nur nicht wirklich souverän.“ Angestachelt vom Pulheimer Patzer am Freitagabend in Refrath gingen die Oberberger zwar schnell mit 5:2 (8.) in Führung, streuten aber gerade defensiv immer wieder Fehler ein. Auch vor dem gegnerischen Gehäuse fehlte es an der letzten Präzision. „Ich weiß nicht, wie viele 100-prozentige Chancen wir liegen lassen haben“, so Lochtenbergh.

 

Besserung trat auch nach dem Seitenwechsel zunächst nicht ein. Gegen Weidens lang vorgetragene Angriffe erlaubten sich die HC-Spieler bis zum 23:19 (44.) immer wieder Konzentrationsmängel. „Die Jungs meinten 80 Prozent reichen aus“, probierte es der niederländische Coach nun mit einer neuen Formation – mit Erfolg. Während bei den Gästen die Kräfte nachließen, konnten sich die Hausherren einmal mehr auf ihren tiefen Kader verlassen. „Zwei, drei gute Abwehraktionen haben gereicht, um uns abzusetzen“, so Lochtenbergh, der den Finger trotzdem in die Wunde legte.

 

„Auch wenn es sich seltsam anhört, wenn man die Tabellenspitze übernommen hat, aber über diese Leistung werden wir reden müssen.“ Beim Showdown kommende Woche in Pulheim müsse sich sein Team dringend steigern: "Wenn wir dort nächste Woche genauso auftreten, werden wir nichts holen." Die momentane Tabellenführung will er derweil nicht überbewerten, denn die ist nichts wert. Am Ende der Saison wird abgerechnet."

 

Gelpe/Strombach: Lukas Bader (11), Sean Borgard (8), Julian Mayer (8/3), Ole-Gunnar Steinhagen, Fynn Schürmann, Florian Panske (je 2), Tim Hilger (1).

 

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