HANDBALL

Lochtenbergh moniert viele kleine Fehler

pn; 22.09.2019, 18:07 Uhr
HANDBALL

Lochtenbergh moniert viele kleine Fehler

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pn; 22.09.2019, 18:07 Uhr
Oberberg – HCGS verschenkt einen Punkt – Nümbrecht feiert souveränen Heimsieg – Derschlag mit perfektem Saisonstart – Die Handball-Oberliga wird präsentiert von ‚Sportsbar Lutter‘.

SSV Nümbrecht – Longericher SC II 32:24 (15:10).

 

Mit viel Nervosität gingen Nümbrechts Handballer in ihr erstes Heimspiel. Nach der Auftaktniederlage in Derschlag wollte die Mannschaft von Dirk Heppe einen klassischen Fehlstart in die Saison unbedingt vermeiden. „Man merkte den Jungs diesen Druck in der Anfangsviertelstunde auch an“, sah Trainer Dirk Heppe eine zähe und nervöse Anfangsviertelstunde, „keiner wollte einen Fehler machen.“ Doch davon machten die Hausherren genügend. 3:1 hieß es nach acht Minuten, „aber eigentlich müssten wir zu diesem Zeitpunkt bereits mit 6:1 führen“, monierte Heppe liegen gelassen Gegenstöße. Doch mit zunehmender Spieldauer wich die Nervosität einer gewissen Sicherheit durch den knappen Vorsprung, auch weil der früher aus dem Urlaub zurückgekehrte Jens Frey nach einer Viertelstunde eingewechselt wurde.

 

„Auch ohne Training hat man sofort gemerkt, wie wichtig er für uns ist“, urteilte der SSV-Coach über seinen Abwehrchef. In der Halbzeitpause forderte Heppe trotzdem mehr Mut von seinem Team ein, das der Aufforderung auch unmittelbar nachkam. Beim 20:12 (37.) hatte Nümbrecht sein sportliches Statement gesetzt und dominierte die Partie bis in die Schlussphase. „Als wir unsere Handbremse gelockert hatten, sah das nach richtig gutem Handball aus“, meinte Heppe, der hofft, dass das Erfolgserlebnis den Druck der nächsten Wochen nimmt. Ein Sonderlob verdiente sich noch Neuzugang Simon Schanz, der die offensive ausgerichtete Deckungsvariante der Gäste schwindlig spielte: „Er hat gezeigt, warum wir ihn im Sommer unbedingt holen wollten.“

 

Nümbrecht: Simon Schanz (7), Johannes Urbach (7/1), Jens Frey (5), Patrick Martel, Dominik Donath (je 3), Marcel Samel (3/1), Marius Euteneuer, Jan Kaminski, Dag Dissmann, Nils Schwabroh (je 1).

 

 

 

HC Gelpe/Strombach – TV Birkesdorf 28:28 (15:14).

 

Angefressen war HC-Coach Michiel Lochtenbergh nach dem Remis gegen den TV Birkesdorf. „Spielerisch ist die Mannschaft eigentlich schon weiter, heute hat sie aber gezeigt, dass Handball auch Einstellungssache ist“, analysierte der Niederländer. Akribisch hatte er sein Team auf den Gegner vorbereitet, doch bereits in den ersten Angriffen machten seine Spieler stets das Gegenteil von dem, was sie eigentlich tun sollten. 2:5 (4.) hieß es nach wenigen Minuten, ehe Lochtenbergh erstmals mit einer Auszeit intervenierte. Dem Rückstand lief die Spielgemeinschaft trotzdem lange hinterher, erst zwei Minuten vor der Pause ging der HCGS beim 14:13 erstmals in Führung.

 

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Nach dem Seitenwechsel zogen die Hausherren aber allmählich ihr Spiel auf und ließen sich dabei auch nicht von der Verletzung von Lukas Bader aus der Bahn werfen. „Da haben wir dann gezeigt, dass es auch anders geht“, meinte Lochtenbergh. Doch die Oberberger belohnten sich nicht für ihre gute Abwehrarbeit, sondern luden Birkesdorf mit einfachsten Fehlern im Aufbauspiel immer wieder ein, im Spiel zu bleiben. Über 18:16 (35.), 21:21 (41.) und 24:24 (51.) sorgte ein Hattrick von Julian Mayer zum 27:24 (53.) zwar für die vermeintliche Vorentscheidung, in den Schlussminuten agierten die Hausherren aber viel zu kopflos und kassierten noch den Ausgleich. „So ein Ergebnis passiert, wenn meine Jungs meinen, dass 70 oder 80 Prozent bereits ausreichend sind“, ärgerte sich der Ex-Profi über einen unnötigen Punktverlust.

 

Gelpe/Strombach: Julian Mayer (8/1), Lukas Bader (7), Tim Hilger, Florian Panske (je 4), Christopher Suhr (2), Marko Köster, Sean Borgard, Ole-Gunnar Steinhagen (je 1).

 

 

TSV Bayer Dormagen II – TuS Derschlag 28:30 (16:15).

 

„Hätte mir während des BSP-Cups jemand gesagt, dass wir mit 4:0 Punkten in die Saison starten, hätte ich ihn wahrscheinlich für verrückt erklärt“, meinte TuS-Coach Ralph Weinheimer nach dem Auswärtscoup in Dormagen. Bei den hochgehandelten Hausherren hatte Derschlag zunächst eine Überraschung im Gepäck: Unter der Woche hatte der Verein den Russen Yuri Pishukhin verpflichtet (siehe Extra-Bericht). Aber auch mit dem Neuzugang entwickelte sich zunächst ein zerfahrenes Duell. Die Gäste hatten enorme Probleme mit dem hohen Dormagener Tempo, jeder technische Fehler wurde sofort mit einem Gegenstoß bestraft. „Das war weit von der Mentalität entfernt, die wir uns eigentlich vorgenommen hatten“, meinte Weinheimer.

 

Auch das Überzahlspiel des TuS war viel zu fahrig, wurde mit 0:2 und 1:3 jeweils verloren. Gelang es den Oberbergern allerdings den Gegner ins Positionsspiel zu zwingen, konnten sie ihre Stärken ausspielen. Nach dem Seitenwechsel sorgte dann Torhüter Axel Sierau fast im Alleingang dafür, dass sich die Gästedefensive deutlich steigerte. „Da waren ein paar richtig wichtige Bälle bei“, so Weinheimer, der als Knackpunkt aber die 52. Minute sah. TSV-Akteur Ben Youssef quittierte seine zweite Zeitstrafe mit Meckern und wurde von den Schiedsrichtern mit einer weiteren Strafe belegt. Die vierminütige Überzahl ließ sich Derschlag dann auch nicht entgehen und zog zum 26:30 davon. „Wir sind gerade auf einer kleinen Erfolgswelle, die wir jetzt weiterreiten wollen, um uns oben vielleicht ein wenig festzusetzen“, lobte Weinheimer noch den starken Rechtsaußen Mario Weissner.

 

Derschlag: Norman Krause (7/2), Thorben Schneider (6), Mario Weissner (5), Yuri Pishukhin, Michael Romanov (je 4), Philipp Krefting, Nils Welke (je 2).

 

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