HANDBALL
Legendenspiel: Nümbrechts Altstars gewinnen dank einem „Eigentor-Spion“
Nümbrecht – Große Saisoneröffnung bei Nümbrechts Handballern – 2.300 Euro werden für den guten Zweck gesammelt – Verein stellt neues Sozialprojekt vor.
Von Peter Notbohm
Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr war es nur logisch, dass die Handballer des SSV Nümbrecht auch in diesem Sommer die neue Saison mit einem großen Tag des Handballs einläuten wollen. Am Samstag hatte der Verein ab 11:30 Uhr in die GWN-Arena eingeladen, um dort mit mehreren Einlagespielen alle Jugend- und Seniorenteams für die anstehende Saison vorzustellen. Highlight des Tages war das „Legendenspiel“ zwischen der aktuellen Oberligamannschaft und einem Team aus Nümbrechter Altstars.
Aus Sicht von Nümbrechts neuem Handballchef Mario Jatzke war es erneut ein „rundum gelungener Tag des Handballs“. Knapp 300 Zuschauer strömten über den gesamten Tag verteilt in die Halle. Die meisten natürlich zum Highlight-Spiel am frühen Abend, bei dem der Spaß klar im Vordergrund stand. „Das war für Manchen vielleicht auch besser. Zweimal 30 Minuten Handball war doch nicht mehr jeder gewohnt“, sagt Jatzke, der sich vor allem über die große Resonanz bei den oberbergischen „Legenden“ freute.
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[Viele oberbergische Handball-Altstars sorgten beim Legendenspiel für beste Handball-Unterhaltung.]
Dass dabei nicht immer alles ganz den Handballregeln entsprach, gehört zu solch einem Event quasi dazu. So lief „Altstar“ David Debus plötzlich im Trikot des aktuellen Oberligateams auf, glänzte dabei aber vor allem durch Eigentore. Gewonnen haben am Ende die Legenden. „Aber nur, weil das Kampfgericht auf unserer Seite stand und wahrscheinlich manches Tor doppelt gezählt hat“, schmunzelt Jatzke.
Aber auch das Rahmenprogramm stimmte. Für die Nachwuchshandballer gab es einen Verkaufsstand von Sportsbar Lutter, an dem Bälle und Schuhe zu preiswerten Konditionen angeboten wurden. Beliebt war bei der Jugend auch die Tombola, bei der es Trikots des VfL Gummersbach, des TuS Ferndorf und des SSV Nümbrecht zu gewinnen gab.
Eingebettet in die Saisoneröffnung war außerdem erneut ein guter Zweck. Aufbauend auf einen Social-Media-Trend, bei dem Handballteams auf Mannschaftstour um Spenden für Bierrunden geworben haben, drehten die SSV-Handballer den Spieß um. „Ihr Bier konnten die Jungs auch selbst finanzieren. Stattdessen haben wir noch am Flughafen für Spenden für einen wohltätigen Zweck aufgerufen“, erzählt Jatzke. Insgesamt 2.302,04 Euro kamen auf diesem Weg zusammen. Den Spendenscheck für „Hilfe für Nick & Co.- Helfende Hände Oberberg“ durfte Bettina Hühn von der Ursula-Barth-Stiftung in Empfang nehmen.
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Vorgestellt wurde außerdem das neue Sozialprojekt des SSV Nümbrecht in Zusammenarbeit mit der Wiehler Firma Kampf, mit dem man künftig noch mehr dafür tun will, um junge Menschen bei den Themen Schule, Sport und Beruf zu fördern. „Das Projekt spielt in drei wichtige Bereiche. Wir wollen Schüler besser machen, Sport ermöglichen und den Übergang ins Berufsleben erleichtern“, sagt Heinrich Thorwesten vom Personalwesen der Firma Kampf. Die SSV-Handballer haben auf dem Gebiet bereits vergangene Saison erste Erfahrungen gesammelt. Gemeinsam mit einem weiteren Sponsor, der Azubischule Smigaj, wurde ein Jugendspieler im Mathe-Abitur unterstützt.
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