HANDBALL

Löwen haben Meisterschaft nicht mehr in der eigenen Hand

pn; 12.01.2026, 14:00 Uhr
HANDBALL

Löwen haben Meisterschaft nicht mehr in der eigenen Hand

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pn; 12.01.2026, 14:00 Uhr
Oberberg - Im Topspiel der weiblichen U19-Regionalliga müssen die Löwen der dünnen Bank Tribut zollen - Gummersbachs Akademieteams starten mit Niederlagen ins neue Jahr - Weibliche U15 des HC Gelpe/Strombach überzeugt trotz kleinem Kaders.

Regionalliga männliche B-Jugend

 

JSG Handball Köln II – VfL Gummersbach II 29:21 (14:9).

 

Mit einer Niederlage sind die U17 II-Handballer des VfL Gummersbach in die Rückrunde gestartet. Das Ligaschlusslicht unterlag beim Reserveteam der JSG Handball Köln mit 21:29. Dabei waren die Oberberger gut aus den Startlöchern gekommen. Dank einer fulminanten Anfangsphase lagen die Gäste nach nicht einmal drei Minuten mit 4:2 in Führung. Nach einer Zeitstrafe kam allerdings Sand ins Getriebe, sodass VfL-Coach Joao Palma beim 8:6 (15.) für die Domstädter erstmals zur grünen Karte griff. Den Lauf der Hausherren konnte er damit allerdings nur bedingt stoppen, zur Pause führte Köln bereits mit 14:9.

 

Wir haben einige Tore liegen lassen, weil wir unsere Angriffe nicht gut ausgespielt haben“, so der VfL-Trainer. Die Gummersbacher steigerten sich nach dem Seitenwechsel offensiv zwar wieder, hatten nun aber mit defensiven Schwächen zu kämpfen. Beim 21:12 (36.) war die Vorentscheidung gefallen. „Insgesamt hat das Spiel trotzdem einige gute Erkenntnisse gebracht. Wir müssen weiter arbeiten und hart trainieren“, so Palma.

 

Gummersbach II: Elias Hötte (5), Fabian Mands (4), Anton Wiese, Kulius Leuenberg, Ruben Viebahn (je 3), Alessio Gallina, Maximilian Feer, Eduard-Alexandru Georgsecu (je 1).

 

 

HBD Löwen Oberberg – Interaktiv.Handball Düsseldorf/Ratingen 23:26 (12:14).

 

Ein Déjà-vu hatte Löwen-Trainer Anthony Hudak-Domokos zum Rückrundenauftakt gegen die Spielgemeinschaft aus Düsseldorf und Ratingen. Das Match nahm einen ähnlichen Verlauf wie das Hinspiel. Die Löwen verschliefen die Startphase völlig, schlossen mehrfach vollkommen überhastet ab und liefen schnell einem 0:5-Rückstand (9.) hinterher. „Die Anfangsminuten haben Nerven gekostet“, so Hudak-Domokos, dessen Team nun aber allmählich ins Spiel fand und sich trotz der Oberschenkelverletzung von Magnus Berscheid nach 23 Minuten bis zur Pause auf 12:14 herankämpfte.

 

Und auch nach dem Seitenwechsel agierten die Gastgeber auf Augenhöhe. Beim 19:19 (35.) fiel erstmals der Ausgleich, kurz darauf brachte Jonas Woggon die Löwen beim 22:21 (42.) sogar in Führung. Vor allem der notgedrungen umgestellte Innenblock mit Sverre Jürges und Dustin Rinscheid arbeitete stark. Das Problem blieb aber die Offensive, die nur auf eine Wurfquote von 52 Prozent kam und nun zwei entscheidende Chancen liegen ließ: Nach einem Gegenstoß auch noch einen Siebenmeter. Die Gäste nutzen das, um zum 22:25 (48.) zu kontern und beide Punkte zu entführen. Hudak-Domokos, der sich auch über das Comeback von Giulien Brogno nach Kreuzbandverletzung freute, blickt trotzdem optimistisch auf die nächsten Spiele: „Wir müssen unsere Fehler abstellen, dann wird das was.“

 

HBD Löwen: Sverre Jürges (7/2), Magnus Berscheid (6), Julien Rinscheid (5), Jonas Woggon (2), Giulien Brogno, Dustin Rinscheid, Louis Möller (je 1).

 

Ergebnisse und Tabelle

 

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Regionalliga männliche C-Jugend

 

Bonner JSG – VfL Gummersbach 34:24 (17:12).

 

Mit einer Niederlage sind die U15-Akademiehandballer des VfL Gummersbach ins neue Jahr gestartet. Bei der Bonner JSG kassierte die Mannschaft von Jörg Bohrmann eine 24:34-Abreibung. Der VfL-Coach war angesichts der Umstände trotzdem nicht unzufrieden. Gummersbach musste wegen Verletzungen und Klassenfahrten auf einige Spieler verzichten. „Die Jungs haben jederzeit gekämpft, Bonn war am Ende aber zu übermächtig“, kommentierte Bohrmann die 50 Minuten. Bis zum 9:8 (13.) blieben die Gäste noch in Schlagdistanz, anschließend setzte sich der Tabellendritte peu à peu über 13:9 (16.) bis zum 17:12-Pausenstand ab.

 

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig. Gummersbach hatte gute Phasen, die Bonner konnten ihre Qualitäten aber immer wieder ausspielen und bauten den Vorsprung beim 26:16 (35.) erstmals zweistellig aus. Über 33:20 (47.) gelang den Oberbergern in den Schlussminuten zumindest noch ein wenig Ergebniskorrektur. „Wir haben zu leichte Fehler gemacht, um ein besseres Ergebnis für uns zu gestalten. Trotzdem lässt sich auf die guten Phasen aufbauen. Wenn alle wieder da sind, hoffe ich noch einige Spiele für uns gestalten zu können“, meinte Bohrmann, der mit seinem Team weiter auf dem vorletzten Platz liegt.

 

Gummersbach: Kimon Anthimou (4/3), Mian Pennekamp, Erik Tebyl, Toni Franz, Alessandro Ricken (je 3), Dian Cerimagic, Max Möller, Maurice Kört (je 2), Louis Ederer, Ben Kopp (je 1).

 

Ergebnisse und Tabelle

 

 

Regionalliga weibliche A-Jugend

 

TV Borken – HSG Marienheide/Müllenbach 31:32 (14:20).

 

Keinen einfachen Start hatten die U19-Handballerinnen der HSG Marienheide/Müllenbach ins neue Jahr. Hinter dem Team von Michael Debus lag eine schwierige Trainingswoche: Neben drei Ausfällen war einige Spielerinnen krankheitsbedingt eingeschränkt. Dazu war die eigene Halle unter der Woche wegen Sturmtief Elly gesperrt und ein geregeltes Training somit kaum möglich. Ins Spiel fanden die Oberbergerinnen beim TV Borken dann aber überraschend gut und dominierten die erste Hälfte über 4:8 (13.), 9:11 (20.) und 9:15 (23.) überraschend deutlich.

 

[Foto: privat.]

 

Die Minuten nach dem Wiederanpfiff verschliefen die Gäste dann allerdings: Angetrieben von ihren Fans kamen die Borkenerinnen zum 21:21-Ausgleich (36.). Nach einer Auszeit fanden sich die Oberbergerinnen aber wieder, blieben trotz des 21:25 (44.) aber weiter zu fehlbehaftet, sodass die Gastgeberinnen bis in die Schlussphase auf Schlagdistanz blieben. Nach der dritten Zeitstrafe gegen Mia Klose (58.) wurde es in den Schlussminuten nach dem 27:31 sogar noch einmal knapp. Borken nutzte eine weitere HSG-Zeitstrafe mit einer offenen Manndeckung zum 30:31-Anschlusstreffer 30 Sekunden vor Schluss. Hanna Ruhe sorgte schließlich aber für die Entscheidung.

 

„Unterm Strich können wir unter diesen Voraussetzungen erleichtert und zufrieden sein: Ein eingeschränkter Kader, kaum Training, dazu sechs Zeitstrafen und eine Disqualifikation – und trotzdem ein verdienter Arbeitssieg vom gesamten Team", so Debus, dem 30 Fehler allerdings deutlich zu viel waren.  Erfreulich aus HSG-Sicht: Enya Breier hat ihre Schulterverletzung auskuriert.

 

Marienheide/Müllenbach: Emily Hebekus (7/1), Elodie Hilbring, Hanna Ruhe, Enya Breier (je 5), Mia Klose (4), Tiara Siemerkus, Mira Lyn Nieborowski, Marie Weingärtner (je 2).

 

 

TV Aldekerk – HBD Löwen Oberberg 28:25 (13:10).

 

Im Spitzenspiel der weiblichen U19 Regionalliga Nordrhein unterlagen die HBD Löwen dem TV Aldekerk mit 25:28 (10:13) und konnten damit nicht an den klaren 31:19-Hinspielerfolg anknüpfen. Die Oberbergerinnen mussten erneut den vielen Ausfällen Tribut zollen, sodass die Niederlage nicht ganz unerwartet kam: Neben Mia Schneider und Renée Donner (langzeitverletzt), Melis Tokac (private Gründe), Nele Jakob (Karriereende) und Amelie Probst (krank) gingen mit Lina Kuxdorf (Innenbandverletzung), Line Berscheid (Knieverletzung) und Sophie Selter (Erkältung) drei weitere Spielerinnen nur angeschlagen in die Partie.

 

Trotzdem gelang ein Blitzstart zum 0:3 (4.). Aldekerk fiel gegen die starke Löwen-Abwehr bis zur 9. Minute nichts ein.  Doch auch die Löwen ließen ihre Chancen liegen und machten zu viele technische Fehler, sodass die Gastgeberinnen zum 4:4-Ausgleich (15.) kamen und eine Überzahlphase vor der Pause zum 10:7 (26.) nutzten. Deutlich torreicher wurde es nach der Pause: Binnen fünf Minuten fielen zehn Tore. Aldekerk erhöhte zum 19:14 (35.) und bei den Löwen machte sich die angespannte Personalsituation bemerkbar.

 

Zwar kämpften die Gäste aufopferungsvoll, Aldekerk hatte aber stets die besseren Antworten und zog in doppelte Überzahl auf 24:17 (46.) davon. Mehr als Ergebniskosmetik gelang den Löwen in der Schlussphase mit dem siebten Feldspieler nicht mehr. „Es ist schade, dass wir ausgerechnet in diesem entscheidenden Spiel bei unserer aktuell ohnehin dünnen Personaldecke zusätzlich auf zwei weitere Stammspielerinnen verzichten mussten und auch noch weitere drei Spielerinnen angeschlagen waren. Unter dem Strich hat Aldekerk somit verdient gewonnen. Besonders weh tut, dass wir nun aus eigener Kraft die Tabellenspitze nicht mehr erobern können, es sei denn Aldekerk patzt und wir halten uns schadlos“, so Löwen-Coach Achim Eckstein.

 

HBD Löwen: Lina Kuxdorf (10/2), Jessy Kuxdorf, Sophie Angermann (je 4), Sophie Selter (3), Maren Adrian, Line Berscheid, Emma Brand, Trishika Ketheeswarathas (je 1).

 

 

Die Partie HC Gelpe/Strombach – Bonner JSG wurde von den Gästen wegen der Wetterwarnungen rund um den Wintersturm „Elli“ kurzfristig abgesagt. Sie soll am 11. Februar (19:30 Uhr) nachgeholt werden.

 

Ergebnisse und Tabelle

 

 

Regionalliga weibliche C-Jugend

 

HC Gelpe/Strombach - Bonner JSG 25:22 (14:8).

 

Perfekter Start in die Rückrunde für die U15-Handballerinnen des HC Gelpe/Strombach. Das Team von Anja Kuba besiegte die Bonner JSG mit 25:22. Das Hinspiel hatten die Oberbergerinnen noch klar mit 26:31 gegen den Tabellenvierten verloren. Kein Wunder, dass Kuba begeistert war vom Auftritt ihres Teams: „Trotz des wenigen Trainings und einem kleinen Kader haben die Mädels das richtig gut gemacht und ein tolles Spiel gezeigt.“ Bis zum 7:7 (15.) entwickelte sich zunächst ein Spiel auf Augenhöhe. Nach einer HC-Auszeit gelang den Gastgeberinnen dann aber ein fulminanter 5:0-Lauf, der zur 14:8-Pausenführung führte.

 

[Foto: privat.]

 

„Wir waren konzentriert, haben keine Fehler gemacht und waren auch in der Abwehr total präsent“, lobte Kuba ihre Spielerinnen. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Tempo hoch, mit zunehmender Dauer schlichen sich aber auf beiden Seiten Fehler ein. Bei Bonn waren es weniger, sodass beim 19:17 (39.) die HC-Führung wackelte. Tore von Pauline Krüger und Jana Weimann sorgten aber für entspannte Mienen bei den Oberbergerinnen, die den Vorsprung über 23:18 (45.) und 24:21 (47.) schließlich nach Hause brachten. Kuba sprach anschließend von einer starken Mannschaftsleistung: „Die Mädels haben richtig Lust gehabt, zu zeigen, was sie können.“ Gelpe/Strombach klettert durch den Sieg mit 8:12 Punkten auf Rang sechs der Regionalliga.

 

Gelpe/Strombach: Hannah Gumprecht (7), Leonie Köhler (6), Jana Weimann (4), Pauline Krüger (3), Elly Kuba (3/1), Ida Hellmann, Lola Murfuni (je 1).

 

Ergebnisse und Tabelle

 

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