HANDBALL
Nümbrecht hat den Abstiegskampf angenommen - Gelpe/Strombach siegt nach furioser Schlussphase
Oberberg – Der SSV Nümbrecht feiert wichtige Punkte im Abstiegskampf – Der HC Gelpe/Strombach besiegt Aldekerks Zweitvertretung im Sonntagabendspiel (AKTUALISIERT).
Von Thomas Giesen
VT Kempen – SSV Nümbrecht 24:33 (14:14).
Die Nümbrechterinnen haben einen wichtigen Erfolg auf dem Weg zu Regionalligaklassenerhalt gefeiert. Gegen den punktlosen Tabellenletzten gelang ein souveräner Sieg. „Das Ergebnis spiegelt nicht den gesamten Spielverlauf wider. Vor allem die erste Halbzeit war super knapp und hart umkämpft“, trat Nümbrechts Trainerin Martina Duckart ein wenig auf die Euphoriebremse. Im ersten Durchgang taten sich die Gäste nämlich schwer mit dem geduldigen Spielaufbau der Gastgeberinnen. „Sie haben sehr lange Angriffe gespielt und irgendwann hat immer eine meiner Spielerinnen nicht mehr mitgemacht und es taten sich Lücken auf, die die Kempenerinnen dann gut genutzt haben“, schilderte Duckart die Problematik.
„Im Angriff haben wir viel zu wenig Tempo gemacht. Man hatte das Gefühl, dass wir immer mit angezogener Handbremse unterwegs waren“, erklärte sie, dass es nicht nur in der Abwehr hakte. Die erste Hälfte blieb bis zum Schluss ausgeglichen, lediglich einmal schafften es die Niederrheinerinnen, sich auf zwei Tore abzusetzen (8:6, 12.), wurden aber schnell wieder eingefangen und es ging unentschieden in die Pause. Dort redete Duckart ihrem Team noch einmal ins Gewissen. „Wir haben angesprochen, dass das Abstiegskampf ist. Das ist Wille. Man muss immer präsent sein und darf sich nicht verstecken“, berichtete sie von der Halbzeitansprache. Die Nümbrechterinnen kamen wie verwandelt aus der Kabine. Plötzlich packte man konsequenter in der Abwehr zu und zog das Tempospiel konsequent durch.
In Minute 36 mit 17:16 vorne, setzte sich der SSV auf 22:16 (39.) und später auf 25:17 (45.) ab und man war frühzeitig auf die Siegerstraße eingebogen. In der Crunchtime führte der Gast zwischenzeitlich sogar mit elf Toren. „Das war für den Gegner nicht einfach, wenn man fast die ganze erste Halbzeit geführt hat. Für Kempen war das ein mentaler Knacks“, meinte Duckart, die schwer erleichtert war, die Hürde genommen zu haben. „Für uns ist es absolut wichtig gewesen, zu sehen, dass wir da sind. Wir konnten uns endlich mal vom drittletzten Tabellenplatz verabschieden. Ich bin sehr zufrieden mit meinen Mädels. Gerade die zweite Halbzeit hat gezeigt, dass wir als Kollektiv sehr gut funktionieren, eine gute Abwehr hinstellen und vorne leichte Tore machen können. Alle haben gezeigt, dass sie den Abstiegskampf angenommen haben. Wenn wir so weiterspielen, wie in der zweiten Halbzeit, dann können wir optimistisch sein, dass unser Unternehmen Nichtabstieg auch gelingt.“
SSV Nümbrecht: Elena Seiffarth (10), Lara Schmalenbach (7), Laura Harscheid (6/6), Sabrina Kirchhoff (5), Pia Kirchner (3), Maren Büker, Sandra Fischer (je 1).
TV Aldekerk II – HC Gelpe/Strombach 31:36 (15:14).
Dank einer furiosen Schlussphase feiern die Gelpe/Strombacherinnen im Sonntagabendspiel zwei Auswärtspunkte. „Ich bin sehr froh, dass wir die Punkte mitnehmen konnten. Das war ein sehr wichtiger Auswärtssieg für uns. Das Spiel war bis in die Schlussphase eng. Keine Mannschaft konnte sich absetzen. Womit ich sehr zufrieden bin ist, dass wir in der engen Schlussphase die Nerven behalten haben, cool geblieben sind und damit nicht unverdient gewonnen haben. Das ist auch eine Qualität“, war HC-Trainer David Hoffmann insgesamt zufrieden.
Im ersten Durchgang schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts und es ging mit einer knappen Führung für die Aldekerkerinnen in die Pause. Zufrieden war Hoffmann mit dem Auftreten seiner Equipe bis dato nicht. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich daran grundsätzlich nichts. „Wir hatten defensiv einige Probleme. Im Abschluss hat es mit 36 Toren gut funktioniert“, bilanzierte Hoffmann, dessen Team auf der Zielgeraden den kräftigeren Biss zeigte. 20:20 stand es in Minute 40, ehe die Gäste mit einem Drei-Tore-Lauf auf 23:20 stellten (43.). Vier Minuten später führten die Gastgeberinnen jedoch bereits wieder 25:24 und hielten den Vorsprung bis zum 30:29 (54.).
Die letzten fünf Minuten gehörten aber den Gelpe/Strombacherinnen, die mit einem Sechs-Tore-Lauf auf 35:30 stellten. Auch eine zwischenzeitliche Auszeit der Gastgeberinnen konnte den HC nicht mehr stoppen. HC-Coach Hoffmann war zufrieden, hob aber sogleich den mahnenden Finger: „Wir wissen, dass wir noch an einigen Dingen zu arbeiten haben, hinsichtlich des Spiels gegen den Tabellenführer Königsdorf nächste Woche.“
HC Gelpe/Strombach: Marie Wlodarek (9/1), Denise Szakacs, Marlin Keuper (je 5), Mia Klose (4), Celine Blumberg (4/2), Anna Lichtinghagen, Meike Domnick (je 3), Ayleen Sudami, Leonie Wlodarek, Zoe Viebahn (je 1).
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