HANDBALL
Gummersbacher Niederlage: VfL mit Horror-Start nach der Pause
Gummersbach – Ohne Hector Gand und Julien Kuebler lässt Gummersbachs U19 bei JANO Filder früh abreißen -'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.
Von Benjamin Maus
JANO Filder – VfL Gummersbach 35:29 (15:15).
Der Spielverlauf ist nicht neu: Wie schon vergangene Woche in Leipzig beweist der VfL Gummersbach auch bei JANO Filder nur phasenweise seine Erstligatauglichkeit. Einer ausgeglichenen ersten Hälfte folgen ein totaler Kontrollverlust und hohe Rückstände in der zweiten Halbzeit. Besonders schwerwiegend war der Ausfall von Spielmacher Hector Gand, der sich im Training verletzt hatte. Da auch Julien Kuebler kurz nach Spielbeginn angeschlagen passen musste, sprang Julian Schlecht in die Bresche und zeigte mit zehn Toren seine beste Leistung in der Jugendbundesliga.
Der Anfangsphase drückte der Rückraumregisseur direkt seinen Stempel auf. Unter anderem seine fünf Tore brachten den VfL von einem 0:3-Rückstand (3.) zu einer 6:5-Führung (12.). Nachdem dann auch Felix Hein seinen Flow im Angriff gefunden hatte, sorgte er mit mehreren Toren in Folge für die höchste Gummersbacher Führung. Nach seinem 14:11 (24.) schaltete sich auch der stärkste Schütze der Süddeutschen ein. Max Balbuchte sorgte bis zur Pause für ein 15:15-Unentschieden. „Wir haben eine fantastische erste Hälfte gezeigt. Offensiv und defensiv waren wir unglaublich stark und hatten kreative Momente“, kommentierte der zufriedene Gästetrainer Joao Caracóis Palma.
Ganz anders dürfte er über die zweite Hälfte gedacht haben. Seine Mannschaft wurde direkt nach Wiederanpfiff durch JANO überrumpelt und lag über 20:16 (37.) schnell aussichtslos mit 18:24 (42.) hinten. Caracóis Palma ärgerte sich: „Wir haben einige Fehler in der frühen zweiten Hälfte gemacht, die unser Resultat stark beeinflusst haben. Diese Fehlwürfe von sechs Metern machen es schwierig wieder ranzukommen.“ Die Blau-Weißen verkürzten noch zum 27:23 (48.), doch in der Schlussphase machten sich die fehlenden Wechselmöglichkeiten deutlich bemerkbar. Mit viel Selbstvertrauen bauten die Gastgeber ihre Führung souverän aus und siegten über 32:25 (56.) mit 35:29.
Schlussendlich stehen die Oberberger wieder ohne Punkte da und die Frage bleibt, wann sie erstmals über sechzig Minuten auf Erstliganiveau mitspielen werden. „Es ist hart zu verlieren, aber wir verbessern uns Stück für Stück. Wir nehmen uns vor, psychologisch besser mit Rückschlägen zurecht zu kommen“, so der gefasste Caracóis Palma nach Abpfiff. Trotz der deutlichen Niederlage wusste er die Partie realistisch einzuordnen: „Ich bin dennoch stolz auf die Jungs, das habe ich ihnen auch gesagt. Ohne zwei ihrer besten Spieler haben sie dennoch bis zum Ende gekämpft.“ Da die Rhein-Neckar Löwen zeitgleich mit 42:25 ihren ersten Sieg gegen die Sportfreunde Budenheim landeten, rutscht der VfL auf den letzten Tabellenplatz ab.
Gummersbach: Julian Schlecht (10), Felix Hein (8/4), Ben Graap, Jakob Patzelt (je 3), Maximilian Weinheimer (2), Cedric Hitscher, Daniel Rumpel, Julien Kuebler (je 1).
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