HANDBALL

Historisch: Nümbrecht II macht oberbergischen Doppelaufstieg perfekt

pn; 13.05.2022, 23:15 Uhr
Fotos: Thomas Wirczikowski --- Die Mannschaft ließ es nach dem Aufstieg krachen. Es folgten einige Bierduschen in der GWN-Arena.
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Historisch: Nümbrecht II macht oberbergischen Doppelaufstieg perfekt

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pn; 13.05.2022, 23:15 Uhr
Nümbrecht - Das Team von Mario Jatzke lässt im Aufstiegsendspiel gegen Siebengebirge III nichts anbrennen und folgt dem HC Gelpe/Strombach II in die Verbandsliga.

SSV Nümbrecht II – HSG Siebengebirge III 29:22 (15:11).

 

Zwei Minuten vor dem Abpfiff hielt es Nümbrechts Fans nicht mehr auf den Sitzen: Die gut gefüllte GWN-Arena feierte ihre Aufstiegshelden mit Standing Ovations. Mit einem 29:22-Heimsieg über die HSG Siebengebirge III beseitigte das Team von Mario Jatzke alle Restzweifel. Erstmals in der Vereinsgeschichte wird die Reservemannschaft des Südkreisvertreters in der kommenden Saison in der Verbandsliga spielen. Aufstiegscoach Mario Jatzke fehlten nach dem Spiel fast die Worte – und das nicht nur, weil er nach den 60 Minuten kaum noch Stimme hatte: „Das war heute einfach sensationell.“


[Mit neun Toren in 40 Minuten Spielzeit war Jannik Lang der überragende Akteur auf dem Feld.]

 

Für den früheren Spielmacher war es nicht der erste Aufstieg in seiner Karriere, für viele seiner Spieler dafür schon. „Trotzdem ist das immer wieder ein geiles Gefühl“, beschrieb Jatzke seine Gefühlslage. Schon in den Anfangsminuten präsentierten sich die Gastgeber unheimlich abgeklärt. Aus einer starken Defensive wurden Siebengebirge immer wieder Bälle geklaut, sodass eine frühe 5:1-Führung (8.) in der Statistik stand.

 

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[Benedikt Opitz sucht seinen Kreisläufer.]

 

Im weiteren Verlauf egalisierten sich beide Teams weitgehend. Über 10:6 (19.) und 13:8 (24.) blieb der Nümbrechter Vorsprung trotz einiger Fehler konstant. „Teilweise waren wir fast schon ein wenig gehemmt“, fand Jatzke, „wir sind nicht wirklich in unseren Spirit gekommen.“ Siebengebirge war an diesem Tag allerdings auch ein dankbarer, weil ersatzgeschwächter Gegner. Da halfen auch die ausgelobten Belohnungen der Nümbrechter Aufstiegskonkurrenten aus Euskirchen und Geislar-Oberkassel wenig. Vor allem aus dem Rückraum fehlten den Gästen die Alternativen. Kreisläufer-Routinier Nils Grunwald (6 Tore) rieb sich gegen die kompakte SSV-Deckung immer wieder auf.

 

Einseitig blieb es auch nach dem Seitenwechsel. Die Gastgeber verwalteten ihren Vorsprung bis zum 19:13 (38.). Es folgte eine der wenigen ruppigen Szenen in der durchweg fairen Partie: Albert Andrassy sah nach einem Kopftreffer gegen Nümbrechts besten Spieler Jannik Lang berechtigterweise die rote Karte. Kurz darauf war aber auch für den Shooter die Partie beendet, nachdem er nur zwei Minuten später einen Schlag in die Rippen bekam und verletzt ausgewechselt werden musste.

 

[Philipp Donath hat sich durchgesetzt.]

 

Aber auch ohne Lang änderte sich wenig am Geschehen. Beim 22:15 (43.) nahm der oberbergische Doppelaufstieg Formen an. Über 27:20 (51.) und 29:20 (55.) begannen die Nümbrechter Feierlichkeiten. Dass fünf der SSV-Aufstiegshelden im Anschluss auch noch in der Oberliga gegen Bayer Dormagen II spielen mussten, passte allerdings zu einer verrückten Saison. „Danach werden wir aber ausgelassen feiern und den Abend genießen“, so Jatzke nach dem Schlusspfiff. Geplant habe das Team nichts, die Nacht werde aber definitiv lang, versprach der SSV-Coach, neben dem auf der Bank auch Manuel Seinsche und Ingo Werblow gesessen hatten: „Ihnen gehört der Aufstieg nach der Hinrunde genauso.“

 

Nümbrecht: Jannik Lang (9), Benedikt Opitz (5), Torben Lang, Marius Euteneuer, Robin Donath (je 4), Stephan Bitzer (2), Daniel Funk (1).

 

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