HANDBALL

HC-Reserve beendet Mundhenk-Serie

pn; 16.02.2020, 20:10 Uhr
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Fotos: Michael Kleinjung ---- Thomas Anstötz und der HC Gelpe/Strombach II feierten den ersten Auswärtssieg der Saison.
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HC-Reserve beendet Mundhenk-Serie

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pn; 16.02.2020, 20:10 Uhr
Oberberg - Oberwiehl II kassiert gegen HCGS II fast 40 Tore - Bergneustädter Offenbarungseid - SSV II legt gegen Marienheide/Müllenbach nach der Pause zu - Die Handball-Landesliga wird präsentiert von 'Opel Ley' (AKTUALISIERT).

CVJM Oberwiehl II – HC Gelpe/Strombach II 26:39 (14:16).

 

Nach drei Erfolgen zum Einstand als CVJM-Coach ist die Siegesserie von Carsten Mundhenk im Derby gegen den HC Gelpe/Strombach II jäh beendet worden. Dass die Serie nicht ewig halten würde, war auch dem ehemaligen Torhüter klar, „der Stachel sitzt nach einer 13-Tore-Klatsche aber trotzdem tief.“ Dabei sah es zunächst überhaupt nicht nach dem späteren Debakel aus. Die auswärtsschwachen Gäste reisten mit kleinem Kader an, Oberwiehl startete aus einer 5:1-Defensive mit einer schnellen 5:1-Führung (9.) furios. Knapp vier Minuten später hieß es aber 5:6 (14.) aus Sicht der Hausherren, nachdem die HC-Defensive das gegnerische Kreisläufer-Spiel immer besser in den Griff bekam und auch der Rückraum um Julian Kolken und Jan Höfer an Fahrt aufnahm.

 

[Dominik Krieg konnte dem Spiel keinen Stempel aufdrücken.]

 

Bis zur Pause blieb es über 10:10 (22.) und 13:14 (27.) ein enges Duell. Nach dem Seitenwechsel durfte sich Gästetrainer Eduard Debnar aber frühzeitig zurücklehnen. Während bei Oberwiehl zunehmend weniger gelang, spielte sich die Spielgemeinschaft in einen Rausch. „Die Jungs hatten einfach Bock auf Deckung“, meinte Debnar, „das war sehr leicht zu coachen.“ 17:21 (38.) und 20:26 (46.) waren die weiteren Zwischenstände, ehe beim CVJM die Köpfe nach unten gingen. „Hinten raus haben wir uns ergeben. Dass Rückschläge kommen würden, war zu erwarten, aber jetzt müssen wir schnell wieder an die vergangenen drei Auftritte anknüpfen“, so Mundhenk. Auf der Gegenseite sah Debnar über 23:31 (52.) einen ungefährdeten Erfolg: „Kompliment an mein Team. Jeder Spieler war heute ein Teil des Puzzles.“

 

Oberwiehl: Daniel Rischikov (7/4), Patrik Latzke (5), Lars Arenz, Leon Binder (je 4), Jan Jäckel (3), Dominik Krieg, Jan Philipp Sträßer, Finn Dresler (je 1).

 

Gelpe/Strombach: Julian Kolken, Jan Höfer (je 9), Yannic Thues (7), Martin Sterling (6), Thomas Anstötz (4), Tom Bonfiglio (3/1), Christian Mayer (1).

 

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TV Bergneustadt – HSG Euskirchen 20:34 (11:16).

 

Bergneustadts Trainer Tobias Uding ging nach der neuerlichen Klatsche mit seinem Team hart ins Gericht: „Das war ein Offenbarungseid!“ Im Kampf um den Klassenerhalt steht dem oberbergischen Traditionsverein das Wasser bis zum Hals. Gegen die HSG Euskirchen hatten sich die Oberberger – gerade in eigener Halle – eigentlich berechtigte Hoffnungen gemacht, den Rückstand auf das rettende Ufer verkürzen zu können, den Gegner zudem in den Abstiegsstrudel zu reißen. Stattdessen wurde das Abstiegsduell zum desillusionierenden Desaster. Bereits in den Anfangsminuten machten sich die TVB-Probleme, die sich wie ein roter Faden durch die Saison ziehen, bemerkbar.

 

[Eduard Debnar genoß den Auftritt von Christian Mayer (links) & Co.]

 

„Wir lassen in den Anfangsminuten vier blanke Bälle liegen, verpassen es dadurch, das Spiel an uns zu reißen und machen uns das Leben selbst schwer“, so Uding. Aber auch defensiv wackelte Bergneustadt am gestrigen Abend bedenklich. Bis zum 4:4 (8.) verlief die Partie noch ausgeglichen, anschließend setzten sich die Gäste kontinuierlich über 4:9 (15.) ab. Uding probierte es bis zur Pause mit drei verschiedenen Deckungsformationen – keine sollte zünden und auch Torhüter Kevin Neese erwischte einen gebrauchten Tag. „Wir waren defensiv nicht existent und sind offensiv immer wieder in Egoismen verfallen“, so der TVB-Coach weiter. Über 15:20 (38.) und 16:26 (47.) ließ man einen keineswegs übermächtigen Gegner einen Kantersieg feiern. Im Abstiegskampf will Uding aber weiter nicht aufgeben: „Wir müssen das als Mannschaft lösen.“

 

Bergneustadt: Marco Rubel (5), Lukas Flick (4), Marcel Neese (3), Stephan Kakuschki (3/2), Nils Meier (2), Holger Magdzack, Lennart Schmitz, Jakob König (je 1).

 

[Für Carsten Mundhenk und sein Team war es ein Abend zum Vergessen.]

 

SSV Nümbrecht II – HSG Marienheide/Müllenbach 28:22 (13:11).

 

Während Nümbrechts Reserve durch die erfolgreiche Revanche für die Hinspiel-Schmach den nächsten Schritt zum Klassenerhalt gemacht hat, bleibt die Lager bei der HSG Marienheide/Müllenbach im Abstiegskampf unverändert ernst. Ehe das Team aus dem Südkreis die beiden Punkte auf der Habenseite verbucht hatte, musste das Team von Manuel allerdings hart kämpfen. Die Gäste erwiesen sich als bockiger Gegner, der geschickt das Tempo verschleppte, seine langen Angriffe aber bis zur Pause auch häufig erfolgreich abschloss. 4:4 (14.) und 9:8 (23.) waren die Zwischenstände, ehe der bis dahin starke Marcel Miebach den Pausenstand herstellte.

 

 

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es bis zum 16:15 (39.) ein zähes Ringen, ehe ein Nümbrechter Zwischensprint zum 21:16 (44.) die Fronten weitgehend klärte. Daniel Funk führte klug Regie und brachte die nötige Ruhe ins SSV-Spiel. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir verlieren würden“, fand Nümbrechts Trainer Manuel Seinsche. Auf der anderen Seite lobte HSG-Coach Pasqualino Gallina die Moral seines Teams, „aber wenn man zehn bis zwölf technische Fehler macht, bekommt man solch ein Ergebnis. Wenn wir die abstellen können, ist im Abstiegskampf noch alles möglich.“ Nümbrecht hat dagegen bereits sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge, vom Klassenerhalt will Seinsche aber noch nichts hören: „Fürs Ausruhen ist es noch zu früh.“

 

Nümbrecht: Daniel Funk, Marcel Miebach (je 7), Christoph Bitzer, Torben Lang (je 5), Bendikt Opitz (2), Stephan Bitzer (1), Markus Schwemke (1/1).

 

Marienheide/Müllenbach: Oliver Schuldt (8), Philipe Ginczek (3), Timo Montag (3/1), Maurice Ginczek, Leon Hagen (je 2), Lutz Lichtinghagen, Johannes Theunissen, Arian Bahrs, Amaru Butenberg (je 1).

 

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