HANDBALL
Seinsche fordert im Nachholspiel wieder mehr Sicherheit
Oberberg - In der Regionalliga muss Nümbrecht zum Duell der Aufsteiger - Oberwiehl muss zum ungeschlagenen Tabellenzweiten - Gummersbachs U19 ist in Lübeck auf der Suche nach Wiedergutmachung und hat einen Neu-Nationalspieler.
Vorschau Regionalliga Männer
Borussia Mönchengladbach – SSV Nümbrecht (Samstag, 16 Uhr).
Es fehlen: Dominik Donath (Sperre), Benedikt Opitz (Schulterverletzung).
Während die meisten anderen Handballteams am Totensonntag-Wochenende ein spielfreies Wochenende haben, müssen Nümbrechts Regionalliga-Handballer zum Nachholspiel nach Mönchengladbach. Das Match des 4. Spieltags war verlegt worden, weil den Gastgebern Mitte Oktober ihre Halle nicht zur Verfügung stand. Bei den Handball-Fohlen erwartet Nümbrechts Trainer Manuel Seinsche eine unangenehme Aufgabe: „Uns erwartet eine Mannschaft, die defensiv robust steht und vorne sehr effektiv agiert.“ Der Mitaufsteiger steht mit 3:7 Punkten derzeit auf Rang elf einen Platz hinter den Oberbergern, was allerdings auch dem happigen Auftaktprogramm der Mönchengladbacher geschuldet ist.
Kein Wunder, dass Seinsche im Abstiegskampf trotz des frühen Zeitpunkts in der Saison von einem Match „mit einer gewissen Brisanz“ spricht und ein offenes Spiel erwartet: „Für den Klassenerhalt müssen wir in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze gehen und es ist auch jetzt schon wichtig, immer wieder Punkte mitzunehmen.“ Zuletzt holte Mönchengladbach ein Unentschieden in Bonn und gewann am vergangenen Wochenende klar mit 36:27 gegen den HC Gelpe/Strombach. Auffälligste Spieler der Fohlen sind Niklas Weis und Jordi Weisz.
In Nümbrecht knabbert man hingegen noch an der 23:38-Klatsche in Weiden vom vergangenen Wochenende. Ohne den gesperrten Dominik Donath und nach der frühen Roten Karte gegen Tim Hartmann war der oberbergische Aufsteiger chancenlos. „Natürlich mussten wir das erst einmal verdauen, konnten das Spiel aber aufgrund der Umstände aber auch schnell abhaken“, sagt Seinsche, der Mönchengladbach mit einer kompakten Deckung knacken will. Von seinem Team fordert er weniger Fehler: „Wir müssen wieder mehr Sicherheit in unser Spiel kriegen. Gegen Weiden waren das 16 leichte Fehler. Das können wir in keinem Spiel auffangen, so etwas wird in dieser Liga gnadenlos bestraft.“
Nicht dabei helfen wird Benedikt Opitz. Der 26-Jährige musste sich einem Eingriff an der rechten Schulter unterziehen. Bereits vergangene Saison hatte Opitz immer wieder über Schulterprobleme geklagt und pausieren müssen. Nun war eine Operation unumgänglich. Seinsche rechnet mit einer mehrmonatigen Zwangspause, vermutlich sogar mit mit dem Saisonaus. (pn)
Vorschau Verbandsliga Männer
TuS Opladen II – CVJM Oberwiehl (Samstag, 13 Uhr).
Es fehlen: Leon Binder, Moritz Madel, Christopher Koch, Lukas Kirchner, Henrik Berndt, Julian Marenbach, Max Meinerzhagen.
So wirklich glücklich ist Oberwiehls Trainer Christian Schüttenhelm mit der Terminierung des Spiels nicht. Wegen einer Hallensperrung wurde die Begegnung vorgezogen. „Wir hatten eigentlich ein freies Wochenende“, hadert der Coach ein wenig mit der Ansetzung und muss nun mit einigen Ausfällen zurechtkommen. Leon Binder und Moritz Madel werden ebenso nicht spielen können wie die Torhüter Christopher Koch und Lukas Kirchner sowie weiterhin Henrik Berndt. Julian Marenbach fehlt ebenfalls, Max Meinerzhagen ist im Urlaub. Gegen den Oberligaabsteiger aus Opladen, der mit 11:1-Punkten hinter der Zweitvertretung der HSG Siebengebirge-Thomasberg auf Rang zwei der Tabelle steht, sind das keine guten Voraussetzungen.
„Opladen ist der ganz klare Favorit. Sie spielen eine sehr gute Saison. Wir haben da keinen Druck. Wir wollen einfach die bestmögliche Leistung zeigen und nach der Niederlage gegen Refrath in der aktuellen Situation zusammenrücken. Es wird wieder darauf ankommen, eine gute Deckung zu stellen“, ahnt Schüttenhelm schon, was seine Equipe zu erwarten hat. Mit 219 Toren stellt die Drittligareserve die mit Abstand die beste Offensive der Liga. Aber auch auf der anderen Seite müsse seine Mannschaft zulegen: „Wir hatten gegen Refrath zu viele Fehlwürfe. Daran gilt es, zu arbeiten. Die Chancen, die wir uns herausarbeiten, auch zu nutzen. Wir werden auf uns schauen und versuchen den bestmöglichen Handball zu spielen“, hofft Schüttenhelm nach der jüngsten 28:31-Niederlage bei der Zweitvertretung der Refrather auf einen Sprung nach vorne. Die Opladener fegten die Refrather übrigens 43:31 aus der eigenen Halle. (thg)
Vorschau 2. A-Jugend-Bundesliga
MTV Lübeck - VfL Gummersbach (Sonntag, 14 Uhr).
Die A-Jugend des VfL Gummersbach steht weiterhin an der Tabellenspitze der 2. Jugend-Bundesliga und das trotz des überraschenden Punktverlustes beim Bergischen HC. Trainer Jan Schwenzfeier hatte nach der Partie von der „schlechtesten Angriffsleistung der Saison“ gesprochen und hat eine Woche später schon den nächsten Gegner im Blick. „Lübeck hat eine Mischung aus einigen Spieler, die vergangenes Jahr schon gegen uns in der Bundesliga angetreten sind, sowie Spielern, die aus der B-Jugend dazugekommen sind“, beschreibt der Übungsleiter den Kader der Nordlichter.
Bei der weitesten Auswärtsfahrt des Jahres ist vor allem die eigene Defensive gefragt, denn neben „sehr hohem Tempo“ sieht der VfL-Coach die Stärke des MTV im Rückraum. „Sie haben sowohl Fernwurf- als auch Eins-gegen-Eins-Spieler, die zudem über eine sehr gute Kreisläuferkooperation verfügen“, spricht Schwenzfeier von Herausforderungen für die VfL-Abwehr . Passend dazu zeigt die Statistik, dass die Lübecker trotz der 6:8-Punktebilanz fast die meisten Tore der Liga werfen.
Als beste Torschützen zeichnen sich dabei Jayden Foejo Domche (36) und Rasmus von Bebber (30) aus. Das große Manko der Hansestädter ist aber die Defensive. Mit durchschnittlich mehr als 33 Gegentreffern pro Spiel haben sie die zweitschlechteste Abwehr der Nord-Staffel. Die Mannschaft um die Trainer Jens Carlsen und Kevin Ehrenburg ist schwer ausrechenbar, wie auch Schwenzfeier festgestellt hat: „Sie haben schon einige wirklich gute Ergebnisse eingefahren. Beim Bergischen HC haben sie sich allerdings eher schwergetan, dafür aber dann am vergangenen Wochenende die HSG Handball Lemgo geschlagen.“
Für den VfL Gummersbach gilt es schnell wieder die Selbstsicherheit der ersten Saisonspiele zu finden. Schwenzfeier pocht auf eine konzentrierte Abwehrleistung: „Es geht für uns vor allem darum die Rückraum-Kreis-Achse wegzunehmen. Außerdem dürfen wir sie nicht ins Tempospiel kommen lassen. Eine erfreuliche Nachricht erreichte die Akademie unter der Woche: Kreisspieler Patrick Kiesewalter wurde von Junioren-Bundestrainer Martin Heuberger erstmals ins Aufgebot der deutschen U20-Nationalmannschaft berufen. (bm)
Vorschau männliche B-Jugend Regionalliga
Bonner JSG II – HBD Löwen Oberberg (Samstag, 17:30 Uhr).
HSG Siebengebirge-Thomasberg – VfL Gummersbach II (Samstag, 18 Uhr).
Vorschau weibliche A-Jugend Regionalliga
HBD Löwen Oberberg – HC Gelpe/Strombach (Samstag, 17 Uhr, Burstenhalle Bergneustadt).
HSV Solingen-Gräfrath – HSG Marienheide/Müllenbach (Sonntag, 18 Uhr).
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