HANDBALL
Oberwiehl gewinnt einseitiges Derby gegen Nümbrechts Zweite
Oberberg - Der CVJM Oberwiehl hat im Derby gegen die Zweitvertretung des SSV Nümbrecht leichtes Spiel - Der ATV Hückeswagen unterliegt im Derby dem Wermelskirchener TV und muss weiter um den Klassenerhalt bangen. (AKTUALISIERT)
CVJM Oberwiehl – SSV Nümbrecht II 38:21 (16:8).
Einseitiger hätte das oberbergische Verbandsligaderby kaum ausgehen können. Und das lag, laut Trainer Patrick Seebaum, vor allem an den Gästen. „Die Szene nach unserem ersten Angriff stand sinnbildlich für das ganze Spiel. Wir machen das Tor und die Spieler freuen sich noch, aber Oberwiehl führte schon die schnelle Mitte aus. Wir sind noch nicht ganz zurückgelaufen, spielen Foul und kassieren sofort eine Zwei-Minuten-Strafe“, erklärte Seebaum. „Bei den Oberwiehlern wusste man, wie ein Derby funktioniert, bei uns offenbar nicht. Da haben einige Prozente gefehlt“, kritisierte Seebaum seine Mannschaft für den wenig engagierten Auftritt.
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[Nümbrechts Markus Schwemke versucht sich gegen die starke Abwehr der Oberwiehler durchzusetzen.]
Personell zudem angeschlagen – Toptorjäger Lennart Last musste bei der ersten Mannschaft aushelfen, Hendrik Wilkens hatte kurz vor dem Spiel noch absagen müssen – waren die Nümbrechter chancenlos. Bis zum 4:3 (8.) blieben die Gäste noch dran, dann zog Oberwiehl unaufhaltsam davon. „Wir haben am Anfang zu viele Fehler in der Abwehr gemacht. Die ersten zehn haben wir im Tempospiel Fehlpässe gespielt oder haben den ein oder anderen schlechten Wurf aus dem Rückraum genommen. Aber wir haben über die gesamten 60 Minuten hinweg überragend gedeckt“, freute sich derweil CVJM-Trainer Christian Schüttenhelm über die Abwehrleistung seiner Equipe. Nach einigen erfolgreichen Würfen des Gegners aus dem Rückraum, stellte Schüttenhelm von einer 6:0-Abwehr auf eine 3:3-Deckung um. „Wir wollten die Shooter vom Tor weghalten. Das hat hervorragend funktioniert und wir haben bis zur Halbzeit nur noch drei Gegentore kassiert. Wir sind dann auch mit der Formation in die zweite Halbzeit gegangen, weil sie funktioniert hat“, so Schüttenhelm.
[Johannes Schneevogt gelangen neun Treffer für Oberwiehl und veranlassten Trainer Christian Schüttenhelm, ihm ein Sonderlob auszusprechen.]
Sein Gegenüber krempelte die Taktik nun rigoros um und agierte nach dem Seitenwechsel bis zur Schlusssirene mit dem siebten Feldspieler. „Wir verteidigen es über die 30 Minuten trotzdem überragend gut und zwingen Nümbrecht immer wieder zu schwierigen Würfen und können so viele Bälle klauen. Damit können wir einfache Tore über Tempogegenstöße machen oder treffen ins leere Tor. Ich bin super zufrieden mit meinen Jungs. Sie haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, war Schüttenhelm über den Derbyauftritt begeistert und hob die Leistung von Johannes Schneevogt heraus, der neun Feldtore erzielte. „Bei uns hatten ganz viele keinen guten Tag. Oberwiehl war uns in allen Belangen überlegen. Wir hatten zu wenig Bewegung im Spiel und sind nicht in die Nahtstellen gegangen. Es war alles zu statisch“, bilanzierte derweil Nümbrechts Coach Seebaum. (thg)
Oberwiehl: Artur Gartung (11/5), Johannes Schneevogt (9), Moritz Madel (3/1), Jan Herhaus (5), Lennart Frielingsdorf (3), Jascha Hartmann, Phil Nückel (je 2), Julian Klein, Maximilian Meinerzhagen, Frederik Schneider (je 1).
Nümbrecht II: Kevin Schieferdecker (6), Markus Schwemke (5/1), Mats Weber (5/5), Jens Frey (2), Felix Börs, Leon Ernst, Lucas Hemker (je 1).
Ergebnisse und Tabelle Staffel 4
ATV Hückeswagen – Wermelskirchener TV 21:26 (10:10).
Hückeswagens Trainer Markus Pabst war nach dem Derby gegen den Wermelskirchener TV vor allem sauer auf sich selbst. „Ich habe heute keinen guten Job gemacht und die Mannschaft nicht gut unterstützt. Das ist schade, weil die Jungs eine tolle Moral bewiesen und alles auf der Platte gelassen haben.“ Was der ATV-Coach meinte: Er wechselt kaum durch und auch taktisch kam von ihm aus seiner Sicht zu wenig. Paul Borisch musste durchspielen, auch sein Bruder Philipp rieb sich bis zu seiner Verletzung auf. Die wenigen Wechsel sollten sich besonders in der Schlussphase rächen. Die Oberberger wirkten in den letzten zehn Minuten der Partie platt.
[Kevin Schieferdecker war mit sechs Toren der beste Schütze der Nümbrechter Zweitvertretung.]
Aber auch so ging der Sieg für den Tabellendritten aus der Nachbarstadt vollkommen in Ordnung. Wermelskirchen war die insgesamt reifere Mannschaft und hatte auch mehr individuelle Klasse zu bieten. Vor allem Frederik Kraus (9 Tore) und Samuel Arndt (6) bekam man nicht vollständig in den Griff. Dabei hatte es Hückeswagen gerade in der ersten Hälfte gut gemacht. Mit viel Einsatz und Laufbereitschaft kaufte man dem Favoriten in der Defensive den Schneid ab und hätte bei konsequenterer Chancenverwertung zur Pause sogar führen können. Doch im zweiten Durchgang machten die Gäste ernst und holten über 14:18 (44.), 18:19 (50.) und 19:23 (55.) den Sieg. „Gefühlt war heute deutlich mehr drin“, ärgerte sich Pabst. Im Abstiegskampf erwartet Hückeswagen kommenden Samstag ein Endspiel in Wuppertal beim MTV Elberfeld. Mit einem Sieg wäre der Klassenerhalt perfekt. (pn)
Hückeswagen: Paul Borisch (7/2), Maximilian Hoffmann (4), Philipp Borisch, Fabio Krempel (je 2), Lucas Frischmuth, Tobias Bonekämper, Moritz Mettler, Timon Schneider, Florian Schmalt, Arne Höhfeld (je 1).
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