HANDBALL

Hückeswagen klettert aus dem Abstiegssumpf heraus

bm, pn, thg; 14.04.2026, 10:20 Uhr
Fotos: Erhard Krupp --- Johannes Schneevogt war mit acht Toren bester Werfer beim 31:26-Heimsieg gegen den TK Nippes.
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Hückeswagen klettert aus dem Abstiegssumpf heraus

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bm, pn, thg; 14.04.2026, 10:20 Uhr
Oberberg - Oberwiehl besiegt nach einem Auf und Ab den TK Nippes dank einer starken Schlussphase - Nümbrecht ärgert Meister Opladen II - Hückeswagen gelingt gegen Wuppertal II Befreiungsschlag im Abstiegskampf ( FOTOS AKTUALISIERT).

CVJM Oberwiehl – TK Nippes 31:26 (17:17).

 

Nach einem Auf und Ab gelang es den Oberwiehlern erst in der Schlussphase, den Turnerkreis Nippes niederzuringen. „Nippes hat nie aufgegeben. Ich bin soweit zufrieden. Man hat gemerkt, dass wir eineinhalb Wochen Pause hatten und der Spielrhythmus etwas gefehlt hat“, begründete Oberwiehls Coach, Christian Schüttenhelm, warum es beim Gastgeber zeitweise ein wenig holprig lief. Der Auftakt gehörte dem Kölner Veedelsklub, der nach rund acht Minuten mit 6:3 führte. Die Hausherren kämpften sich zwar auf 8:8 heran (11.), verloren aber den Faden.

 

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„Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Zumindest defensiv nicht. Wir hatten in der ersten Halbzeit gar keinen Zugriff auf die gegnerischen Angriffsspieler und haben vor allem über das Zentrum zu viele einfache Tore aus dem Rückraum kassiert“, beschrieb Schüttenhelm die Situation. Im Angriff lief es derweil bei den Oberwiehlern deutlich besser. „Wir kommen über unser schnelles Spiel immer wieder zu freien Torchancen und machen einige einfache Tore“, erklärte der Coach, dessen Equipe kurz vor der Pause die Abwehr stabilisierte und die zwischenzeitlich mit 17:13 (24.) führenden Nippeser wieder einholte. Sean Bockhacker hatte in dieser Phase wegen eines Treffers im Gesicht des Gegenspielers die Rote Karte gesehen (27.), nur zwei Minuten später wurde TK-Spieler Hendrik Ellenberger wegen einer Attacke gegen Phil Nückel ebenfalls vom Feld gestellt.

 

[Trotz zwei Roter Karten verlief das Spiel weitgehend fair.]

 

Bis zur Pause glichen die Oberwiehler aus, im zweiten Durchgang legte man noch weitere vier Tore in Folge nach und führte plötzlich selbst komfortabel mit 21:17 (36.). Wie erwartet ließen sich die Gäste aber nicht abschütteln. „Wir haben in der zweiten Halbzeit die deutlich bessere Deckungsleistung und ziehen direkt weg. Lustig ist, das die zweite Halbzeit das Gegenteil der ersten Hälfte war. Wir sind im Angriff nicht mehr so effektiv, stehen dafür in der Deckung deutlich besser und machen es unseren Torhütern auch einfacher, dass sie einige Bälle wegnehmen“, so Schüttenhelm. Pünktlich zum Auftakt der Crunchtime war der Turnerkreis mit dem Tor zum 24:24 zurück im Geschäft, doch die Hausherren hatten noch Kraft, zuzulegen. Die letzten Minuten gehörten den Oberwiehlern, die mit fünf Toren in Serie den Sieg nach Hause fuhren.

 

In der nächsten Woche hat der CVJM spielfrei. Die ursprünglich geplante Begegnung mit der Zweitvertretung des TuS Opladen wurde bereits im vergangenen November ausgetragen. In der Folgewoche heißt der Gegner SSV Nümbrecht II. (thg)

 

Oberwiehl: Johannes Schneevogt (8), Artur Gartung (6/2), Lennart Frielingsdorf (4), Moritz Madel (4/3), Phil Nückel, Jascha Hartmann, Julian Klein (je 2), Frederik Schneider, Ole Knotte (je 1), Jan Herhaus (1/1).

 

 

SSV Nümbrecht II – TuS 82 Opladen II 31:35 (16:16).

 

Für die Verbandsliga-Männer des SSV Nümbrecht schien im Spiel gegen den TuS 82 Opladen II lange Zeit eine Überraschung möglich zu sein. Der Tabellenführer aus Leverkusen musste in der der ersten Halbzeit lange einem Rückstand hinterherlaufen. Über 4:1 (6.) lag der Underdog trotz einer Gäste-Auszeit mit 9:5 (14.) in Führung. Lennart Last hatte bis dato schon fünfmal getroffen und avancierte auch über die gesamte Spieldauer erneut zum mit Abstand besten Schützen der Mannschaft um Trainer Patrick Seebaum. Dem Übungsleiter gefiel der couragierte Auftritt: „Im gebundenen Spiel haben wir das echt gut gemacht. Unsere 5:1-Deckung mit Mats Weber auf der Spitze hat auch funktioniert.“ Im Lauf des ersten Durchgangs schaffe der TuS dann den Anschluss und kam über 13:12 (23.) zu einem leitungsgerechten Pausen-Remis.

 

 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gingen die Nümbrechter noch einmal mit 20:19 (37.) in Front, bevor sich die sportliche Klasse des Favoriten zeigte. Mit einem 5:0-Lauf setzten sich die Opladener zum vorentscheidenden 20:24 (41.) ab. „Wir sind schlecht aus der Pause gekommen. Opladen hat immer wieder vorgelegt und wenn wir nochmal geschnuppert haben, kam dann noch ein Fehler zu viel“, beschrieb Seebaum diese Phase. Ein bisschen Hoffnung für den SSV kam beim 28:30 (51.) auf, doch im Endeffekt brachte der designierte Oberliga-Aufsteiger seine Führung zum 31:35-Endstand ins Ziel.

 

Trotz der Niederlage bewiesen die Gastgeber erneut ihre ansteigende Formkurve im Abstiegskampf. „Ich bin zufrieden, außer mit ein paar Minuten. An den entscheidenden Punkten setzen wir dann nochmal an für nächste Woche“, resümierte Seebaum, der außerdem an den Schiedsrichter und an Markus Schwemke ein Extralob verteilte. Schwemke hatte in Abwesenheit von Kevin Schieferdecker die Abwehr zusammengehalten. (bm)

 

Nümbrecht II: Lennart Last (13), Lucas Henker (7), Mats Weber (5/2), Markus Schwemke (2), Justus Stein, Hendrik Willkens, Mathis Pötzsch, Alexander Seinsche (je 1).

 

Ergebnisse und Tabelle Staffel 4

 

 

ATV Hückeswagen – LTV Wuppertal II 39:21 (17:9).

 

So viel Spaß hatte Hückeswagens Coach Markus Pabst in dieser Saison noch an keinem Spiel gehabt. Seine Mannschaft holte im Abstiegskampf gegen den LTV Wuppertal II zwei wichtige Punkte. Es war aber vor allem die Art und Weise wie die Hückeswagener auftraten, die ihrem Coach gefiel: „Wir haben heute richtig Spaß am Handballspielen gehabt. Selbst kurz vor Ende haben sich die Jungs defensiv noch in jeden Zweikampf geschmissen. Wir haben das erste Mal diese Saison 60 Minuten durchgezogen. Diese Qualität haben wir nicht immer gezeigt“, resümiert Pabst ein weitgehend einseitiges Spiel, in dem seine Mannschaft nach einem anfänglichen 1:2-Rückstand (4.) schnell die Kontrolle übernahm und über 10:4 (19.) schon zur Pause beim 17:9 für klare Verhältnisse gesorgt hatte.

 

 

Noch deutlicher wurde es nach der Pause. Wuppertal ergab sich spätestens nach dem 26:14 (42.) in sein Schicksal, sammelte bis zum Schlusspfiff noch zwei Rote Karten und verlor schließlich deutlich. Vor allem über Außen kam Hückeswagen immer wieder im Gegenstoßspiel zum Torerfolg. Ein weiterer Garant für den Kantersieg: Torhüter Karl Gembler (22 Paraden), der auf eine Quote von über 50 Prozent kam. Auch für die Schiedsrichter gab es von Pabst ein Sonderlob: „Sie haben das Match vollkommen unaufgeregt geleitet.“ Im Kampf um den Klassenerhalt klettert Hückeswagen vorerst auf Platz zehn und hat nun vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. „Heute sind wir happy, aber wir sind noch nicht durch“, so Pabst. (pn)

 

Hückeswagen: Paul Borisch (9/4), Arne Höhfeld (7), Philipp Borisch (5), Maximilian Hoffmann, Florian Schmalt, Timon Schneider, Moritz Mettler, Felix Scheider (je 3), Fabio Krempel (2), Til Kuhlwilm (1).

 

Ergebnisse und Tabelle, Staffel 3

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