Oberberg - Oberwiehl erfüllt Pflichtaufgabe in Haan - Hückeswagen kassiert beim Vohwinkeler STV die erwartete Niederlage, verkauft sich dabei aber teuer - Auch Nümbrecht II steht in Siebengebirge auf verlorenem Posten (AKTUALISIERT).
Vohwinkeler STV – ATV Hückeswagen 30:22 (16:11).
Die 22:30-Niederlage beim Vohwinkeler STV in der Handball-Verbandsliga, Staffel 3, war keine Überraschung. Mit kleinem Kader – neun Feldspieler und ein Torhüter – hatten sich Hückeswagens Handballer auf den Weg nach Wuppertal zum Tabellendritten gemacht, wo es nach dem 16:34-Hinspieldebakel von Anfang an nur um Schadensbegrenzung ging. ATV-Trainer Markus Pabst war deshalb auch keineswegs unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft – im Gegenteil: „Am Ende war Vohwinkel natürlich die eindeutig bessere Mannschaft, aber wir haben uns interne Ziele für dieses Spiel gesteckt und die über weite Strecken auch erfüllt.“
Eins dieser Ziele: Hückeswagen wollte das Spieltempo kontrollieren, was sehr gut gelang. Wurde man im Hinspiel noch gnadenlos überlaufen, präsentierten sich die Oberberger im Rückspiel als eklig zu bespielender Gegner, der einen „langweiligen Handball“ mit langen Angriffen, immer am Rande des Zeitspiels, spielte. „Wir haben sie nie in ihren Flow kommen lassen. Auch unser Rückzugsverhalten war über weite Strecken wirklich gut“, so Pabst. Über 4:3 (10.), 10:5 (18.) 19:15 (41.) und 24:20 (52.) gelang es den Gastgebern auch erst in der Schlussphase, das Ergebnis ein wenig auszubauen. „Selbst gegen ihre 3:2:1-Deckung haben wir Lösungen gefunden. Letztlich war dieses Match nur eine Pflichtaufgabe, kommende Woche gegen Wuppertal stehen wir im Abstiegskampf wieder deutlich mehr unter Druck“, so der ATV-Coach. (pn)
Hückeswagen: Paul Borisch (7/4), Lucas Frischmuth (3), Maximilian Cantow, Tobias Bonekämper, Fabio Krempel, Til Kuhlwilm, Maximilian Hoffmann (je 2), Florian Schmalt, Tim Bitsch (je 1).
Ergebnisse und Tabelle Staffel 3
HSG Siebengebirge-Thomasberg II - SSV Nümbrecht II 36:25 (19:11).
Zeitgleich mit der Niederlage der deutschen Männer-Nationalmannschaft musste auch die Zweitvertretung des SSV Nümbrecht einen doppelten Punktverlust hinnehmen. Das 25:36 gegen den Tabellenzweiten HSG Siebengebirge-Thomasberg wusste Trainer Patrick Seebaum im Anschluss einzuordnen: „Siebengebirge ist eine andere Hausnummer, das haben wir heute gesehen. Wir haben gar nicht schlecht gespielt und lange mitgehalten.“ Die Gastgeber legten einen Blitzstart hin, sodass sich die SSV-Reserve schon beim 7:3 (8.) zur ersten Auszeitbesprechung traf. Im Anschluss fand das Seebaum-Team besser in die Partie und war beim 11:9 (19.) wieder herangerobbt. Der Übungsleiter sah dann aber eine entscheidende Phase vor der Pause: „Wir kommen beim 15:11 aus dem Konzept und Siebengebirge macht zwei schnelle Tore.“ Der 11:19-Halbzeitstand ließ nur noch wenig Grund zur Hoffnung, dass sich das Blatt wenden würde.
Im zweiten Durchgang berappelten sich die Nümbrechter zunächst und hielten das Spiel bis zum 24:16 (39.) ausgeglichen. Da die junge Mannschaft der HSG dann nochmal das Tempo anzog, wuchs der Vorsprung bis zum 33:20 (53.). Ein Grund für das Ausbleiben einer Aufholjagd war laut Seebaum die Personaldecke der Gäste: „Es fehlten noch zwei, drei Leute, daher waren die Wechselmöglichkeiten begrenzt. Erfreulicherweise war Mathis Pötzsch wieder dabei und hat direkt sieben Tore gemacht.“ Der drittligaerfahrene Linkshänder feierte ein gelungenes Comeback und ersetzte den fehlenden Felix Boers im rechten Rückraum. Seebaum abschließend: „Das war heute vollkommen okay. Wir haben uns nicht aufgegeben und bis zum Ende weitergekämpft.“ (bm)
Nümbrecht II: Mats Weber (7), Mathis Pötzsch (6), Kevin Schieferdecker (4), Marius Ranke, Hendrik Wilkens (je 3), Stephan Bitzer, Lucas Hemker (je 1).
DJK Unitas Haan III - CVJM Oberwiehl 27:32 (14:16).
Pflichtaufgabe erfüllt. Beim Rückrundenauftakt gegen die Drittvertretung aus Haan erwischten die Oberwiehler allerdings nicht den besten Start. „Wir sind diesmal offensiv nicht so gut reingekommen. Grundsätzlich haben wir es nicht so schlecht gemacht, aber wir haben uns nicht belohnt“, beklagte CVJM-Trainer Christian Schüttenhelm die eher mäßige Chancenverwertung seiner Mannschaft. 4:2 führte der Gastgeber in Minute acht, beim 6:4 in Minute 11 hatten die Oberwiehler die Partie bereits gedreht. Über 13:13 (24.) ging es mit einer knappen Führung für den CVJM in die Pause. „Wir haben dann in der zweiten Halbzeit etwas offensiver gedeckt, was auch gut funktioniert hat, und konnten uns absetzen“, freute sich Schüttenhelm über einen gelungenen Schachzug, der die Oberwiehler zwischenzeitlich 19:14 in Führung gehen ließ.
Doch Haan robbte sich zwischenzeitlich auf zwei Tore heran. „Wir hatten dann eine Phase, wo sich der Gegner besser auf uns eingestellt hat, und sind dann wieder etwas defensiver geworden. Mit dem Ansatz sind wir wieder weggezogen. Wir haben dann gut verteidigt und einfache Tore gemacht“, war Schüttenhelm froh über den Spielverlauf. Beim 29:23 zu Beginn der Crunchtime war die Messe bereits gelesen. Neben der Freude über den Auswärtssieg war man im Lager froh über die Rückkehr von Torwart Lukas Kirchner, der nach langer Verletzungszeit wieder einige Minuten im Oberwiehler Tor stehen konnte. (thg)
Oberwiehl: Moritz Madel, Artur Gartung (je 6), Frederik Schneider, Julian Klein (je 4), Lennart Frielingsdorf (3), Jan Herhaus (3/1), Jascha Hartmann (2), Jan-Phillip Sträßer, Ole Knotte, Phil Nückel (je 1).
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