Oberberg - Oberwiehl siegt souverän in Aachen - Hückeswagen schlägt sich in Remscheid selbst - Im ersten Spiel unter Patrick Seebaum unterliegt Nümbrecht im Kellerduell in Haan (AKTUALISIERT).
DJK Unitas Haan III - SSV Nümbrecht Handball II 25:24 (12:11)
Beinahe hätte es für Neu-Trainer Patrick Seebaum ein Traumdebüt gegeben. Im Kellerdueller bei DJK Unitas Haan III lag sein Team mehrfach in Führung und scheiterte am Ende denkbar knapp. Der Übungsleiter sprach von einer „knappen und ärgerlichen Niederlage“. Die Gäste scheiterten dabei vor allem an ihrer Chancenverwertung. Im ersten Durchgang geritten die Oberberger zunächst ins Hintertreffen, so lagen die Nümbrechter mit 6:8 (17.) und 8:10 (24.) zurück. Nach der ersten Seebaum-Auszeit blieben sie trotz einer Hinausstellung gegen Felix Boers dran und hielten den Rückstand zur Halbzeit bei 11:12.
Auch in der zweiten Hälfte bissen Lennart Last und Mats Weber, die vormittags bereits mit der ersten Mannschaft in Haan gespielt hatten, auf die Zähne und halfen dabei, die Partie zu drehen. „Ab der 40. Minute hatten wir eine gute Phase und die Chance mit drei Toren in Führung zu gehen“, so Seebaum zur Aufholjagd des SSV. Beim 21:23 (48.) schien das Spiel zu kippen, doch den längeren Atem hatten die Haaner. Die Brüder Nils und Dominik Zahs brachten die Unitas durch vier Treffer wieder in Führung und durften schlussendlich über den 25:24-Heimsieg jubeln. „Kurz vor Schluss vergeben wir leider noch die Chance auf den Ausgleich“, sagte Patrick Seebaum über die Schlussphase. Aufgrund der Niederlage übernimmt die SSV-Reserve zunächst die rote Laterne von den Gastgebern. Dennoch blickt ihr Trainer positiv auf die anstehende Rückrunde: „Das war ein gutes Spiel gegen einen Gegner, der Zuhause auch nochmal drei bis vier Leute mehr dabei hat. Es wäre schön, wenn wir etwas mitgenommen hätten. Aber es macht Mut und wir wollen uns in den nächsten Trainingseinheiten steigern.“ (bm)
Nümbrecht: Kevin Schieferdecker (8), Lennart Last (5), Mats Weber (4/2), Felix Boers (3), Justus Stein (2), Marcus Schwemke, Lukas Hemker (je 1)
BTB Aachen III – CVJM Oberwiehl 31:34 (15:17).
Die Oberwiehler trotzten allen ungünstigen Umständen und holten sich völlig zurecht den siebten Saisonsieg. „Die lange Auswärtsfahrt ist nicht gerade die schönste, dann die komische Anwurfzeit mitten am Tag. Aber die Jungs haben das gut gemacht. Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Wir haben die ganze Zeit geführt und auch verdient gewonnen“, bilanzierte CVJM-Trainer Christian Schüttenhelm, dessen Team einen grandiosen Start in die Partie fand. 7:2 führten die Oberwiehler nach sieben Minuten. „Wir haben vorne sehr effektiv gespielt und haben eine stabile Deckung hingestellt. Daraus haben wir einfache Tore über die erste und zweite Selle gemacht“, schilderte Schüttenhelm die Auftaktphase. Nach rund einer Viertelstunde riss jedoch ein wenig der Faden. „Wir haben ein bisschen unsere Linie verloren und machen vorne Fehler, weil zu schnell zur Lösung kommen wollen. Ein Pass zu früh an den Kreis und ein Wurf den wir nicht hundertprozentig nehmen und Aachen kommt wieder ran.“
Als Oberwiehls Maximilian Meinerzhagen in der 21. Minute eine Hinausstellung kassierte, nutzte die Aachener Drittvertretung die Überzahl und verkürzte in der Folge auf 12:13 (25.). „Wir gehen trotzdem mit einer Führung in die Pause, hätten aber auch effektiver sein können“, meinte Schüttenhelm und beklagte Pech mit einem Aluminiumtreffer. Der Auftakt in die zweite Hälfte gehörte dann wieder den Gästen, die mit 23:18 in Führung gingen und den Vorsprung bis zum Beginn der Crunchtime verteidigten. Vor allem Artur Gartung profitierte von der starken Oberwiehler Abwehr und zeigte sich effizient bei Tempogegenstößen. Beim Stand von 29:24 (52.) machte es Maximilian Meinerzhagen mit einer erneuten Zwei-Minuten-Strafe aber noch einmal spannend. Aachen verkürzte auf 27:29 (54.) und Schüttenhelm legte die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. „Wir haben besprochen, dass wir ein bisschen ruhiger bleiben wollen, um unsere Chancen zu nutzen. Wir spielen es dann aber souverän herunter“, so Schüttenhelm. (thg)
Oberwiehl: Artur Gartung (10/1), Moritz Madel (7/1), Phil Nückel, Lennart Frielingsdorf (je 4), Julian Klein (3), Maximilian Meinerzhagen, Jan-Philipp Sträßer (je 2), Frederik Schneider, Julian Marenbach (je 1).
Ergebnisse und Tabelle Staffel 4
HG LTG/HTV Remscheid II – ATV Hückeswagen 24:20 (11:10).
Das hatten sich die Verbandsliga-Handballer aus Hückeswagen anders vorgestellt. Nach zuletzt guten Auftritten schwächelte die Mannschaft von Markus Pabst ausgerechnet in Remscheid, wo man sich im Vorfeld Punkte erhofft hatte. Der ATV-Coach sprach im Anschluss von einer vollkommen unnötigen Niederlage: „Es war ein furchtbares Handballspiel von beiden Mannschaften. Am Ende scheitern wir vor allem an uns selbst, weil wir uns selbst schwächen.“ Insgesamt fünf Zeitstrafen wurden gegen die Oberberger ausgesprochen, drei davon wegen Meckerns. Überhaupt zeigten die Hückeswagener zwei Gesichter. Bis zum 1:5 (10.) gelang den Gästen aus einer starken Abwehr vieles. Aber schon zu diesem Zeitpunkt haderte Pabst mit der Chancenverwertung seines Teams, die auch nach einer Remscheider Auszeit nicht besser werden sollte.
Über 8:7 (20.) und 9:10 (28.) scheiterte Hückeswagen immer wieder an Torhüter Malte Frank und ließ auch zwei Siebenmeter ungenutzt. Nach dem Seitenwechsel nutzte Remscheid dann eine doppelte Zeitstrafe gegen Fabio Krempel, um sich peu à peu auf 16:13 (41.) abzusetzen. Nach dem 21:16 (53.) begann dann aber doch noch eine Hückeswagener Aufholjagd, die durch die Meckerstrafe gegen Tim Botsch beim 22:20 (57.) aber jäh gestoppt wurde. „Diese Niederlage liegt einzig und allein an uns“, sprach Pabst von einem enttäuschenden Ergebnis. Einzige positive Nachricht zum Ende der Hinrunde aus ATV-Sicht: Auch die Konkurrenz im Abstiegskampf blieb punktlos, sodass Hückeswagen weiterhin nicht auf einem Abstiegsplatz steht. (pn)
Hückeswagen: Paul Borisch (6/4), Philipp Borisch (5), Moritz Mettler (3), Lucas Frischmuth (2), Tobias Bonekämper, Fabio Krempel, Timon Schneider, Til Kuhlwilm (je 1).
KOMMENTARE
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Gegen den letzten zu verlieren sollte einem keinen Mut geben für die nächsten Aufgaben.
Prinz Poldi , 25.01.2026, 23:32 UhrLinks zu fremden Internetseiten werden nicht veröffentlicht. Die Verantwortung für die eingestellten Inhalte sowie mögliche Konsequenzen tragen die User bzw. deren gesetzliche Vertreter selbst. OA kann nicht für den Inhalt der jeweiligen Beiträge verantwortlich gemacht werden. Wir behalten uns vor, Beiträge zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen.