Gummersbach - Das Sigurdsson-Team feiert einen ungefährdeten 38:28-Sieg in Dessau - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.
Dessau-Roßlauer HV - VfL Gummersbach 28:38 (12:20).
Die Laune von Gudjon Valur Sigurdsson nach dem Auswärtssieg am Sonntag in Wetzlar war eher bescheiden. Seine Handballer hatten das Auswärtsspiel in Mittelhessen zwar 36:33 gewonnen, aber der Coach des VfL Gummersbach war dennoch hörbar angefressen, weil die Seinen gerade in der Endphase der Begegnung eine schlampig-unkonzentrierte Vorstellung abgeliefert hatten.
Am Mittwochabend hat sich der Gemütszustand des Isländers vermutlich leicht aufgehellt, weil sein Team durch einen klaren 38:28-Sieg ins Achtelfinale des DHB-Pokals eingezogen ist, doch wirklich zufrieden dürfte der ehemalige Weltklasse-Linksaußen nur bedingt gewesen. Miro Schluroff brachte die Dinge denn auch auf den Punkt und beklagte vor allem viele Unsicherheiten seiner Mannschaft, die sich zuletzt in die Gummersbacher Reihen eingeschlichen hätten.
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Dabei fanden der Favorit aus dem Oberbergischen eigentlich ganz ordentlich in die Partie. Zwar gingen die Ostdeutschen 1:0 in Führung, doch dann konterten die Gummersbacher standesgemäß. Man erhöhte Druck und Tempo und ging durch Kay Smits beim 1:2 (7.) schnell selbst in Führung. Doch damit nicht genug: Gummersbach blieb am Drücker, konnte sich Schritt für Schritt absetzen und hatte bis zur 22. Minute beim 7:13 einen Sechs-Treffer-Vorsprung herausgearbeitet.
Und es sollte bei der Überlegenheit des Erstligisten bleiben, sodass es mit einem klaren Vorsprung von 20:12 zugunsten der Oberberger zur Pausenbesprechung in die Kabine ging - die Dinge waren nach halber Stecke der 60 Minuten offensichtlich geklärt. Und dies, obwohl die Gäste in Sachen Effizienz immer mal wieder an Defizite der jüngeren Vergangenheit angeknüpft hatten. Es war letztlich der jeweiligen Treffsicherheit des erneut überragenden Nikola Roganovic (10/2) sowie des ebenfalls überzeugenden Miro Schluroff (7) zu verdanken, dass die Gäste das Geschehen auch weiterhin bestimmten.
So eröffneten die Gummersbacher den zweiten Spielabschnitt mit drei schnellen Toren hintereinander, sodass die Führung in der 33. Minute erstmals an diesem Abend zweistellig (22:12) wurde. Einige Fahrlässigkeiten der Oberbergischen konnten die Hausherren dann zwar zu einer respektablen Ergebniskorrektur nutzen. Beim Zwischenstand von 20:26 trat Gummersbach aber noch einmal heftig aufs Gaspedal und schraubte das Resultat auf 24:36 (54.), der Rest war Routine für die späteren Sieger.
Dessau-Roßlau: Patzwaldt (11 P.), Ambrosius (4 P.); Hadzimuhamedovic (5/1), Neagu (1), Nowak (5), Misovych (2), Ciudad Benitez (1), Schüler (6/1), Sirot, Löpp (2), Döbbel (3), Pust (2).
Gummersbach: Biosca (7 P.), Obling (12/1 P.); Ellidi Snaer Vidarsson (1), Tilen Kodrin (1), Milos Vujovic (3), Lukas Blohme (1), Alex Dujshebaev, Mathis Häseler (3), Miro Schluroff (7), Ludvig Hallbäck (2), Nikola Roganovic (10/2), Kristjan Horzen (4), Kay Smits (3), Gardar Ingi Sindrason (3), Stepan Zeman.
Zuschauer
1.769 (Anhalt-Arena in Dessau).
Zeitstrafen
2:4 Minuten.
Schiedsrichter
Fabian Friedel/Rick Herrmann (Aue).
