HANDBALL

VfL schafft Trendwende - Kuzmanovic, Köster und Schluroff überragen

uk; 21.12.2025, 21:25 Uhr
Archivfoto: Thomas Wirczikowski ---- Nach dem 33:26-Hinspielsieg gewann der VfL Gummersbach am Sonntagnachmittag auch das Rückspiel beim TVB Stuttgart.
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VfL schafft Trendwende - Kuzmanovic, Köster und Schluroff überragen

uk; 21.12.2025, 21:25 Uhr
Gummersbach - In Stuttgart holen die VfL-Handballer einen ungefährdeten 28:22-Erfolg - 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.

Von Uli Klein

 

TVB Stuttgart - VfL Gummersbach 22:28 (11:15).

 

Vier Spiele in Folge waren sie ohne Sieg geblieben. Darunter waren zwar durchaus bemerkenswerte Auftritte, wie das unglückliche 31:32 gegen die nationale Übermannschaft aus Magdeburg oder das verdiente 37:37 bei der bekannt heimstarken SG Flensburg-Handewitt. Aber beim Handball-Bundesligisten VfL Gummersbach war man zuletzt alles andere als zufrieden, geschweige denn glücklich mit Aufwand und Ertrag der jüngsten Pflichtspiele.

 

Am Sonntagnachmittag, bei der Auswärtspartie in Stuttgart, sollte der unerfreuliche Trend bei Blauweiß gestoppt und der Weg zurück in die Erfolgsspur gefunden werden. Und er wurde gefunden: Die Gummersbacher Delegation kehrte am Sonntagabend jedenfalls hochzufrieden und mit zwei Zählern im Reisegepäck heim ins Oberbergische. Doch nicht nur die Statistik sorgte für gute Laune im VfL-Lager. Das "Wie" des Zurückfindens auf die Sonnenseite der Liga verdrängte die Sorgenfalten und erklärte die Dur-Stimmung bei den Oberbergischen.

 

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Schon der Auftakt in der Stuttgarter Porsche-Arena gestaltete sich spektakulär. Es wurde auf beiden Seiten ICE-Tempo angeschlagen und geballert, als wäre Silvester um anderthalb Wochen vorgezogen worden. Dabei brachte Stuttgarts Lenny Rubin seine Farben zwar zeitig in Führung, doch Miro Schluroff konterte postwendend. Schluroff und sein Rückraumkollege Julian Köster sollten sich ich im weiteren Verlauf des Matches gemeinsam mit Torhüter Dominik Kuzmanovic zu prägenden Figuren des Spielfilms auf schwingen.

 

Kapitän Köster traf bei zehn Versuchen achtmal ins TVB-Netz, Kollege Schluroff war bei seinen Abschlüssen zu 78 Prozent erfolgreich und Kuzmanovic parierte immerhin 48 Prozent der gegnerischen Würfe - ebenfalls eine überragende Statistik. Bis zum 6:6 blieben die Teams auf einem Niveau. Dann aber ließen die Schwaben in der Offensive etwas nach. Gummersbach nutzte diese leichte Schwächephase der Süddeutschen, um sich erstmals auf zwei Tore Differenz abzusetzen.

 

Und auch anschließend blieb es bei der Dominanz des Altmeisters. Smits scheiterte mit seinem Strafwurf zwar an TVB-Keeper Kornecki, doch der VfL hatte Witterung aufgenommen und bis zum Gang in die Pause eine Vier-Tore-Führung herausgeworfen (11:15). Wesentlicher Grund für diese Entwicklung der Begegnung war die Anzahl technischer Fehler auf beiden Seiten, die Hausherren erlaubten sich vor der Pause neun, auf der Gegenseite hatte Gummersbach nur zwei zu beklagen.

 

Nach Wiederanwurf war es zunächst Kuzmanovic, der die wesentlichen Akzente setzte und gleich dreimal hintereinander parierte. Dennoch kamen die Süddeutschen noch einmal heran 16:18 (41.). Irgendwelche Gedankenspiele der Hausherren hinsichtlich eines Punktgewinns zerstörten dann aber Köster per Doppelschlag sowie Joao Gomes. Hinzu kam eine weitere Kuzmanovic-Parade. Der Torhüter legte wenig später höchstpersönlich nach, indem er übers gesamte Spielfeld zum 16:22 ins leere TVB-Tor traf.

 

Damit waren alle offenen Fragen geklärt, und Köster durfte am TV-Mikrofon erklären, wie "stolz er auf unsere Mannschaft" war, die in der Tat eine richtig starke Leistung aufs Parkett gebrachte hatte.

 

Stuttgart: Kornecki (13/1 P.), Vujovic (1 P.); Serradilla, Lien (2), Pribetic (1), Snajder, Mengon (6), Röthlisberger, Heydecke, Matzken, Zieker (2), Häfner (7/5), Rubin (3), Nigg (1)

 

Gummersbach: Kuzmanovic (10 P.), Obling (3/1 P.); Gomes (1), Vidarsson (3), Kodrin (1), Vujovic (1/1) Köster (8), Häseler (2), Einarsson (2), Schluroff (7), Mahé (1), Pregler, Horzen, Kiesler, Smits (1), Zeman.

 

Zuschauer: (7.500 Porsche-Arena, Stuttgart)


Schiedsrichter: Köppl/Regner (Frankfurt/Nieder Olm)


Strafminuten: 0:2

 

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