HANDBALL

Gelpe/Strombach und Nümbrecht pfeifen vor der Herbstpause aus dem letzten Loch

pn; 15.10.2026, 07:00 Uhr
Foto: Silvia Wirczikowski ---- Nicht nur Fabian Benger füllt nach seiner Zerrung in Bardenberg derzeit das Nümbrechter Lazarett. SSV-Trainer Manuel Seinsche ist froh, dass die Herbstpause ansteht.
HANDBALL

Gelpe/Strombach und Nümbrecht pfeifen vor der Herbstpause aus dem letzten Loch

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pn; 15.10.2026, 07:00 Uhr
Oberberg - Ersatzgeschwächte HC-Handballer empfangen in der Regionalliga einen Aufsteiger - Oberliga: Nümbrecht sehnt gegen Köln der Ligapause entgegen - Gummersbach mit vielen Reisekilometern - Basic hofft, dass seine Löwen befreit gegen den Tabellenführer aufspielen können.

Vorschau Regionalliga Männer

 

HC Gelpe/Strombach – HSG Siebengebirge-Thomasberg (Samstag, 19:45 Uhr, Eugen-Haas-Halle).

 

Es fehlen: Moritz Riedel, Lasse Jürges, Felix Soldanski, Mats Liebe (alle Verletzung), Lukas Altjohann (privat verhindert).

 

Einsatz fraglich: Arvid Pötz (angeschlagen).

 

Gelpe/Strombachs Trainer Florian Greißner ist vor dem fünften Spieltag in der Handball-Regionalliga ehrlich. „Es trifft uns gerade von allen Seiten. Ich bin froh, wenn nach dem Spiel am Wochenende ein kleiner Break kommt“, sehnt er der Herbstpause entgegen. Nachdem sein Team schon in Bonn personell arg gebeutelt war, schrumpft der Kader für das Heimspiel gegen die HSG Siebengebirge-Thomasberg weiter zusammen. Felix Soldanski laboriert an Schulterproblemen, bei Mats Liebe steht eine kleine Knieoperation an und Lukas Altjohann (Foto) fehlt am Wochenende aus privaten Gründen. Dazu erscheint auch ein Comeback von Arvid Pötz, der weiterhin nur individuell trainieren kann, derzeit wenig sinnvoll.

 

„Die Trainingsqualität der vergangenen beiden Wochen war schon speziell. Wir konnten nicht einmal ein Fünf-gegen-Fünf stellen, sondern mussten sehr viel in der Kleingruppe arbeiten“, spricht Greißner von einer „semiguten Situation“. Immerhin: VfL-Leihgabe Julien Kübler wird den HC-Handballern am Samstag erneut zur Verfügung stehen. Und auch von Moritz Riedel gibt es positive Nachrichten. Er soll Ende der Woche seinen Gips abgenommen bekommen. Mit einer Rückkehr aufs Spielfeld des spielstarken Halben rechnet Greißner allerdings erst Richtung Dezember.

 

Aufgrund der personellen Voraussetzungen sieht sich der HC-Coach gegen die HSG Siebengebirge-Thomasberg auch nicht als Favorit. Der Aufsteiger holte bislang mit den beiden Remis gegen am Hallo Essen und Mitaufsteiger Lintorf 2:6 Punkte. Aber auch Titelkandidat Korschenbroich hatte das Team von Trainer Lars Degenhardt bei der 32:33-Auswärtsniederlage am Rande einer Niederlage. „Das ist eine Mannschaft, die nie aufgibt und bis zum Schluss fightet“, sagt Greißner. Die Spielanlage ähnelt der des HC: ein sehr hohes Tempo und möglichst viele einfache Tore. Die treibenden Kräfte sind dabei der drittligaerfahrene Karl Nitsche (23 Tore) im linken Rückraum sowie Spielmacher Edgar Schulz (22). „Ich rechne mit einem engen Spiel und hoffe, dass wir mit 6:4 Punkten in die Pause gehen können. Dann wären wir absolut im Soll. Allerdings wird das ein hartes Stück Arbeit“, so Greißner.

 

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Vorschau Oberliga Männer

 

SSV Nümbrecht – 1. FC Köln (Samstag, 18 Uhr, GWN-Arena).

 

Es fehlen: Mats Weber, Torben Lang, Fabian Benger (alle Verletzung), Lucas Hemker (Urlaub).

 

Einsatz fraglich: Paul Borisch (Urlaub).

 

Mit gemischten Gefühlen empfangen Nümbrechts Oberliga-Handballer am Samstag den 1. FC Köln. Nach einem eigentlich geglückten Saisonstart mit zwei Siegen haben die letzten beiden Niederlagen gegen Palmersheim und in Bardenberg Spuren hinterlassen. „So ein Blackout wie am vergangenen Wochenende darf uns niemals passieren. Das wirft uns vollkommen zurück und hat ein bis dahin gut gelaufenes Spiel völlig auf den Kopf gestellt“, ärgert sich Trainer Manuel Seinsche immer noch über die 29:35-Niederlage. Zu allem Übel hat sich zudem Abwehrorganisator Fabian Benger eine Wadenverletzung zugezogen. Seinsche geht von einer Zerrung mit längerer Ausfallzeit aus. Da auch Paul Borisch (Foto) am Wochenende voraussichtlich fehlen wird, ist der Nümbrechter Innenblock gesprengt.

 

„Wir werden gucken müssen, auf welche Spieler wir zurückgreifen können. Das entscheidet sich erst Ende der Woche“, sagt Seinsche vor dem Match gegen Köln. Auch am Dienstag mussten mehrere Spieler das Training vorzeitig abbrechen – der SSV ist auf der letzten Rille in Richtung Herbstpause unterwegs. Mit Köln erwartet Seinsche eine schnelle und bewegliche Mannschaft, auf die man bereits im Rahmen des Küchler Cups im Sommer getroffen ist. Damals gab es eine 14:15-Niederlage. „Köln hat eine unglaublich gute Spielstruktur. Wir müssen uns aber vor allem auf uns fokussieren und sehen, einen Kader zusammenzubekommen. In der Herbstpause gilt es dann, sich neu zu sammeln“, sagt Seinsche.

 

 

TV Birkesdorf – VfL Gummersbach (Samstag, 19:45 Uhr).

 

Vor einem komplizierten Wochenende stehen Gummersbachs Reiseplaner. Am Samstag ist zunächst die U20 des VfL beim TV Birkesdorf in Düren gefordert. Die 100 Kilometer Anreise sind allerdings ein Pappenstiel im Vergleich zu den fast 400 Kilometern Anreise, die Gummersbachs U19 am Sonntag in der Jugendbundesliga für das Auswärtsspiel bei JANO Filder bewältigen muss, zumal einige Spieler in beiden Mannschaften auflaufen sollen. Auf die Athletiktrainer und Physiotherapeuten kommt folglich einiges an Arbeit zu. „Das gilt auch unter der Woche. Es ist wichtig, dass die Jungs ihre Akkus aufladen. Dazu haben sie auch ein Leben außerhalb der Halle. Sie sind aber gewillt, Opfer für ihren großen Traum zu bringen“, sagt Trainer Joao Caracóis Palma.

 

Dass seinem Team am vergangenen Wochenende endlich der erste Saisonsieg gelang, sei vor allem im Hinblick auf die Tatsache wichtig, „dass wir sehen, dass unsere Arbeit Früchte trägt“, meint Caracóis Palma. Mit Birkesdorf erwartet er erneut einen physisch starken Gegner, der zudem in der Defensive äußerst variabel zwischen den Spielsystem switchen könne. Dazu warnt er vor den starken Eins-gegen-Eins-Spielern des Tabellensiebten, der mit zwei Siegen und zwei Niederlagen in die Saison gestartet ist. Gefährlichster Werfer war dabei Jonah Heinze mit 22 Toren. Als Schlüssel zum Erfolg sieht der VfL-Coach eine solide Defensive und eine gesteigerte Effizienz vor dem gegnerischen Tor: „Wir müssen uns immer weiter verbessern. Mit der Entwicklung werden auch die Resultate kommen.“

 

 

HBD Löwen Oberberg – TV Palmersheim (Samstag, 17 Uhr, Sporthalle Derschlag).

 

Es fehlen: Magnus Berscheid, Hendrik Wunderlich (beide Knieprobleme), Lars Rostalski (Verletzung), Alen Caber (privat verhindert).

 

Einsatz fraglich: Kevin Neese, Julian Neu (beide krank).

 

Als einziges Team in der Oberliga warten die HBD Löwen Oberberg nach dem vierten Spieltag noch auf die ersten Punkte. Dazu hat der Tabellenletzte das schlechteste Torverhältnis aller Mannschaften. Vor allem der Auftritt in Köln am vergangenen Sonntag war aus Löwen-Sicht ernüchternd. „MTV hat langsam gespielt und wir waren noch langsamer. Wir brauchen definitiv mehr Tempo in unserem Spiel“, blickt Spielertrainer Marijan Basic noch einmal auf die 22:27-Auswärtsniederlage zurück und spricht von einem „frustrierenden Auftritt“ und „mentalen Schwierigkeiten“. Besonders die fehlende Konstanz und die Abschlussschwäche im Gegenstoß ärgern ihn. Dass am Sonntag ausgerechnet der Tabellenführer aus Palmersheim auf den Epelberg kommt, sieht Basic als Chance: „Gegen Palmersheim haben wir nichts zu verlieren. Da erwartet niemand etwas von den Jungs.“

 

[Alen Caber gab am Sonntag nach 19 Monaten Verletzungspause sein Comeback und zeigte eine gute Leistung. Am Wochenende wird der Torhüter allerdings fehlen, weil er in seiner Heimat ist.]

 

Wichtig ist ihm, dass „wir viel mehr Engagement zeigen“. Die Gäste gaben im Derby gegen Wölfe Voreifel vergangene Woche beim 35:35 erstmals in dieser Saison einen Punkt ab, sind aber als einziges Team weiterhin ungeschlagen. Herausragende Akteure im Team von Trainer Marco Mayer sind Spielmacher Simon Schlösser (41 Tore), Marius Schmitz (19) und Lukas Königshoven (18). Dazu dürfte mit René Lönenbach bald der nächste Topspieler nach seinem Urlaub in den Kader zurückkehren. Ärgerlich aus Löwen-Sicht: Julian Neu, einziger Lichtblick in Köln, wird vermutlich ausfallen. Der Torhüter, der im linken Rückraum mit fünf Toren glänzte, ist unter der Woche krank geworden. „Ich weiß nicht, wer ihn ins Tor gestellt hat. Er hat super Anlagen als Shooter“, findet Basic.

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