HANDBALL

Gelpe/Strombachs Hoffnung auf den Traumstart

pn; 08.10.2026, 12:00 Uhr
Foto: Silvia Wirczikowski ---- Konstantin Kasch und der HC Gelpe/Strombach sind am Samstag im engen Bunker der Bonner Ringstraße gefordert.
HANDBALL

Gelpe/Strombachs Hoffnung auf den Traumstart

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pn; 08.10.2026, 12:00 Uhr
Oberberg - Der HC muss in der Regionalliga nach Bonn - Oberliga: Gummersbach II spielt bereits freitags - Die Löwen müssen zur besten Gottesdienstzeit nach Köln - Nümbrecht will die richtigen Lehren aus ersten Saisonniederlage ziehen.

Vorschau Regionalliga Männer

 

TSV Bonn rrh. - HC Gelpe/Strombach (Samstag, 19:30 Uhr).

 

Es fehlen: Moritz Riedel, Lasse Jürges (beide Verletzung).

 

Einsatz fraglich: Arvid Pötz (angeschlagen), Konrad Toelstede (Studium).

 

Die HC-Handballer haben die große Chance, mit 8:2 Punkten in die Herbstpause zu gehen. Voraussetzung hierfür: Zwei Punkte am Samstagabend in Bonn und ein Sieg in der Woche danach im Heimspiel gegen Aufsteiger HSG Siebengebirge-Thomasberg. „Das wäre eine überragende Bilanz“, sagt HC-Trainer Florian Greißner, wohlwissend, dass die Aufgabe in der ehemaligen Bundeshauptstadt alles andere als leicht wird. „Uns erwartet eine Mannschaft, die einen komplett anderen Stil spielt als unsere bisherigen Gegner“, sagt er über die Bonner, die für ihn eine physisch sehr starke Mannschaft sind, die zudem bevorzugt das Eins-gegen-Eins suche. „In der Vorbereitung hatten wir mit Volmetal und Dortmund ähnliche Gegner, in der Liga bislang aber noch nicht“, warnt Greißner vor dem „50:50-Spiel“.

 

Die Bonner sind ebenfalls mit 4:2 Punkten in die Saison gestartet. Das Team von Florian Benninghoff-Lühl holte zum Auftakt einen 31:27-Auswärtserfolg bei Aufsteiger Lintorf, verlor anschließend 29:32 gegen Titelkandidat Korschenbroich und entführte am vergangenen Wochenende mit 33:30 zwei Punkte aus Refrath/Hand. Bester Torschütze ist Rückraumspieler Moritz Kasper (16 Tore), der im Sommer aus Dormagen zur TSV wechselte. Für Greißner aber längst nicht der einzige Unruheherd: „Sie strahlen von jeder Position Torgefahr aus. Bonn macht das mit seinen verschiedenen Systemen sehr gut.“

 

Dennoch gibt sich der HC-Coach optimistisch: „Wenn bei uns Tempo, Geschlossenheit, Umschaltverhalten und Zusammenhalt stimmen, glaube ich schon, dass das Spiel in unsere Richtung ausschlagen wird. Wir flowen seit dem Wochenende echt gut. Für uns wird entscheidend sein, dass wir immer besser als unser Gegner vorbereitet sind und auf alles, was uns Bonn bietet, eine Antwort haben.“ Personell hat sich die Situation beim oberbergischen Club derweil entspannt. Arvid Pötz ist zumindest wieder in leichtes Training eingestiegen. Ein Einsatz am Wochenende ist aber eher unwahrscheinlich. Nach einer Lösung wird auch bei Konrad Toelstede gesucht, bei dem das neue Semester in Marburg angefangen hat.

 

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Vorschau Oberliga Männer

 

1. FC Köln - VfL Gummersbach II (Freitag, 20 Uhr).

 

Es fehlen: Luca Patrizio, Daniel Rumpel.

 

Schon am Freitagabend treten Gummersbachs Oberliga-Handballer beim 1.FC Köln an. Das Match wurde auf Wunsch der Gäste um einen Tag vorgezogen, da die U19 des VfL Gummersbach bereits am Samstag zum Auswärtsspiel nach Leipzig reisen wird. VfL-Trainer Joao Palma Caracóis dankt den Domstädtern für die Kompromissbereitschaft: „Es ist wichtig ein gutes Verhältnis untereinander zu haben und Köln ist uns im Sinne des Sportsgeistes dankenswerterweise entgegengekommen.“ Die dritte Saisonniederlage haben die Gummersbacher versucht aufzuarbeiten. „Es war ein wenig frustrierend, weil wir eigentlich ein gutes Spiel gemacht haben, es in den entscheidenden Momenten aber besser hätten machen müssen. Wir müssen uns darauf fokussieren, besseren Handball zu spielen und wollen versuchen, das Gezeigte zu wiederholen und auszubauen“, so Palma Caracóis.

 

Mit den Geißbock-Handballern erwartet er den nächsten physischen Gegner, der gerne auch einmal aus der zweiten Reihe abschließt. Auch Köln startete eher durchwachsen in die neue Saison. Der letztjährige Tabellensiebte hatte im Sommer einen größeren Umbruch zu bewältigen und verlor am ersten Spieltag gegen Spitzenreiter Palmersheim (30:34). Nach einem 29:25-Auswärtssieg beim letzten VfL-Gegner Bardenberg gab es am vergangenen Wochenende eine knappe 33:34-Niederlage in Birkesdorf. „Sie spielen eine eher offensiv ausgerichtete Deckung, die uns Probleme machen kann, wenn wir nicht konzentriert sind“, warnt der VfL-Coach.

 

 

VfL Bardenberg - SSV Nümbrecht (Samstag, 19 Uhr).

 

Es fehlen: Mats Weber, Torben Lang (alle Verletzung).

 

Einsatz fraglich: Lennart Last (Trainingsrückstand), Magnus Hosan (krank).

 

Niederlagen bieten die Gelegenheit, Lehren zu ziehen. Das hat auch Nümbrechts Coach Manuel Seinsche nach der ersten Saisonpleite seiner SSV-Handballer getan. Beim 29:36 im Topspiel gegen den TV Palmersheim waren die Südkreisler relativ chancenlos und lagen schon zur Pause mit zehn Toren zurück. „Das Spiel kann man schnell abhaken“, spricht er von einer verdienten Niederlage, die Nümbrechts aktuelle Schwäche allerdings auch gnadenlos aufgezeigt habe. „Wir dürfen uns diese einfachen Ballverluste nicht erlauben. Es waren Kleinigkeiten, mit denen wir Palmersheim stark gemacht haben. Machen wir diese Fehler aber weiter, wird es schwer gegen jeden Gegner in dieser Liga“, so der SSV-Coach. Vor allem beim Thema Chancenverwertung habe Palmersheim seinem Team gezeigt, was besser laufen müsse.

 

Ob die Oberberger die richtigen Lehren gezogen haben, können sie am Samstag in Bardenberg unter Beweis stellen. Der Aufsteiger ist mit 3:3 Punkten in die Saison gestartet und feierte am vergangenen Wochenende in Gummersbach den ersten Saisonsieg. Seinsche spricht nach seiner Videoanalyse von einem „total interessanten Gegner“. Das Team von Ingo Drießen müsse sich keineswegs verstecken und habe eine „richtig gute Spielanlage“, findet der SSV-Coach: „Sie spielen einen sehr zielgerichteten Handball und haben auch ein gutes Tempospiel. In der Abwehr müssen wir wirklich arbeiten, damit wir ihnen nicht die Räume geben, die sie haben wollen.“ Zumindest das Nümbrechter Lazarett hat sich wieder etwas gelichtet. Lennart Last (Foto) gab am Sonntag ein überraschendes Comeback. Unter der Woche klagte der Shooter aber auch wieder über Probleme und ist für Samstag zumindest fraglich.

 

 

MTV Köln II - HBD Löwen Oberberg (Sonntag, 11:30 Uhr).

 

Es fehlen: Magnus Berscheid, Hendrik Wunderlich (beide Knieprobleme), Lars Rostalski, Tobias Damm (beide Verletzung).

 

Auch nach dem dritten Spieltag warten die HBD Löwen Oberberg noch auf den ersten Saisonsieg. Spielertrainer Marijan Basic sprach zuletzt zwar von einem Fehlstart in die Oberligasaison, sieht aber längst noch keinen Grund zur Panik beim Tabellenzwölften. Auf der einen Seite sei da das Verletzungspech, „durch das wir jetzt durchmüssen“, sagt Basic. Auf der anderen Seite sieht er die Entwicklung an den ersten drei Spieltagen und auch die Trainingseindrücke. „Ich kann mich wirklich nicht beschweren. Die Moral ist gut. Die Jungs trainieren sehr hart und ich habe in allen drei Spielen eine Steigerung gesehen. Im ersten Spiel waren es 25 gute Minuten, danach 40 und zuletzt 50. Fürs Wochenende hoffe ich jetzt auf 60 Minuten“, sagt er.

 

[Frühestens im neuen Jahr wird Neuzugang Lars Rostalski den Löwen wieder zur Verfügung stehen. Das ergab die ärztliche Untersuchung. Der Kreisläufer hatte sich einen Muskelbündelriss zugezogen.]

 

Eine konstante Leistung werden die Löwen-Handballer am frühen Sonntagmittag (Basic: „Eine sehr ungewöhnliche Zeit Handball zu spielen.“) auch benötigen. Denn MTV Köln II erwies sich bislang als unangenehmer Gegner. 4:2 Punkte holte das Team von Tobias Marquardt und Henning Otto und hatte auch den SSV Nümbrecht am Rande einer Niederlage. „Sie spielen einen sehr langsamen Handball, machen dabei aber nur sehr wenig Fehler“, spricht Basic von einem eingespielten Team, gegen das sich die Löwen nicht allzu viele Fehler erlauben dürfen. Um sich auf das Match am Sonntag einzustimmen, überlegt er mit der Mannschaft im Vorfeld gemeinsam zu frühstücken. Wieder in den Kader zurückkehren wird Tobias Mlynczak, der am vergangenen Wochenende im Urlaub war.

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