Gummersbach - Bei der TSV Bonn rrh. kassiert das Greißner-Team in der Regionalliga eine verdiente Niederlage nach einer schwierigen Trainingswoche mit vielen Kranken.
TSV Bonn rrh. - HC Gelpe/Strombach 36:27 (16:13).
„Bonn war heute in allen relevanten Punkten besser als wir. Sie waren besser vorbereitet, hatten viel mehr Durchschlagskraft und bei uns lief auch einfach wenig zusammen“, resümierte HC-Trainer Florian Greißner einen aus oberbergischer Sicht gebrauchten Abend am Rhein. Gelpe/Strombach hatte am Freitagabend noch versucht, das Regionalligamatch verlegen zu lassen, war damit aber gescheitert. Nur sechs Spieler absolvierten das Abschlusstraining. Vor allem im Rückraum pfiffen die Gäste aus dem letzten Loch. „Wir hatten die vergangenen beiden Wochen absolut keine Trainingsqualität. Dann wird es auch einfach schwierig gegen so eine gute Mannschaft wie Bonn anzutreten“, meinte Greißner.
Vorwürfe wollte der HC-Coach daher auch keinem Spieler machen. Mehrere bissen auf die Zähne. Glück hatten die Oberberger zudem, dass wenigstens VfL-Leihgabe Julien Kübler zur Verfügung stand. Der Rückraumspieler reiste nach Abpfiff unmittelbar nach Leipzig ab, wo Gummersbachs U19 am Sonntag spielt. Über 4:4 (11.) und 9:8 (21.) entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie, ehe Bonn mit einem 3:0-Lauf zum 12:8 (24.) erstmals ein wenig davonzog. Größtes Problem bis zur Pause waren aus HC-Sicht vor allem die vielen Zeitstrafen, die sich Bonn mit seinem starken Eins-gegen-Eins-Spiel immer wieder erarbeitete.
Trotzdem lobte Greißner sein Team noch bis zur Pause. „Die Unterzahlphasen taten uns zwar weh, aber die Deckung stand insgesamt gut.“ Doch nach dem Seitenwechsel merkte man den Gästen den Kräfteverschleiß zunehmend an. Die Fehlwürfe und technischen Fehler summierten sich. Dazu vernagelte Bonns Torhüter Moritz Czerwinski sein Gehäuse phasenweise. „Wir hatten zu wenig Lösungen, zu wenig Tiefe und zu wenig Energie. Das ist aber auch nicht verwunderlich, wenn von vier Rückraumspielern drei angeschlagen sind“, meinte Greißner. Da half auch eine starke Leistung von HC-Torhüter Felix Löpker wenig.
Bonn erhöhte schnell zum 22:15 (39.) und baute den Vorsprung über 28:18 (46.) sukzessive aus. Näher als beim 34:27 (58.) kamen die Gäste nicht mehr heran. Nur Rechtsaußen Felix Meier war mit 13 Toren ein steter Unruheherd. „Wir müssen jetzt sehen, was wir vergangene Woche gut gemacht haben und das am kommenden Samstag gegen Siebengebirge noch einmal abrufen. Dann würden wir mit 6:4 Punkten in die Herbstpause gehen und wären damit vollkommen im Soll“, so der HC-Coach.
Gelpe/Strombach: Felix Maier (13/3), Christopher Falkenreck Valverde (4), Paul Roth (3), Konstantin Kasch, Julien Kübler (je 2), Felix Löpker, Malte Meinhardt, Felix Soldanski (je 1).
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